5
Juli
2022
Designpsychologie

„Iconic Turn“ – Von der Schriftkultur zurück zur Bildkultur?

Im ersten Artikel unserer Serie zur Design-Psychologie hatten wir die Evolution von der Bildsprache zur Schriftsprache behandelt. Doch nach Entwicklungsphasen der vorsprachlichen Höhlenbilder, der gesprochenen Sprache, der Bildsprache und der Schriftsprache leben wir anscheinend erneut in einer Welt der Bilder. Steuern wir im Digital-Zeitalter des neuen Jahrtausends hinein in eine andere Art von Bild-Kommunikation? Längst ist von einem „Iconic Turn“ oder einem „Pictorial Turn“ hin zum Bildhaften die Rede. Was bedeutet das für unsere Kommunikation?

Der „Iconic Turn“, also die „ikonografische Wende“ ging ab den 1990er-Jahren in Medien-Diskussionen ein. In den 1960er-Jahren war bereits vom sogenannten „Linguistic Turn“, also der „linguistischen Wende“, die Rede gewesen, die sich auf die Ausschließlichkeit der neuen philosophischen Methodik „Sprachanalyse“ bezog. Analog dazu stellte der „Iconic Turn“ das Bild in den Mittelpunkt des Erkenntnisgewinns. Der Begriff ist dann populär-kulturell weiter ausgedeutet worden, weil

  • die Mediengesellschaft bildorientierter geworden ist,
  • mehr mit kurzen Beiträgen arbeitete,
  • textorientierte Leitmedien wie die großen überregionalen Tageszeitung zusehends an Auflage verloren haben,
  • im Internet Verbreitungskanäle für alle Formen von Bildern geschaffen wurden und
  • weil das Web den Trend medialer Kurzatmigkeit insgesamt angeschoben hat.

Die Atmosphäre des Augenblicks scheint weg vom Lesen zu gehen und hin zum Hören und zum Sehen – sogar fast schon weg vom statischen Foto und hin zum Bewegtbild. Denn selbst kürzeste Botschaften werden aktuell in Mini-Videos oder in animierten Sequenzen aneinandergeschnittener Fotos mit wenig Text vermittelt. Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die gedruckte Kommunikation.


Oben: Emojis sind ein weltweit verständliches Piktogramm-System, das es als Merchandise-Artikel sogar in die reale Welt geschafft hat – hier in Form von Kissen, auf denen man in der informationellen Hektik seine Ruhe finden kann.

Welche Vorteile bietet die Bildorientierung?

Was zeichnet das Medium „Foto“ gegenüber dem Medium „Text“ aus? Das Foto beinhaltet Eigenschaften, die zum Teil widersprüchlich erscheinen und mit dem Spannungsverhältnis zwischen Form/Inhalt, außen/innen bzw. Oberfläche/Hintergrund zu tun haben. Beispielsweise kann das Bild so schnell wirken, weil es das Sichtbare zeigt aber natürlich nicht das Nicht-Sichtbare. Es kann das Gesicht eines Menschen zeigen, tut sich aber schwer damit zu zeigen, was er denkt. Ein Text hat demgegenüber Schwierigkeiten Oberflächen kurz und zugleich anschaulich zu beschreiben, dafür kann er nicht-sichtbare Funktionsweisen erfahrbar machen und darstellen. Wo liegen Vorteile von Fotos und wieso ist es als visueller Türöffner oder Anreizgeber so wichtig?

  1. Das sofort wahrgenommene Foto
    Schnelligkeit: Visuelle Reize werden schnell wahrgenommen und vom Gehirn ebenso schnell verarbeitet. Der Erstkontakt mit dem visuellen Reiz erfolgt intuitiv-emotional und unbewusst. Zwar sind Schriftzeichen auch ein visueller Reiz aber Lesen gerade kleinerer und längerer Texte im Werbe- und Informations-Umfeld erfolgt bewusster und ist langsamer. Augenblicklichkeit führt zur höheren Eingängigkeit des Bildes, das ohne besondere Konzentration wahrgenommen werden kann. Der Nachteil von Bildrezeption in einer informationsüberfluteten Gesellschaft ist eine graduelle Oberflächlichkeit. Das Bild wird dann zwar schnell wahrgenommen aber ein Blick auf die Details kann dabei fehlen.
  2. Das visuell detailreiche Foto
    Konkretion: Bilder zeigen etwas konkret in allen seinen sichtbaren Details. Beispielsweise bei einem menschlichen Gesicht: Man würde sich besser an ein Foto von einem Gesicht erinnern selbst wenn ein Text auf vielen Seiten jede Falte des Gesichts beschreiben würde. Dabei würde die visuelle Aufnahme des Gesichtes erheblich schneller Funktionieren als das Lesen des Textes, auch weil Texte abstrakter als Bilder sind.
  3. Das erlebbare Foto
    Anschaulichkeit: Wo Texte etwas beschreiben müssten, ist das Foto aus sich heraus anschaulich. Das Bild hat zusätzlich eine räumliche oder dimensionale Wirkung und vermittelt über den Hauptbildinhalt hinaus weitere Informationen. Ein Beispiel: Eine Person steht vor einem Haus, im Hintergrund sind Bäume zu sehen und spielende Kinder. Die Person ist in diesem Bildmotiv räumlich verortet. Der Ort, an dem sie steht, vermittelt weitere Informationen. Dies in einem Text auszudrücken, würde mehr zeitlichen Aufwand erfordern.
  4. Das aussagekräftige Foto
    Prägnanz: Bilder werden auch aufgrund ihrer Anschaulichkeit besser erinnert. Eingeschränkt wird dies durch die massenhafte Verbreitung von stereotypen Bildmotiven, die viele Motive wieder austauschbar machen. Dennoch hat das Foto gegenüber dem Text den Vorteil als kompakte Form und visuelle Einheit deutlicher und prägnanter in Erinnerung zu bleiben.
  5. Das die Wirklichkeit abbildende Foto
    Realismus: Auch wenn darüber zu diskutieren ist, ob ein Foto wirklich die Realität zeigt oder sie eher verschleiert, haftet dem Bild an, die Wirklichkeit abzubilden. Texte können die Wirklichkeit des Innenlebens, der Psyche, eines Menschen besser darstellen. Da das Foto so real wirkt, kann es u.U. viel schneller emotionalisieren als ein Text. Die Illustration nimmt zwischen Foto und Text eine Sonderstellung ein. Freie Illustrationen können mehr als Oberflächen zeigen, Info-Grafiken Zahlenmaterial veranschaulichen.
  6. Das vertrauenswürdige Foto
    Glaubwürdigkeit: Der dem Foto automatisch unterstellte Realitätsbezug führt zu erhöhter Glaubwürdigkeit. Das Foto eines handelnden Menschen erscheint als Beweis, dass dieser Mensch so wie dargestellt gehandelt hat. Die textliche Beschreibung der Handlung könnte mehr in Zweifel gezogen werden.
  7. Das inspirierende Foto
    Assoziation-Offenheit: Auch wenn ein Foto etwas klar zeigt, ist es bezüglich Interpretations-Möglichkeiten viel offener als das Wort, das sich begrifflich festlegen muss. Bezüglich seiner Abbildungsattribute erscheint das Bild sehr konkret, bezüglich seiner Bedeutung aber assoziationsoffener als das Wort.
  8. Das zuverlässige Foto
    Verlässlichkeit: Die Frage danach, inwieweit ein Foto die Realität abbilden kann, auch angesichts Filtertechniken oder Möglichkeiten der Bildbearbeitung mündet die Frage nach der Seriosität eines Bildes. Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass eine wesentliche Funktion weit verbreiteter Apps wie Instagram oder Snapchat die witzige Filterung von Bildmotiven ist. Dort ist das Ziel gar nicht eine realistische Abbildung sondern eine witzig verzerrte, geschönte oder schrille Wirkung. Da Bildbearbeitung weiter vereinfacht wurde, entsteht als Reaktion auf viele Fotos, die man im Internet sieht, die spontane Erstfrage: „Ist das echt?“ Das heißt, die Zuverlässigkeit und Seriosität des Bildes steht an einem Kipppunkt. In Teilbereichen hat das Foto sein Image als Darsteller der Realität deshalb eingebüßt, in anderen Bereichen wird „ehrliche“ Fotografie geboten, die auf verfälschende Manipulationen jeder Art verzichtet.
  9. Das bewegte Bild
    In Social Media und auch auf Webseiten verdrängt das bewegte Bild das statische Foto. Kurz-Video-Sequenzen erscheinen noch wirklichkeitsnäher, aus dem Leben gegriffen und dynamischer als Fotos. Zudem ist hier noch weniger zu lesender Text notwendig, weil der als Audio im Video enthalten ist. Dem Bewegtbild haftet das Image an, weniger geschönt und manipuliert zu sein, also „echter“ zu wirken – auch wenn es mit unter dem Begriff „Deepfake“ zusammengefassten Methoden Künstlicher Intelligenz möglich ist, nicht nur Fotos sondern auch Videos unmerklich zu manipulieren.

Wie funktioniert die Bildorientierung?

Warum betrachtet der Mensch Bilder?
Als Hochleistungs-Werkzeug wird das Auge von folgenden Bildeigenschaften angezogen:

  • Motivik: Menschen und im speziellen Gesichter
  • Bildwelt: Das Motiv kann Teil einer für den Betrachter hoch attraktiven Welt sein, etwa wenn es um Mode oder eine bestimmte Zielgruppen-Zugehörigkeit geht. Ein neues Produkt, von dem man bereits gehört hat, kann einen Anreiz nach Bildmaterial schaffen und so den Suchtrieb aktivieren (=„Appetenz-Verhalten“ als Suche nach auslösenden Reizen)
  • Bildsprache: Unabhängig vom Motiv des Bildes kann die Art der Darstellung einen Reiz ausüben. Das betrifft technische Aspekte wie HDR-Fotografie, extreme Weitwinkel-Fotos oder die Ästhetik, wenn es um Ausleuchtung, Schattenwurf, oder eine zurückgenommene oder überbetonte Farbgebung geht. Im Illustrationsbereich wäre der originelle Zeichenstil ein Merkmal, das das Auge für sich einnehmen könnte.
  • Farben: Bildbereiche mit einer bestimmten Farbwirkung können herausstechen.
  • Größe: Die Darstellungsgröße von Bildern aber auch etwa von Überschriften kreiert einen „Hingucker“.
  • Neues: Allgemein kann das Auge durch die Konfrontation mit etwas Ungewöhnlichem bzw. noch nie Gesehenen angesprochen werden.

Der Primäreffekt und die Bildwahrnehmung
Die menschliche Wahrnehmung setzt Prioritäten: Fotos und alle Arten von Bildern werden zuerst wahrgenommen, dann erst der Text. In der Psychologie wird der sogenannte „Primäreffekt“ beschrieben. Dabei wird zuerst Wahrgenommenes besser erinnert. An Informationen, die danach eingehen, erinnert man sich schlechter. Wendet man diese Wirkweise auf die Reihenfolge von Bild und Text an, ist klar, warum Bilder so wichtig sind: Man erinnert sich als visuelles Element, das schneller wahrgenommen wird, nicht nur besser daran. Die Erstwahrnehmung formt laut Primär-Effekt auch den Eindruck und die Meinungsbildung. Das heißt, bei einem grafischen Entwurf hat die Bildwirkung entscheidenden Anteil auf die atmosphärische Wirkung der Gesamtdrucksache. Unabhängig vom Inhalt, kann der Ersteindruck eine Bereitschaft und Offenheit für die weitere Informationsaufnahme formen – oder im Gegenteil, diese einschränken. Für den schnellen Erstkontakt zwischen Drucksache und Rezipient kommt also dem Bild die entscheidende Rolle zu.

Große Überschriften mit Hybrid-Wirkung?
Es sei aber darauf hingewiesen, dass sehr große – vor allem kurze – Überschriften zwar aus Buchstaben bestehen und damit Text sind, von ihrer Wirkung her aber ähnlich wie ein Bild wahrgenommen werden. Die Voraussetzung dafür ist eine das gewohnte Maß sprengende Größe und die Kompaktheit der Aussage. Außerdem kann die Schrifttype das Bildhafte unterstützen. Müsste der Betrachter erst viele Worte lesen, wäre der Effekt der Sofort-Wahrnehmung unterlaufen. Eine Überschrift in 200 Punkt, die „Halt!“ lautet oder „Tu das nicht!“ in einer DIN-A4-Anzeige kann ähnlich schnell wie ein Bild wahrgenommen werden. Blickfang-Überschriften kann man als Hybride zwischen Bild und Text ansehen.

Was sind die Voraussetzungen für die Bildorientierung?

Die Vorteile des Bildes selbst liegen auf der Hand. Auf welche Gegebenheiten und Voraussetzungen treffen diese Eigenschaften nun? Eine Übersicht:

  • Verfügbarkeit einfacher Kameratechnik: Erst durch die Miniaturisierung und Leistungsfähigkeit der Kameratechnik in Smartphones oder von Kamera-Modellen wie Go-Pros (als Action-Kameras) wurde der Aufnahme- und Publikations-Prozess vereinfacht. Die technische Intelligenz etwa bei schwierigen Lichtverhältnissen oder Nachtaufnahmen hat zusätzliche Erleichterungen gebracht – sowohl für Fotos als auch für Videoaufnahmen. Selbst professionelles Bildmaterial ist in einem vergleichsweise einfacheren Workflow erstellbar.
  • Populär-Ästhetik des Alltags: Gleichzeitig hat sich die Bild-Ästhetik gewandelt. Das Spontane, Improvisierte wird tendenziell dem Professionellen oder Überästhetisierten vorgezogen. Es gibt andererseits die gegenteilige Tendenz, bei der Bilder bis zur Künstlichkeit retuschiert werden, um eine sozial-mediale Traumwelt entstehen zu lassen. Entscheidend ist aber, das viele Bilder gerade aus dem Social-Media-Bereich eine Ästhetik präferieren, die sich komfortabel mit Smartphones umsetzen lässt.
  • Ausweg aus der Reizüberflutung und Wahrnehmungs-Effizienz: Die Beanspruchung des Rezipienten durch Streaming, Gaming, Social Media und Chatten ist hoch. Der Konsum von Bildern und Kurz-Videos ist dabei weniger anstrengend als langes Textlesen. Das Konzentrationslevel ist dabei geringer, die Rezeption u.U. oberflächlicher.
  • Priorisierung von Kurzformen: Eine weitere Auswirkung medialer Reizüberflutung ist die Nutzung kompakter Kurz-Formen: Kurztexte bei Twitter, Kurzvideos bei Snapchat und TikTok oder Foto-Postings bei Facebook – die Haupt-Aufmerksamkeit wird dabei visuell gebunden.

Das Emoji als Aussagen unterstützendes Bildelement
Aber Visuelles hat sich auch anderweitig durchgesetzt: Durchschnittlich 79% der Nutzer in Deutschland reichern laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2021 ihre Chats mit Emojis an.

  • Davon haben mit 88% den höchsten Anteil die 16- bis 29-Jährigen,
  • aber selbst bei den über 65-Jährigen lag der Anteil noch bei 59%.

Die Hälfte der Nutzer schicken Emojis sogar oft als alleinige Antwort auf Nachrichten, die sie erhalten haben. Mit den Emojis hat sich weltweit ein Piktogramm-Zeichen-System etabliert, das entfernt an eine moderne Version der Hieroglyphen der alten Ägypter erinnert. Es ist entstanden, weil Frequenz und Quantität der Chatnachrichten als Teil zeitgemäßer Medienkultur überhandgenommen haben.

Das Bild als Antwort auf die Informationsflut

Informations-Explosion und Reizüberflutung
Allein wer täglich seinen Suchbegriff in die Google-Suchmaschine eingibt, versucht mit dem Wunsch, relevante Suchergebnisse zu erzielen, die tägliche Informationsflut einzudämmen. Je mehr Wissen die Menschheit angehäuft hat, desto schwieriger ist es geworden, wichtige Informationen von unwichtigen zu trennen. Manchmal kommt das der Suche der Nadel im Heuhaufen gleich. Denn ständig werden weltweit neue Datenberge angehäuft.


Ray Kurzweils Prognose für die Informations-Explosion
Der Künstliche-Intelligenz-Forscher Ray Kurzweil hat 2005 in seinem Buch „Singularity is Near“ (auf Deutsch 2014: „Menschheit 2.0. Die Singularität naht“) über eine zukünftige Künstliche Intelligenz geschrieben. Er prognostizierte einen exponentiellen Anstieg an Daten, Wissen und Möglichkeiten, sodass im Jahr 2045 eine technologische Singularität entstehen könnte. Eine „Singularität“ ist in der Wissenschaft ein Ereignis, das ins Unendliche strebt. Hier ist gemeint, dass das exponentielle Wachstum erst des menschlichen Wissens und dann der Künstlichen Intelligenz die Gesellschaft grundlegend verändern könnten. Die KI würde die menschliche übertreffen und sich zusehends selbst programmieren und optimieren – ab da schneller und umfassender, als der Mensch dies tun könnte.
Ray Kurzweils Vision ist zugleich ein Blick auf die Handhabbarkeit von Erkenntnissen und Wissen in einem für Menschen unüberschaubaren Daten- und Informations-Strom. Dieser Umstand wird als „Informationsverschmutzung“ bezeichnet, weil man nicht mehr das nutzen kann, was an Informationen wichtig wäre. So kann es sein, dass in der Informationsflut ein Informationsmangel herrscht, wie Paul Königer und Walter Reithmayer in ihrem Buch „Management unstrukturierter Informationen: Wie Unternehmen die Informationsflut beherrschen können“ feststellen. Das heißt: Wo die Informationsfülle nicht mehr durchschaubar ist, verheißen Bilder Eindeutigkeit und Klarheit. Sie bieten so die Verlässlichkeit einer Orientierung.

Echtzeit-Kommunikation als Standard

Lesen als kommunikativer Bremsklotz
Eine Hürde für Echtzeitigkeit und Sofort-Kommunikation ist: Das Lesen. Immer, wenn man etwas lesen muss, erschließt sich der Inhalt nicht augenblicklich. Es liegt auf der Hand, dass dieser Umstand auch zu einer Renaissance des Hörens geführt hat. Nicht nur Hörbücher oder Audio-Podcasts befreien den Rezipienten von der Last, lange Texte lesen zu müssen. Auch manches Lang-Video auf YouTube ist nicht immer primär als visuelle Botschaft zu verstehen, weil man es nämlich nebenbei auch einfach nur hören kann, anstatt es ansehen zu müssen. Das heißt, die Schriftkultur hat sich in Teilbereichen in eine Hörkultur gewandelt. Der Vorteil des Nicht-mehr-Lesen-müssens und anstatt dessen des Hörens war aber wieder nur durch das internetfähige Smartphone möglich. So führen technische Innovationen zu neuen kulturellen Gewohnheiten.

Die Bildsprache als schnelle Kurzform
Echtzeitkommunikation bedingt also mediale Kurzbotschaften. Wären nämlich die Echtzeit und die technisch ermöglichten schnellen Reaktionen nicht gegeben, würde manche Kurzform nicht eine solche Wirkung entfalten. Die vielbeachteten „Shit-Storms“ sind nur als unmittelbare Echtzeit-Reaktionen zu verstehen. Die aktuelle Kommunikation lebt von schnellen Bildern, wobei die Unmittelbarkeit einer direkten Reaktion vor allem digital erfolgt. Auch wenn die Emoticons und Emojis den Sprung in die reale Welt geschafft haben – etwa als Kissen, Schlüsselanhänger, Kleidungsaufdruck und auch in der Print- und Drucksachen-Welt ein fester Bestandteil geworden sind.

Bild-zu-Bild-Kommunikation
In den neuen Zeiten kann man auf ein gepostetes Essens- oder Katzenfoto mit einem eigenen Essens- oder Tierfoto antworten oder mit einem Emoji – unter Umständen ganz ohne Text. Dass man mit einem Bild auf ein Bild reagiert, ist in der Massenkommunikation eine neue Qualität. Die lückenlose Online-Präsenz bedingt durch Smartphone, Smart-Watch oder Tablet ermöglichen den bildlastigen Austausch. Dabei erfolgt das Verschicken eines Bildes oder Bildelementes schneller als das Tippen eines Textes. Anstatt das eigene Innenleben verbalisieren zu müssen, sind Emojis Platzhalter der Befindlichkeiten – und das immer nuancierter. Inzwischen gibt es ca. 3.000 Emojis mit plattformübergreifender Kompatibilität. Auch in der Business-Kommunikation werden mehr Bilder genutzt: Fotos, Infografiken und Illustrationen sind ein Muss in gedruckten und gebeamten Präsentationen. Viel Text in Broschüren ist oft nicht gewünscht. Anstatt dessen sollen komplexe Inhalte so visualisiert werden, dass sie schnell verstehbar sind.

Das Ende der Schriftkultur?

In Diskussionen über das „Ende der Schriftkultur“ oder das „Ende des gedruckten Buches“ wird der Digital-Wandel kritisch hinterfragt. Es geht aber nicht um deren Ende sondern um deren Relevanz. Also nicht um ein totales Verschwinden sondern um eine Änderung der Schwerpunkte.

Der digitale Bereich, der Informationen in nie gekannter Schnelligkeit generiert und ausliefert, kann dies nur tun, weil er nicht die Notwendigkeit hat, Informationen auch physisch bereitzustellen. Immer dann nämlich, wenn etwas ausgedruckt oder im Digital- oder Offset-Druck produziert wird, ist es auch physisch in der Welt vorhanden. Dieser Vorgang der „Materialisierung“ von Daten und Informationen kostet Zeit und enthebt die Drucksache der Echtzeitigkeit – auch wenn neue digitale Workflows den Publikations- und Druckprozess beschleunigt haben. Die Bildorientierung des „Iconic Turn“ ist inzwischen eng verknüpft mit einer neuen Art von Echtzeit-Information, die zwei Voraussetzungen hat:

  • permanente Online-sein und
  • die Verfügbarkeit des Multi-Tools „Smartphone“.

Die Ruhe allerdings, Informationen auszuwerten und zu gewichten – etwa bei der Nachbereitung von Messen – hat man eher in Form gedruckter Informationen, die verbindlicher wirken.

Fazit: Bildorientierung als neuer Schwerpunkt

In der Kommunikation haben sich unterschiedliche Stärken von Bild und Wort gezeigt – und auch, wo sie sich unterstützen und ergänzen können. Das Internet ist längst ein Kanal, der auf mehreren Ebenen visueller als früher funktioniert:

  • auf der Ebene multimedialer redaktioneller Anreicherung (vor allem mit Videos, GIFs oder interaktiven Grafiken)
  • bezüglich der Bebilderung etwa durch großformatige Fotos
  • was neue Darstellungs-Technologien anbelangt (wie HTML5)

Auch die moderne Drucksache unterliegt dem Druck, mit Kernbotschaften schneller auf den Punkt zu kommen. Die Drucksache hat den Vorteil einer festgelegten visuellen Dramaturgie, während der Nutzer im Internet spontaner und u.U. weniger zielgerichtet durch die Inhalte klickt.

Der Mensch ist zu seiner Orientierung auf Informationen angewiesen. Ist die Menge an Informationen unüberschaubar, nutzt er einfache Signale für eine Erstorientierung, die in der Regel visuell sind. Das Visuelle ist also als Tür zu weiteren Inhalten wichtiger geworden.

Die Schriftkultur hat sich nicht in eine Bildkultur gewandelt, sondern auch aus der Notwendigkeit heraus, schneller kommunizieren zu müssen, ihren Schwerpunkt verschoben. Bleibt der Informations-Druck und erhöht sich die Schnelligkeit der Informations-Übermittlung, kann die Bildorientierung weiter zunehmen.

Tipp: Ein Emoji-Font

Google hat als Gegenmodell zu den vielen bunten Emojis einen visuell verdichteten, schwarz-weißen Emoji-Font veröffentlich, der sich hier herunterladen lässt. Die Schrift heißt „Noto“ und ist kostenlos.

Ralf Wasselowski
Unser Gastautor: Ralf Wasselowski. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen und ist ein Kenner der Design-, Grafik- und Werbebranche. ©Ralf Wasselowski
30
Juni
2022
Kundenstimmen Juni 2022

Das sagen unsere Kunden

„Zuverlässig, schnell in hervorragender Qualität zum fairen Preis: Ich habe binnen 5 Werktagen einwandfreie und sehr schön anzufassende, hochwertige Visitenkarten zu einem tollen Preis erhalten. Alles kam exakt wie vorausgesagt, in geschützter Verpackung zuverlässig an und ist bereits im Einsatz. Ich bin immer wieder aufs Neue von der hohen Qualität und der Zuverlässigkeit von viaprinto begeistert.“
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27.6.

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15.6.

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13.6.

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8.6.

„Starke Leistung! Sehr gut, dass man auch eine kleine Anzahl zu einem günstigen Preis bestellen kann. Die gelieferte Ware (Grußkarten A6) waren in der Ausführung extrem gut! Es war alles bestens!!!!“
8.6.

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1.6.

„Sehr schneller und guter Service: Sehr schneller und guter Service – werden wir definitiv weitere Aufträge vergeben.“
1.6.

29
Juni
2022
Layoutvorlagen

Stilvoll verschickt

Begeisternde Korrespondenz, die immer einen stilvollen Rahmen hat, gestalten Sie mit Ihrem Briefpapier im Corporate Design. Machen Sie Ihren Außenauftritt rund und versenden Sie Ihren geschäftlichen Schriftverkehr einheitlich auf hochwertigem Papier mit hohem Weißegrad und feiner Verarbeitung.



Dabei haben Sie die Wahl aus vier Papiersorten, die beeindrucken: Naturpapier, Offsetpapier, Offsetpapier Premium und Recyclingpapier. Jeweils auch mit der Möglichkeit eine Lochung oder Perforation vornehmen zu lassen. So können Sie beispielsweise Dokumente, die aufbewahrt werden sollen, bereits zwei- oder vierfach gelocht ankommen lassen. Oder Sie lassen Ihr Briefpapier perforieren und nutzen den abtrennbaren Teil für Ihre Kontaktdaten, die der Empfänger dann ganz einfach ablösen und separat aufbewahren kann – zum Beispiel zusammen mit anderen wichtigen Geschäftskontakten.

Clever gestaltet

Damit Ihnen die stilvolle Ansprache auch gestalterisch gelingt, haben wir Layoutvorlagen für Sie. Auch hier haben Sie die Wahl aus drei Varianten: eine Variante, in der ausschließlich die Marken angegeben sind, eine Variante in der Form A und eine Variante in der Form B – alle drei nach DIN 5008. Die beiden Formen unterscheiden sich unter anderem in der Höhe des Bereichs für Ihren individuellen Briefkopf.

Herunterladen, modifizieren, bestellen – so einfach kann die Erstellung Ihrer geschäftlichen Korrespondenz sein.

23
Juni
2022
Designpsychologie

Die Schrift, das unbekannte Wesen: Wie entstand das lateinische Alphabet?

In einer neuen Serie widmen wir uns der Design-Psychologie. Design hat viel damit zu tun, worauf der Mensch positiv reagiert und wie seine Aufmerksamkeit zu erregen ist. Hinter die Oberflächen des Designs zu blicken, offenbart deshalb Interessantes. In der ersten Folge widmen wir uns der Frage, wie die lateinische Schriftsprache und ihr Alphabet sich aus der Bildsprache entwickelt haben und welche Mechanismen und Bezüge dahinterstecken.

Vor der gesprochenen Sprache gab es in der Frühgeschichte der Menschheit Gesten und Körperhaltungen, die etwas ausdrückten. Dann wurden Laute, die aber noch keine Worte waren, unterstützend zu Gestik und Mimik für den kommunikativen Ausdruck wichtig. Bereits der Homo erectus als Vorläufer des Neandertalers und damit auch des modernen Menschen Homo sapiens hat wohl vor etwa 1,7 Millionen Jahren die bis dahin affenähnlichen Laute moduliert und fing an, sie zu differenzieren.

Mit den Anfängen der gesprochenen Sprache begann in gewisser Weise das Kommunikationszeitalter, das wir heute eher technisch begreifen. Erst durch das Sprechen war ein informeller Austausch möglich, der viel später mit der Bildsprache und dann mit der Schriftsprache zu einer nachhaltigen Kommunikation führte.

Vorteile der Schriftsprache

Bedenkt man, dass ein heutiger Sprecher maximal 3 Sekunden vorausplanen kann, was er sagt, liegt der Vorteil einer Schriftsprache auf der Hand. Schriftliches kann ausgearbeitet und überdacht werden und viel komplexere Inhalte transportieren als das Mündliche. Durch die massenhaft verbreitete Schriftlichkeit, vor allem nach dem Buchdruck, wurden letztlich wissenschaftliche Werke möglich, wie auch Romane oder andere Drucksachen. Aber auch die Gesellschaft selbst, wurde durch die Schrift geformt: Bereiche wie Politik, Wissenschaft, Rechtswesen oder Vertragswesen wären ohne Schriftkultur nicht möglich gewesen.


Die Entwicklung des Buchstaben „A“ von ca. 3.000 v. Chr. bis heute.

Die Entwicklung des Menschen zum „Schrift-Wesen“

Dazu waren einige Entwicklungen nötig. Die Genese des heutigen Menschen umfasst etwa 300.000 – 400.000 Jahre. In dieser Zeit hatten anatomische Innovationen wie die Vergrößerung des Gehirns, der aufrechte Gang oder die Ausbildung des Daumens, der das Greifen ermöglichte, dazu beigetragen, dass aus dem Menschen ein Kulturwesen wurde. Kulturtechniken wie „Schrift“ und „Mathematik“ wurden entscheidend, um die intellektuell-kommunikativen Möglichkeiten des Menschen zu erweitern. Doch vor dem Siegeszug des Alphabets stand das Bild.

Die ersten Bilder der Menschheit

In Indonesien wurden 45.500 Jahre alte Höhlenmalereien gefunden, in Spanien 65.000 Jahre alte von Menschenhand aufgetragene Farbschichten entdeckt. Es liegt also nahe anzunehmen, dass der Mensch – in seiner Entwicklungsgeschichte inzwischen ausgestattet mit einem immer umfangreicheren kognitiven System – die ihn umgebende Welt abbilden und damit erfahrbar machen wollte. Dies kann man analog zu einer Wahrnehmungs- Informationsverarbeitung verstehen, bei der Eindrücke aufgenommen und zu visuellen Ausdrücken umgeformt wurden.

Voraussetzung dafür war unter anderem der aufrechte Gang, der dazu führte, dass die oberen Extremitäten auch für feinmotorische Zwecke wie das Malen oder viel später das Schreiben zur Verfügung standen. Warum die ersten Bilder der Menschheit entstanden sind und welchem Zweck sie dienten, bleibt umstritten. Neben dem künstlerischen Ausdruck bzw. der Visualisierung von Gesehenem oder Erlebtem gibt es zwei weitere Aspekte:

  • Religiöser Ausdruck: Man muss sich die prähistorische Lebenswelt des Menschen als eine Welt vorstellen, die er zu entschlüsseln hatte. Er wusste kaum etwas darüber, wie die Welt funktionierte und schuf deshalb Glaubenssysteme, die die Welt erklärten. Götter, Magie, Mystik und religiöse Rituale spielten in dieser Zeit als Welterklärungsmodelle eine große Rolle. Das heißt, Bilder und Bildzeichen waren zunächst Teil von religiös geprägten Riten. Zum Verständnis dieses möglichen religiösen Ausdrucks in Höhlenmalereien ist wichtig zu wissen, dass unsere heutige Wissensgesellschaft jung ist und den allergrößten Teil der Menschheitsgeschichte hindurch Wissen in seiner heutigen Form nicht verfügbar war. Zu glauben, war eine Möglichkeit der Weltaneignung. Erste Malereien visualisierten diesen Glauben.
  • Information und Funktion: Höhlenmalereien könnte man andererseits als eine funktionale Bildsprache begreifen, die Informationen vermittelt, etwa bezüglich Weiderouten von Jagdtieren oder ihrer Herdengröße. Auch könnte damit die Art und Weise der Jagd beschrieben worden sein.

„Branding“ als Markentechnik und Orientierungsmarke

Die heutige Welt des Gruppenwesens „Homo sapiens“ ist von einfachen Zeichen wie Piktogrammen oder Unternehmens-Logos als Orientierungsmarken geprägt. In der ganzen Menschheitsgeschichte waren Symbole ein kulturell verbindender Bestandteil, der Veränderungen unterworfen war. Ein Beispiel für diesen Wandel: Unter „Branding“ versteht man im modernen Marketing „Markenführung“ („Brand“ = „Marke“). Doch mit „Branding“ war ursprünglich das Einbrennen von Brandzeichen mittels Brandeisen in die Haut von Zuchttieren gemeint. Die Motive solcher Zeichen waren Monogramme oder simple Zeichen. Selbst Menschen wurden noch bis ins 19. Jahrhundert hinein als Straftäter gebrandmarkt, ebenso wie ab der Antike (ca. 1.000 Jahre vor und nach Chr.) bis in die Neuzeit hinein Sklaven.

Aber die Spur des „Branding“ endet bei uns nicht im Marketing. Analog zum Tätowieren oder Piercing können Farbbrandings auf dem menschlichen Körper eine Art von Körperschmuck sein. Aber auch im religiösen Kontext oder auf Wappen oder Siegeln wurden schon früh einfache Zeichen genutzt, um Macht, Herkunft oder weltanschauliche Ausrichtung zu kommunizieren. All dies war Teil einer übergreifenden Zeichenverwendung wie sie auch die bildhaften Vorläufer unseres Alphabetes repräsentieren.

Zeichen als Orientierungshilfe

Entwicklungen wie die Schriftsprache haben sowohl einen historischen Hintergrund als auch einen, der in der Funktionsweise der menschlichen Psyche begründet liegt. So ist für das menschliche Individuum zweierlei zentral:

  • kommunikativer Austausch und
  • Orientierung.

Wobei Kommunikation zur Verortung in Gruppe und Gesellschaft beiträgt und so allgemein Orientierung erzeugt. Eine Grundlage von Orientierung ist die Klarheit der Informationslage und die Schnelligkeit, mit der Informationen zu bekommen sind – eine Aufgabe, für die die Arbeit des Designers entscheidend ist. Um sich also in der Welt orientieren zu können, strebt die Psyche des Menschen nach Einfachheit. Eine Autofahrt beispielsweise, bei der man nie weiß, ob man links oder rechts abbiegen muss, führt zu Orientierungslosigkeit. Hat man hingegen einen Plan als Orientierungssystem zur Verfügung (etwa in Form einer App), das während der Fahrt eindeutig und schnell anzeigt, wo man abbiegen muss, fühlt man sich sicher.

Was für die Orientierung während der Autofahrt gilt, gilt auch für die Selbstverortung in der Welt. Dabei gehen Einfachheit, Übersichtlichkeit und Handhabbarkeit der benötigten Informationen Hand in Hand. Einfachheit, das ist immer auch das Wesentliche, das Unverzichtbare und das Eindeutige. Schriftzeichen beinhalten diese Eigenschaften und bieten überdies Prägnanz, also eine unverwechselbare Überdeutlichkeit der Buchstaben, damit Worte und Sätze schnell gelesen und geschrieben werden können.

Vom Bild zum Wort: Das Entstehen der Schriftsprache

Wie ist der Übergang von der Bildsprache zur Schriftsprache erfolgt? Es liegt zunächst nahe, die Welt visuell zu erkunden und in Bildern zu beschreiben. Die Hieroglyphen der Ägypter waren eine Bild- oder Piktogramm-Sprache, bei der zahlreiche Bilder die Welt abbilden und fast wie Bildgeschichten oder Bilderrätsel Inhalte transportieren. Unser Schriftsystem hat zwar die Formen dieser Bildsprachenelemente als Ausgangspunkt aber es besteht aus nur noch 26 abstrahierten Buchstaben, auf deren bildlichen Ursprung man kaum mehr schließen kann. Der Zeichenvorrat in anderen Kulturen ist mitunter viel umfangreicher als diese wenigen lateinischen Zeichen:

  • Ägypten: aus anfänglich 700 Bildzeichen waren im Laufe der Zeit 7.000 geworden
  • China: Im Chinesischen gibt es heute noch zwischen 3.000 und 5.000 gebräuchliche Zeichen aus einem Gesamtzeichen-Reservoire inklusive Varianten von ehemals bis zu 100.000 Zeichen (ab 2. Jahrtausend vor Chr.)
  • Korea: Das koreanische Hanja enthält zwischen 1.800 und 2.000 Zeichen
  • Japan: Das japanische Kanji beinhaltet aktuell über 2.000 Schriftzeichen.

Die wenigen abstrahierten Zeichen des lateinischen Alphabetes bedeuten eine Simplifizierung zum Zweck schnellerer und niederschwelliger Handhabbarkeit.

Bildhaftigkeit und Abstraktion von Schriftzeichen

Dabei sind etwa die Zeichen chinesischer Schriften teilweise noch bildhaft oft aber auch nicht mehr, weil die Zeichen immer weiter abstrahiert wurden. Das heißt, die chinesische Schriftsprache enthält sowohl Zeichen, die bildhaft fast wie Piktogramme etwas Konkretes abbilden und andere, deren bildhaften Ursprung man nicht mehr erkennen kann. Auch sind Bildschriften nicht immer so zu verstehen, dass ein einziges Zeichen für einen Begriff steht. Vielmehr werden oft mehrere Schrift-Bild-Zeichen zu einem Inhalt kombiniert. Hierbei haben sich Zeichen ebenfalls von ihrer eindeutigen Bildhaftigkeit entfernt.

Ein verdichtetes Zeichensystem wie unser 26-teiliges lateinisches Alphabet ist demgegenüber hochgradig abstrahiert. Der Vorteil: Mit vergleichsweise wenigen Zeichen kann man einen praktisch unendlichen Begriffs-Kosmos erschaffen. Demgegenüber hatten Bildschriften den Nachteil, den Begriffs-Kosmos mit erheblich mehr Zeichen abbilden zu müssen. Aus der noch relativ konkreten Aneinanderreihung von vielen piktografischen Bildern als Schriftzeichen etwa in der Hieroglyphen-Schrift wird ein flexibleres System der Kombinatorik weniger Zeichen, die so stark abstrahiert sind, dass sie mit den jahrtausendealten bildhaften Vorläufern kaum noch etwas zu tun haben.

Gesprochene Sprache und Schriftsprache

Die genaue Entwicklung des Vorläufers der Schriftsprache, der gesprochenen Sprache, liegt im Dunkeln. Sie geht einher mit Veränderungen im Gehirn, dem Nervensystem und anatomischen Weiterentwicklungen etwa des Kehlkopfes. Auch über den Übergang von der Bildsprache wie sie etwa in den ägyptischen Hieroglyphen verwirklicht war, hin zur Schriftsprache, weiß man vieles nicht, was nicht verwunderlich ist. Denn erst die flächendeckende Nutzung der Schriftsprachen und der Drucktechniken zur massenhaften Verbreitung von Inhalten ermöglichten die dauerhafte Speicherung von Wissen. Dass dies nicht immer bleibend war, zeigt das Schicksal der Bibliothek von Alexandria in Ägypten, die in den Jahrhunderten vor oder nach Christi die größte Ansammlung schriftlichen Wissens darstellte. Sie soll zehntausende oder hunderttausende Schriftrollen beherbergt haben und wurde offenbar vollständig durch Krieg oder Feuer vernichtet. Sie war in der Antike die bedeutendste Ansammlung verschriftlichten Wissens. Der Zusammenhang zwischen gesprochener Sprache und Schriftsprache ist aber komplizierter, als es den Anschein hat.

Wie ist unsere Schrift entstanden?

Die Form unserer heutigen Schriftzeichen kommt einerseits aus dem Konkreten. Das große „A“ etwa entstammt einer bildhaften Darstellung eines Stierkopfes aus den ägyptischen Hieroglyphen – wie fast alle Buchstaben unseres Alphabetes dort ihren Ursprung haben. In der Menschheitsgeschichte haben sich aber die konkreten Zeichen von ihrem bildlichen Ursprung entfernt. Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass der Stier als Symboltier nicht irgendein Tier war, sondern das höchste Opfertier mit religiöser Bedeutung. In den semitischen Sprachen des Mittelmeerraums stand „Alpha“ (im Semitischen: „Aleph“ bzw. „Eleph“) eben für diesen Stier, der ehemals Männlichkeit und Fruchtbarkeit repräsentierte. In unserem Alphabet ist „A“ als ehemals bildhaftes Sinnbild des Ochsen nicht zufällig der erste Buchstabe. Die im „A“ abgebildeten Hörner des Stiers sind zugleich Symbol der Macht, mit formaler Verwandtschaft zu den Spitzen einer Krone.

Im Buch „Sign and Design“ (im englischen Original 1961 erschienen, deutsche Übersetzung 2002) setzt sich der Autor Alfred Kallir mit den Bedeutungs-Ursprüngen der Buchstaben unseres Alphabetes auseinander und weist vielfältige kulturelle Bezüge der Buchstabenformen nach.

Stufen der Alphabet-Entwicklung

Zwischen 4.000 – 3.000 vor Chr. begann die Geschichte der Alphabet-Schrift auf der Sinai-Halbinsel. Die ägyptischen Hieroglyphen als Bildzeichensystem waren in dem, was sie ausdrücken konnten, begrenzt. Zudem war die Schriftkultur damalig kein Massen-Phänomen sondern etwas für wenige Eingeweihte. Es bestand also kulturell eine Folgerichtigkeit in der Vereinfachung und Popularisierung der Schriftkultur. Die Bildzeichen wurden nicht nur gesehen und gelesen sondern auch gesprochen, regten also in ihrem Werden ebenfalls die gesprochene Sprache an. Diese wechselseitige Beeinflussung von Sehen und Hören, von gesprochener und gelesener Bildsprache, sollte zur Entwicklung des Alphabetes führen.

Die phonetische Form von Hieroglyphen

In einem nächsten Schritt wurden nämlich Teile der Lautwerte von Bildzeichen zur Neubildung von Eigennamen genutzt. Das heißt, der Klang von Bildzeichen wurde verwendet, um mit der Aneinanderreihung von Bildzeichen Namen wiederzugeben. Ein Beispiel: Der ägyptische Pharao „Narmer“ war vermutlich Herrscher der 1. Dynastie ca. 3.000 v. Chr. Sein Name wurde durch zwei Hieroglyphen dargestellt: Ein Bildsymbol für einen Wels (Fischart), der „Nar“ ausgesprochen wurde, und ein Symbolbild, das einen Meißel zeigte, der „mer“ ausgesprochen wurde. Aus den Lautwerten für zwei aneinandergereihte Bildsymbole, die ohne weiteren inhaltlichen Bezug „Nar“-„mer“ ausgesprochen wurden, ergab sich so der Name des Pharao Narmer. Auf der nächsten Entwicklungsstufe wurden nur noch die Anlaute/Anfangsbuchstaben durch den Gebrauch ägyptischer Hieroglyphen repräsentiert. Sollte etwa das „A“ dargestellt werden, nahm man eine Hieroglyphe, deren erster Buchstabe „A“ ausgesprochen wurde und vernachlässige die sonstige Bedeutung des Bildzeichens. Die Hieroglyphe wurde so Platzhalter für einen Buchstaben – womit im Laufe der Zeit das erste Alphabet gebildet wurde.


Oben: Der Firmenname „viaprinto“ in Form eines Rebus-Bilderrätsels. Dabei werden Bilder zu Lauten und diese partiell zu einem Begriff zusammengesetzt.

Das Rebus-Prinzip

Die Antwort auf die Frage, wie unser Alphabet entstanden ist, klingt einfacher als sie ist: Es vollzog sich zunächst mittels des Rebus-Prinzips, bei dem Bilder in Wortklänge umgewandelt werden. Ein „Rebus“ ist ein Bilderrätsel wie man es heutzutage etwa aus Quizshows kennt. Nachdem Bilder in Laute verwandelt wurden, wurden Laute in ein Alphabet-System überführt. Mit den ursprünglichen Bedeutungen der Hieroglyphen hat dies nichts mehr zu tun. Es geht nur noch um die Lautqualitäten der gelernten Hieroglyphen, mit denen die neuen Inhalte gebildet wurden. Das Rebus-Prinzip hat etwas Spielerisch-Kreatives und etwas Funktionales. Ein gelerntes, kommunikativ eher schwerfälliges und aufwändiges System wie die Hieroglyphen wurde in ein funktionaleres, schnelleres Alphabet-System abstrahiert.

Fazit: Von der Keilschrift zur Programmiersprache

Bei der Evolution unseres Alphabetes kommt das Prinzip der Vereinfachung zum Tragen. Es ist selbst in der Form der Buchstaben realisiert, die im Laufe der Jahrtausende im Hinblick auf Lesbarkeit immer weiter optimiert wurden. Das 26-Buchstaben-Alphabet ist systematisch vereinfacht gegenüber den Hieroglyphen, für deren Verständnis man ca. 800 Bildzeichen kennen musste. Zudem konnten Bildzeichen immaterielle, ideelle und auch komplexe Inhalte nicht oder nur mit hohem Aufwand darstellen, weil Bilder auf allgemein verständlicher Ebene vor allem Konkretes und Eindeutiges darstellen konnten, etwa Handlungen von Personen. Bis unser Alphabet Gestalt annahm, durchwanderten die Buchstabenzeichen ausgehend von Ägypten und Kanaan die phönizische, die griechische und die römische Kultur. Dabei markiert der Übergang zwischen Handschrift und maschinell gesetzter oder geschriebener Schrift, der sich im 19. Jahrhundert vollzog, eine weitere Wende. Heute mündet dies in die Programmierung von Software und Künstlicher Intelligenz, die ohne die Schriften in Tontafeln vor 5.000 Jahren nicht möglich gewesen wäre.

Ralf Wasselowski
Unser Gastautor: Ralf Wasselowski. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen und ist ein Kenner der Design-, Grafik- und Werbebranche. ©Ralf Wasselowski
21
Juni
2022
Layoutvorlagen

Markantes Multitalent

Postkarten sind wahre Marketing-Multitalente: Sie lassen sich je nach Anlass frei gestalten und zaubern Ihren Kunden und Geschäftspartnern ein Lächeln auf die Lippen.
Kreieren Sie eine Einladung zu Ihrem Sommerfest, Ihrem Jubiläum oder Ihrer Neu- bzw. Wiedereröffnung, designen Sie ein ansprechendes Angebot auf nur einer Seite mit näheren Erläuterungen auf der anderen. Oder sorgen Sie mit dem alljährlichen Geburtstagsgruß dafür, dass Ihre Kunden sich wertgeschätzt und beachtet fühlen. So bauen Sie eine ganz besondere Bindung zu ihnen auf.



Postkarten bei viaprinto

Sie haben die Wahl: Denn Postkarte ist nicht gleich Postkarte. Wir bieten Ihnen 12 unterschiedliche Größen und eine wahre Formatvielfalt in hoch, quer und quadratisch sowie den praktischen Maxi-Formaten.
Zusätzlich stehen Ihnen verschiedene Papiere zur Verfügung: Bilderdruckpapier, Natur-, Postkarten- oder Recyclingpapier in vielen Stärken, optional mit auffallenden Veredelungen versehen.

Ihr Design, unser Layout

Im Hilfebereich unseres Portals finden Sie Layoutvorlagen für die Rückseite Ihrer Postkarten nach den entsprechenden DIN-Vorgaben. Einfach herunterladen, modifizieren und Ihr Postkartenprodukt bestellen – so einfach kann Online-Druck sein.

13
Juni
2022

En vogue im Block

Mit Leim- sowie Spiralbindung oder doch mit Umschlag? Blöcke sind das ideale Zuhause für Notizen, Ideen, Scribbles und Co. – und somit auch die Grundlage für den Arbeitsalltag im Büro. Individuell gestaltet machen sie eine gute Figur in Meetings, Online-Konferenzen oder als praktisches Give Away für Kunden und Geschäftspartner.

Bei viaprinto gibt es den hilfreichen Allrounder in mehreren Varianten:

  • Blöcke Leimbindung:
    In sechs Formaten mit einseitigem, schwarz-weißem oder farbigem Druck auf jeder Seite erhältlich, wahlweise mit Leimbindung an der oberen Kante oder dem linken Rand. Zur besseren Aufbewahrung Ihrer Notizen ist es ebenfalls möglich die Blöcke mit einer zwei- oder vierfachen Lochung zu erhalten.
  • Blöcke Spiralbindung:
    Viel Raum für Ihr Design – platzieren Sie Ihre Message, Ihr Logo oder ein zu Ihrer Corporate Identity passendes Bildmaterial direkt auf dem Deckblatt. Für den Innenteil haben wir zwei Papiersorten zur Auswahl und die passenden Layoutvorlagen für Sie: zusammengehalten durch eine hochwertige Twin Loop Wire-O-Bindung.
  • Blöcke mit Umschlag:
    Geniale Ideen in genialen Blöcken – mit flach aufliegenden Seiten und einem praktischen Umschlag. Drei Formate stehen zur Auswahl sowie zwei Papiersorten: Recycling- oder Offsetpapier. Auf dem Deckblatt ist viel Platz für Ihr Logo und Ihr Corporate Design.
  • Collegeblöcke:
    Der Klassiker mit Spirale, Lochung und Perforation – mit 50 bis 100 Blatt Stärke sind Collegeblöcke Ihre Partner bei der Informationssammlung, der Ideenfindung oder der Dokumentation von Kommentaren. Dazu noch abgerundete Ecken im 8 mm-Radius.

Kümmern Sie sich um das individuelle Design und eine ansprechende Aufmachung, für den Innenteil greifen wir Ihnen unter die Arme: Für alle Block-Varianten stellen wir Ihnen kostenlose Layoutvorlagen zur Verfügung.

9
Juni
2022
rosige Aussichten

Neu: Kalendarien für 2023

Alles neu macht der Frühling. Und tatsächlich! Werfen Sie mal einen Blick auf unsere neuen Kalendarien 2023! Sie liegen ab sofort zum kostenfreien Download bereit. Wandkalender, Jahresplaner, Schreibtischunterlagen, Taschen– oder Tischkalender*: Sie finden diese Kalendarien als Vorlagen auf auf den Produktseiten unseres Portals unter den dortigen „Hilfe-Themen“ oder direkt auf unseren Hilfeseiten.

Schnell und unkompliziert können Sie damit Ihre individuelle Jahresübersicht gestalten. Nach der Konfiguration von Auflage, Versandart & Co. laden Sie Ihren zuvor fertig gestalteten Wunschkalender im PDF-Format hoch und fertig ist das Produkt für die Bestellung! Schon in ein paar Tagen steht dann sozusagen das neue Jahr bei Ihnen vor der Tür.

Schritte-Kalendarien © viaprinto

Wie schön die Kalender am Ende aussehen können, erfahren Sie zum einen in dem Wandkalender-Tutorial der Design-Schmiede „Coformat“ aus Heidelberg oder bei dem Fotokünstler „Normonie“, dessen Arbeit wir in der Kundengalerie und hier im Blog vorgestellt haben oder Sie lassen sich von der Designagentur „Lohnzich“ und deren wunderbaren Tischkalender Motiv inspirieren.

*Nicht alle Kalenderprodukte sind auch auf unserem österreichischen Shopping-Portal erhältlich.

2
Juni
2022
klimaneutraler Druck

viaprinto hilft der Umwelt national und international

Ab sofort können viaprinto-Kunden dem Klima noch mehr helfen – und zwar national und international! Gemeinsam mit ClimatePartner können durch den Kauf von Emissionsminderungszertifikaten der 97.000 Hektar großes Waldgebiet in Pará an der brasilianischen Amazonasmündung vor kommerzieller Abholzung bewahrt werden. In einem weiteren Projekt bleiben riesige Flächen des kolumbianischen Regenwalds erhalten und es wird dafür gesorgt, dass Einheimische eine Gesundheitsversorgung erfahren und Bildung und Lebensmittel erhalten. So sinkt der Wert des abgeschlagenen Holzes und die Bäume können in Ruhe weiterwachsen und Kohlendioxid (CO2) binden.


Eine Familie der indigenen Bevölkerung im Regenwald. Sie wissen, wie sie den Wald nutzen, ohne ihm zu schaden.

Neben dem internationalen Ausgleich in den südamerikanischen Staaten fließt pro kompensierte Tonne Treibhausgas (CO2e) ebenso ein Beitrag an das Bergwaldprojekt im Oberallgäu. In einem der letzten erhaltenen Biotope Mitteleuropas werden ein stabiler Bergmischwald und auch Begehungswege geschaffen. So unterstützen viaprinto-Kunden auch den regionalen Klimaschutz.


Im Allgäu im Einsatz: Helfer, die Bäume setzen und Wege anlegen.

In den vergangenen sechs Jahren konnten sie mit ihren klimaneutralen Bestellungen zudem einer der letzten unberührten Landschaften unsere Erde, dem Regenwald in Papua-Neuguinea, helfen: Über den geleisteten Beitrag konnten die entstandenen Treibhausgase ausgeglichen werden und es sind Investitionen in höhere Gesundheitsstandards, Bildungseinrichtungen und Arbeitsplätze in der Projektregion ermöglicht worden.

Mit dem Klimaschutzprojekt haben Kunden der Online-Druckerei insgesamt 500 Tonnen CO2e kompensiert. Das entspricht einer Strecke von 1.555.910 km mit dem PKW.

Klimaschutz mit einem Klick: Als Beleg erhält jeder viaprinto-Druckauftrag mit CO2e-Ausgleich eine Urkunde mit eigener ID-Nummer, die die Kompensation der ausgestoßenen Treibhausgase ausweist.

Bildquelle: ClimatePartner

1
Juni
2022
Kundenstimmen Mai 2022

Das sagen unsere Kunden

„Alles bestens. Besonders gefallen hat mir die Möglichkeit, während der Bestellung Bilder hochzuladen und zu sehen, wie das Ergebnis aussehen wird. Die Beratung am Telefon war sehr ausführlich und hilfreich. Vielen Dank!“
31.5.

„Very good quality of printing, delivery exact on time, website super user friendly….definitely recommend and will use it constantly“
24.5.

„Sehr empfehlenswert. Einfach hochzuladen, Flyer gut abgebildet, gut verpackt, Eintreffen der Flyer pünktlich, wie angegeben.“
22.5.

„Sehr zu empfehlen. Gutes Angebot, professionelle Druckvorlagen und schnelle Lieferung. Ausschließlich super Erfahrungen!“
10.5.

„Gut und schnell – Ich war sehr positiv überrascht von der Qualität bei einem sehr günstigen Preis. Nach der Lieferung rief noch ein Mitarbeiter an, um nachzufragen, ob alles gut angekommen und ich zufrieden sei.“
10.5.

„Super Kundenservice! Es gab ein kleines Problem bei der Zustellung, ich erhielt umgehend eine Antwort per Mail sowie einen Anruf und mein Anliegen wurde zur vollsten Zufriedenheit bearbeitet.“
9.5.

„Ich habe eine Nachbestellung meiner Postkartenflyer, Visitenkarten und DIN A4 Aushänge bestellt und war überrascht, wie schnell sie geliefert wurden. Mit der Qualität und dem Preis bin ich auch mehr als zufrieden. Es war eine Freude meine Werbung auszupacken und es wird mir eine Freude sein sie jetzt stolz auszuteilen. Danke viaprinto!“
9.5.

„Wir sind sehr zufrieden mit der persönlichen Beratung und der schnellen und einwandfreien Lieferung. Auch das Druckergebnis hält das was es verspricht.“
9.5.

„Kompetente Mitarbeiter, die alle meine Fragen sehr ausführlich und schnell beantwortet haben. Super ist auch, dass Sie einen Katalog mit kostenlosen Papiermustern schicken, um zu verstehen, was zu drucken ist. Die Bestellung kam genau zum richtigen Zeitpunkt an. Alles perfekt.“
7.5.

„Hervorragende Druckqualität! Die Bilder sind exakt so, wie eingegeben. Wunderbare Farbumsetzung mit viel Brillanz und Tiefe. Die Lieferung erfolgte zügiger als offeriert. Vielen Dank!“
2.5.

30
Mai
2022

Grünes Licht für bunte Vielfalt

Tragen nicht auf, nehmen aber viel ab: Stofftaschen. Ob bei Messen, Veranstaltungen oder im alltäglichen Kundenkontakt sind sie praktische Allrounder mit viel Platz für Ihre Give Aways, Ihre Informationsunterlagen oder Broschüren, Kataloge und Info-Flyer.



Und das Beste: Auch nach der Veranstaltung oder dem Aufeinandertreffen können sie als hilfreiche Begleiter dienen, die Ihr Logo und Ihre Message tragen. Gleich in drei unterschiedlichen Varianten sind unsere Stofftaschen in bunter Vielfalt erhältlich:

  • Baumwolltaschen:
    Auf Oeko-Tex® zertifizierter Baumwolle macht sich Ihre Botschaft besonders gut. Wählen Sie zwischen 11 Taschenfarben und zwei Henkelvarianten (kurz oder lang). Der Sonderfarbendruck kann ein- oder beidseitig erfolgen – wahlweise mit einer Grundierung.
  • Vliestaschen:
    Auch hier haben Sie die Wahl zwischen 11 Taschenfarben und zwei Henkelvarianten, der Druck erfolgt auf hochwertigem Polypropylen, in Schwarz und Weiß.
  • Baumwollrucksäcke:
    Fein gewebte Baumwolle in 14 wählbaren Taschenfarben, die sich dank einer naturfarbenen Doppelkordel bequem auf dem Rücken tragen lässt. Der Druck erfolgt entweder mit oder ohne Grundierung.

Prüfender Blick

Um Ihre Druckdaten auf Herz und Nieren zu prüfen, nutzen Sie unseren Profi-Datencheck. Eine Vielzahl an Kriterien wird damit überprüft und in manchen Fällen sogar automatisch optimiert.
Die Auswertung erfolgt für Sie nach einem einfachen Ampelsystem. Ein grüner Haken zeigt an, dass keine Verbesserungen nötig sind. Ein blaues i deutet darauf hin, dass kleine Auffälligkeiten zu finden sind, die zum Teil automatisch angepasst werden können. Ein rotes Ausrufezeichen bedeutet, dass Abweichungen gefunden wurden, die es idealerweise manuell anzupassen gilt.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall die Informationen und Hinweise sorgfältig durchzulesen und gegebenenfalls Änderungen entsprechend dieser vorzunehmen.
Ihr Vorteil: Sie erhalten das Ergebnis des Profi-Datenchecks direkt nach dem Upload Ihrer Datei, also auch vor Bestellabschluss.

25
Mai
2022

Kontrollierte Königsklasse

Hochwertig, robust und vielseitig: Die Königsklasse unter den Druckprodukten ist und bleibt das Hardcover. Stabilität und sichtbare Qualität sind dabei ebenso charaktergebend wie die äußerst gute Wiedergabe von Texten und Bildern, Farben und Konturen.
Wer sich für den Druck von Hardcovern entscheidet, kann ein elegantes und wertiges Produkt in den Händen halten, das mit einem Umfang von bis zu 300 Seiten brilliert: egal ob Geschäftsbericht, Event-Book, Dokumentation oder Bestseller. Für die besondere Haptik und Optik empfiehlt sich eine zusätzliche Folienkaschierung.


Hardcover Buch

Inhalt, Umschlag, Vorsatzpapier – ein paar Sachen gibt es bei der Gestaltung zu beachten. Beim Upload Ihrer Druckdatei wählen Sie bereits, ob Sie Umschlag-, Titelseiten- und Inhaltsgestaltung in einem Hochladen möchten. Im Anschluss können Sie bequem über den Buchrückeneditor die Beschriftung des Buchrückens vornehmen, wenn Sie diese nicht bereits in Ihrer Datei vorangelegt haben.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Doch es gilt noch ein wenig mehr zu beachten: Beschnitt, Format, Seitenverhältnis, Farbraum, Bildauflösung, Textfarbe und -größe sowie Linienstärken und Transparenzen. Wie gut, dass es den Profi-Datencheck bei viaprinto gibt!
Denn der prüft all das für Sie und gibt Ihnen direkt vor Bestellabschluss eine Zusammenfassung aus, die Ihnen zeigt, in welchen Bereichen eventuell noch Verbesserungen anzustreben wären. Dies geschieht anhand eines einfachen Ampelsystems:



  • Grüner Haken: Alles okay.
  • Blaues i: Es gibt Auffälligkeiten, die zu Qualitätsverlusten führen können. Zum Teil werden diese automatisch angepasst, zum Teil wird eine manuelle Anpassung empfohlen.
  • Rotes Ausrufezeichen: Es gibt Abweichungen, die zu Qualitätsverlusten im Druckbild führen. Sie können nicht in jedem Fall automatisch angepasst werden. Prüfen Sie Ihre Daten bitte nochmals und nehmen Sie ggf. Anpassungen vor.

Der große Vorteil des viaprinto-Profi-Datencheck ist, dass er direkt nach Eingabe der Daten und vor Bestellabschluss schon ein Ergebnis liefert – so haben Sie zeitnah die Gelegenheit gegebenenfalls noch Änderungen vorzunehmen.

19
Mai
2022
Profi-Datencheck

Die Ampel für den Außenauftritt

Was ist groß, weht im Wind und sichert Ihnen Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen? Richtig, unsere Beachflags, die sowohl In- als auch Outdoor überzeugen. Präsentieren Sie sich mit dem Allrounder in vier Varianten aufmerksamkeitsstark auf Messen, Events oder auch vor der eigenen Ladentür.
Ausleger, Segel, Flügel und Tropfen stehen Ihnen als Ausführungen zur Verfügung – je nach Geschmack und Anwendungsfall. Der Aufbau gestaltet sich leicht, der Stand hingegen ist stabil: Dank einem von drei wählbaren Standfüßen (Bodenkreuz, -dübel oder -platte).
Gedruckt wird immer auf 110 g starkem Fahnenstoff, der luftdurchlässig ist, der Witterung standhält und zudem eine B1 Zertifizierung besitzt (schwer entflammbar).

Eine ideale Ergänzung stellen unsere Roll Ups dar, die sowohl in vier klassischen Indoor-Varianten erhältlich sind als auch in einer Outdoor-Variante. Die lichtundurchlässigen Polyester-Folien und -Gewebe sind widerstandsfähig und blickdicht sowie zudem mit einem Anti-Curl-Effekt versehen, der ein Einrollen der Ränder verhindert.


Optimales Ergebnis

Damit Ihr Druck optimal gelingt, bieten wir Ihnen die Möglichkeit Ihre Druckdaten mit dem Profi-Datencheck auf Herz und Nieren zu prüfen. Unter anderem wird untersucht, ob die Daten im richtigen Format angelegt sind, die Farbanzahl passt und die Linienstärken ausreichend sind.
Die Auswertung erfolgt über ein Ampel-System:
Sehen Sie ein grünes Häkchen neben dem getesteten Unterpunkt, ist alles in Ordnung.
Ein blaues i zeigt an, dass Auffälligkeiten gefunden wurden, die zu Qualitätsverlusten führen könnten. Teilweise nehmen wir für Sie automatische Anpassungen vor. Lesen Sie die zusätzlich gegebenen Informationen bitte sorgfältig durch und entscheiden Sie anschließend selbst, ob Sie Ihre Daten selbständig optimieren möchten.
Sollte ein rotes Ausrufezeichen auftauchen, wurden Abweichungen festgestellt, die das Druckbild verschlechtern und für die eine automatische Anpassung nicht in jedem Fall möglich ist. In diesem Fall raten wir Ihnen die Hinweise sorgfältig durchzulesen und Ihre Daten anzupassen.



Vielfältiger Einsatz

Sind Ihre Daten druckbereit? Dann geht es weiter zum Warenkorb und zur Bestellung. Schon nach kurzer Zeit kommt Ihr Tool für eine bessere Außenwirkung bei Ihnen an und sorgt für Aufmerksamkeit: in Ihren Innenräumen, auf Messen und Veranstaltungen, in Ihrem Biergarten oder vor Ihrer Eingangstür.

17
Mai
2022
Portrait

Anleitung zum Abtauchen

Manch einer würde sich gerne mal aus dem Alltag ziehen, einfach mal abtauchen. Letzteres funktioniert ganz gut in der heimischen Badewanne. Doch was ist, wenn einem das nicht mehr reicht, oder auch nicht, das oberflächliche Schnorcheln im See? Was ist, wenn mit Abtauchen das Eintauchen in eine völlig andere Welt gemeint ist und aber der Einstieg noch voller Fragen und erfahrungsfrei ist? Dann könnte der Weg zu den Tauchkursen von Oliver Ober führen.

Oliver Ober

Mit „Into Abyss Technical Diving“ hat sich der 42-Jährige 2020 einen Traum erfüllt und seine eigene Tauchschule für Beginnnerausbildung und technisches Tauchen eröffnet. Nach einem Open-Water-Anfängertauchkurs 2005 habe ihn der „Tiefenrausch“ gepackt und er sich fortan gefragt: „Da unten muss es doch noch weiter gehen?“ Unzählige Prüfungen, Kurse und Ausbildungsschritte und vor allem Tauchgänge weiter, bewegt sich Ober nun am liebsten in den Tiefen der Ozeane oder Unterwasserhöhlen. „Das Höhlentauchen stellt die höchsten Anforderungen an Mensch und Material. Mit einem Kreislauftauchgerät kann ich neue Grenzen unter Wasser überwinden und war auch schon an Orten in Höhlen, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat“, schwärmt der gebürtige Dortmunder. In verschiedenen Höhlenforschungsgruppen ist er nun aktiv und erforscht unbekanntes Terrain.

Aufkleber bei viaprinto gedruckt

Die Gestaltung des Logos der Tauchschule legte Ober in die Hände einer befreundeten Grafikerin. „Sie hat ein Spiel aus den Anfangsbuchstaben meines Namens und dem Blau des Meeres umgesetzt“, erinnert sich Ober. Die Idee findet sich nun auch auf Aufklebern wieder, die Ober bei viaprinto drucken lässt und für sein Marketing und eigene Werbung einsetzt. Weshalb viaprinto? „Dank toller persönlicher Beratung zu verschiedenen Produkten konnte ich das Richtige finden, um meinen Auftritt als Unternehmer zu stärken.“


Werfen Sie einen Blick in unsere Galerie und lassen Sie sich vom Aufkleber-Design von Into Abyss inspirieren:



9
Mai
2022
PREIS-CHAMPIONS

Auf ganzer Linie

Individuell, komfortabel, begeisternd – das ist unser Grundsatz!
Mit Leidenschaft für den Online-Druck, Traditionsbewusstsein und einem Streben nach Innovation geben wir alles, um Ihnen als unseren Kunden den besten Service zu bieten. Von Anfang an begleiten wir Sie auf dem Weg zu Ihrem individuellen Druckprodukt und geben Ihnen praktische Tipps, Tricks und Hilfestellungen an die Hand. Nicht nur auf unserem Portal, sondern auch in Form persönlicher Beratung.

Ausgezeichnet

Weil Sie das zu schätzen wissen, freuen wir uns über einige Auszeichnungen:
Bereits seit 2020 dürfen wir uns Deutschlands beste Online-Druckerei nennen, weil Sie uns in einer panelbasierten Kundenumfrage der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH den Vorrang vor acht starken Konkurrenten gegeben haben – vielen Dank für Ihre Unterstützung!

In diesem Jahr belegten wir Dank Ihnen auch den ersten Platz unter den deutschen Online-Druckereien, wenn es um die Kundenzufriedenheit geht – das bescheinigt uns nicht nur die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH, sondern auch jeder Einzelne von Ihnen mit Ihren Bewertungen auf Trusted Shops. Mit einer Gesamtbewertung von 4,93 / 5 zeigen Sie uns, dass Sie von uns überzeugt und begeistert sind.

Unsere neueste Auszeichnung ist die des Preis-Champions aus dem Hause ServiceValue in Zusammenarbeit mit der WELT. Zum wiederholten Mal in Folge konnten wir Sie nicht nur von unserer Qualität und unserem Service, sondern auch von unserer Preisgestaltung überzeugen.

Danke!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen und Ihre Treue – denn unsere Erfolge sind nicht nur unsere Erfolge, sondern auch die Ihren.

Individualität, Komfort, Begeisterung – das ist unser Grundsatz, den wir mit Herz, Verstand und Leidenschaft umsetzen, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Und das nicht nur mit unseren komfortablen Features wie der Online-Vorschau oder dem Perforationseditor, sondern vor allem durch Ihre persönlichen Ansprechpartner, die Ihnen jederzeit für Fragen, Ratschläge und Hilfestellungen zur Verfügung stehen.

Geschichtsausflug

Dem Aufkleber auf der Spur

Aufkleber und Etiketten sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Beim Einkaufen liefern sie wertvolle Informationen zum Produkt wie beispielsweise den Preis sowie Füllmenge und Inhaltsstoffe. Neben dieser Funktion haben sie aber noch bewegendere Aufgaben: Sie verschönern das Leben, übermitteln gesellschaftsrelevante Statements und sind perfekt, um Marken zu mehr Aufmerksamkeit und Reichweite zu verhelfen.

Doch welcher schlaue Kopf hatte überhaupt die Idee zum Aufkleber? Wann und wozu tauchten die ersten Exemplare auf? Im folgenden Geschichtsausflug finden Sie die Antworten …

Vorneweg: Der Unterschied zwischen Etikett und Aufkleber

Unterschiedlichste Formen, praktische Materialvielfalt – darin sind sich Etiketten und Aufkleber schon mal ähnlich. Den entscheidenden Unterschied finden Sie auf der Rückseite: Aufkleber verfügen über eine selbstklebende Schicht, während normale Etiketten durch Band, Tacker oder andere Hilfsmittel befestigt werden müssen. Der Ursprung beider Varianten ist aber derselbe, wie die nachfolgende Historie beweist.

Die Geschichte des Aufklebers

Beachtlich: Die Spuren des Aufklebers reichen bis 6000 v. Chr. zurück. In dieser grauen Vorzeit gab es zwar noch keine hochwertigen Drucke oder selbstklebende Materialien, aber die Menschen waren einfallsreich, um Informationen an Gegenstände zu heften. Den Aufkleber, wie wir ihn heute kennen, gibt es allerdings erst seit dem 17. Jahrhundert …

Die alten Ägypter, Kartuschen und Rollsiegel

Noch heute kann man in Museen altägyptische Sticker aus frühsten Dynastien bewundern. Da sie aus Stein oder sogar Gold gefertigt wurden, ist ihre Haltbarkeit beeindruckend. Verwendet wurden die ovalen Kartuschen, wie sie auch genannt werden, um die Thronnamen der regierenden Pharaonen einzuritzen. Es waren also Informationsträger, welche weitergegeben wurden.

Ebenfalls im alten Ägypten zu finden, ist die erste Etikettierung in Form von Rollsiegeln. Ab 6000 v. Chr. wurden sie verwendet, um Waren und vor allem Weingefäße zu kennzeichnen.

Florierender Handel der Römer und Griechen

Etwa im 6. Jahrhundert v. Chr. erblühten Handel und Kultur wie nie zuvor. Römer und Griechen ritzten zu dieser Zeit Informationen direkt in Amphoren oder sie behalfen sich mit kleinen Anhängern, die sie mit Leder- oder Flachsband an Waren befestigten. Die Händler erkannten schon damals, dass die Etiketten äußerst praktisch waren. Nicht zuletzt, weil jeder Wein nun mit Jahrgang und Sorte versehen werden konnte.

Über eine dekorative oder gar werbewirksame Funktion von Etiketten dachten die Menschen weder zu dieser Zeit noch später in Mittelalter, Neuzeit oder Renaissance nach. Auch an das Ankleben der kleinen Hinweiszettel dachte niemand.

Buchdruck und Kleber ebnen den Weg für das Ur-Etikett

Erst die bahnbrechende Erfindung des Buchdrucks im Jahr 1450 ebnete den Weg für die modernen Aufkleber, wie wir sie heute kennen. Gutenbergs bewegliche Lettern allein reichten allerdings nicht aus. So dauerte es nochmals 250 Jahre, bis die ersten gedruckten Etiketten mit Leim fixiert wurden. Bis ins 18. Jahrhundert war ihr Einsatz auf Warenballen beschränkt.

Die ersten winzigen Werbeplakate

1798 war es so weit: Alois Senefelder feierte den Durchbruch des lithografischen Drucks. Wenig später folgte der Mehrfarbendruck, welcher die Kreation kleiner Aufkleber-Kunstwerke erlaubte. Bevorzugte Motive waren Ritterrüstungen, Wappen und Zertifikate, welche die damaligen Weinetiketten zierten. Plötzlich ging es nicht mehr einzig um eine Inhaltsangabe. Die edlen Tropfen wurden beworben und erfreuten sich kurze Zeit später größter Beliebtheit. Auch die Konkurrenz sowie andere Produkthersteller zogen nach, ihre Waren mit ausgefallenen Aufklebern anzupreisen. An den Arbeitsschritten Entwerfen – Drucken – Leimen – Kleben änderte sich lange Zeit nichts.

Vom Leim zum Selbstkleber

Erst in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts folgte die nächste Entwicklungsstufe. Stanton Avery stellte 1935 mit seinem Produkt „Kum-Kleen“ den ersten Preisaufkleber vor. Die Rückseite dieser Hafteetiketten war mit einem Kautschukkleber bestrichen und konnte nach dem Aufkleben sogar wieder abgezogen werden. Eine wahre Innovation!

In Deutschland positionierte sich die Feinpapiergroßhandlung Wilhelm Jackstädt bald darauf als Vorreiter auf dem Gebiet der Aufkleber. Eine selbstklebende Postkarte zündete den Boom während der Nachkriegszeit. Es folgten weitere Optimierungen hinsichtlich Drucktechniken, Klebstoffen und Materialien bis zum modernen Selbstkleber-Etikett von heute.

Erste virale Bilder im Stickerformat

„Obey Giant“ war das erste Kunstwerk im Miniformat, welches in den 80ern und 90ern tausendfach verteilt wurde. Shepard Fairey – Designstudent an der Rhode Island School und Schöpfer der Grafik, – war selbst überwältigt von der Reichweite seines Werkes. Ihm wurde erst später klar, dass er das erste virale Bild kreiert und die Street-Art stark beeinflusst hatte.

2008 erschuf er ein weiteres Werk mit Kultstatus: Barack Obama Hope. Auch diese Aufkleber wurden in Städten weit verbreitet, um zu verdeutlichen, dass Kunst demokratisch und allen zugänglich sein sollte. Spätestens seit diesem Zeitpunkt ist der Aufkleber mehr als ein praktischer Informationsträger.

Praktisch, unverzichtbar, variabel: Aufkleber sind Allrounder

Ob schicker Informationsträger, Markenbotschafter oder kleines Kunstwerk auf der Straße – Aufkleber haben die moderne Welt erobert! Wir begegnen ihnen tagtäglich im Supermarkt, in der Umkleidekabine, am Laternenpfahl oder sogar als Give-away bei Events.

Und auch was das Design anbelangt, gibt es keine Grenzen mehr. Die einzige Frage, die da noch offenbleibt: Wie wollen Sie diese kleinen Trendsetter für Ihr Marketing nutzen? Mit welchen Farben, Formen und Botschaften wollen Sie Kunden begeistern?

Unser viaprinto-Team berät Sie gerne, um beste Druckergebnisse zu garantieren. Außerdem gibt es die Aufkleber nun auch direkt von der praktischen Rolle. Es darf gestickert und geklebt werden!

Unsere Gastautorin Sandra Wenger kennt sich aus mit Texten, die die Augen öffnen. In loser Folge wird sie uns eine Weile auf unserer Blog-Reise begleiten und Wissenswertes rund um Farbpsychologie, Formensprache oder ihr Know-how in Sachen Gestaltung teilen. Mehr gefällig? crazy-about-content.de/
29
April
2022
Kundenstimmen April 2022

Das sagen unsere Kunden

„Super Service Kontakt und hilfsbereite Mitarbeiterin!!“
26.4.

„Wie immer sehr zufrieden: Super schnelle Lieferung. Toller Druck. Einfache Handhabung.“
26.4.

„Für unsere Weinbruderschaft entwerfe ich die Etiketten per Power Point und sehe mir den Entwurf online an. In jedem neuen Jahr entwerfe ich ein neues Motiv. Der Druck sowie der Service sind bestens. Bei Bedarf erhalte ich auch Hilfe.“
20.4.

„Bis jetzt immer toller Support, tolle Ware, unkomplizierter Umgang. Danke.“
19.4.

„Die Information für die Erstellung ist sehr gut erklärend und schlüssig aufgebaut. Die Abwicklung war schnell, die Qualität gut.“
13.4.

„Hervorragende Druckqualität zu einem sehr guten Preis, auch die Faltung der Flyer ist absolut akkurat. Die Haptik des Papiers hält, was sie verspricht. Danke. Immer wieder gerne!“
13.4.

„Meine Lieblingsdruckerei! Vorbildlicher Kundendienst, schnelle Umsetzung der Projekte, benutzerfreundliches Webinterface, sehr gute Preis-Leistung. Hier bleibe ich Stammkunde – Vielen Dank!“
12.4.

„Perfekt einfache Software zum Bestellen und gute Kontrolle beim Bestellvorgang. Sehr große Auswahl der Produkte. Ausgezeichnetes Preis- Leistungsverhältnis. Sehr zu empfehlen.“
12.4.

„Super Qualität in Druck und Falz. Schöne Ansicht des Flyers schon vor Auftrag.“
11.4.

„Einfache Handhabung, toller Service, sehr freundliches Personal bei telefonischem Kontakt!! Ich habe die Leistung von viaprinto schon öfter in Anspruch genommen.“
6.4.

„Der schnelle Service, Aufbereitung, Qualität, Preis/Leistung und der schnelle Versand! Bin begeistert. Immer wieder gerne.“
4.4.

„Wie gewohnt schnell, gut und günstig! Ich kann die Firma viaprinto sehr empfehlen.“
1.4.

27
April
2022
Ehrentag

Alles Gute und weiter so!

Nein, wir wollen NICHT in den sarkastischen Ton verfallen á la „8 Wege eine Grafikdesigner/in in den Irrsinn zu treiben„. Heute ist Welt-Grafiker-Tag! Auch die beste Online-Druckerei Deutschlands begeht diesen Tag mit einer Würdigung unserer eigenen feinen Grafik-Abteilung und der grafischen Arbeit, die tagtäglich in Agenturen, Redaktionen oder Verlagen gemacht wird und sagt DANKE!


Jeden Tag werden Designer aller Art für einen größeren Teil der Umwelt des Menschen verantwortlich. Fast alles, was wir sehen und verwenden, das nicht vom Allmächtigen stammt, stammt vom Zeichenbrett des Designers.

Prinz Philip, Herzog von Edinburgh beim ersten Icograda Designkongress ‚Commercial Artist or Graphic Designer?‘ 1964 in Zürich

Der Erfolg einer Kampagne, eines Spots oder einer Information beginnt schon mit dem grafischen Konzept – wie und über welchen Weg Grafiker „erzählen“ können. Das visuelle Umsetzen einer bloßen Idee hängt maßgeblich vom Handwerk und der Kreativität der Designer ab. Das Ergebnis mag oft „einfach“ daher kommen dabei liegt doch gerade dort die Kunst! Viele Grafikdesigner wissen ein Lied davon zu singen, wie ihnen mitunter Wertschätzung für die Arbeit verwehrt und Misstrauen entgegengebracht werden:



Sie sorgen jedoch maßgeblich dafür, dass Unternehmen ihre Produkte überhaupt verkaufen können, sich Unternehmen aus der Masse abheben. Sie beleben das Internet, animieren, filmen, stellen frei, sind Linienzieher und Schattenkünstler und bringen aufs Blatt, was man nicht in Worte setzen kann.

Wie wichtig auch uns das grafische Arbeiten ist, haben wir im Laufe der Zeit immer wieder in Blogbeiträgen gezeigt und so auch Wissen über das Handwerk versucht weiterzugeben:


Unsere Serie Narratives Gestalten:

DER DESIGNER ALS VISUELLER GESCHICHTENERZÄHLER

VISUELLES ERZÄHLEN ALS IMAGE-FAKTOR

VISUELLE KONZEPTION UND STORYTELLING

MITTEL UND DRAMATURGIE VISUELL ERZÄHLTER GESCHICHTEN


Unsere viaprinto-Wissenstexte:

REDUCE TO THE FLAT: WIE RELEVANT IST FLAT DESIGN?

DENKSPORT DESIGN: GESTALTUNGSGESETZE UND DESIGNPRINZIPIEN

TYPOGRAFIE UND SATZ IM EDITORIAL DESIGN

INTERVIEW: ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT MIT DESIGN


Der Welt-Grafiker-Tag findet jährlich am 27. April statt und geht auf die Gründung des internationalen Grafik-Verbands ico-D (vormals Icograda) aus London zurück. Der Aktionstag soll die Rolle von Grafikern auf der ganzen Welt würdigen.

26
April
2022
Mailing-Vielfalt

Ansprechend ansprechen

Bringen Sie frischen Wind in Ihr Direktmarketing. Egal, ob Sie zu Veranstaltungen einladen, Produkte präsentieren oder Ihre Angebote kommunizieren – mit der Mailing-Vielfalt aus dem Hause viaprinto sprechen Sie Ihre Kunden direkt und persönlich an. Individuell gestaltet, portooptimiert und postaufgeliefert versenden diese Allrounder sich fast von selbst.

Aller guten Dinge sind drei

Dabei haben Sie die Qual der Wahl: Selfmailer, Postkartenmailing oder kuvertiertes Mailing.
Jede der drei Möglichkeiten hat ihre eigenen, exklusiven Vorteile, die je nach Verwendungszweck überwiegen:



  • Postkartenmailing: „Große Wirkung ohne Umschlag“
    Ohne viel Schnick-Schnack und auch ohne Umschlag bringen Sie Ihre Message mit einem Postkartenmailing auf den Punkt. Vorder- und Rückseite gestalten Sie frei nach Ihren Wünschen und Anforderungen – nur einen kleinen Platz für die Adressierung und Frankierung sollten Sie freilassen. Die übernehmen nämlich wir für Sie.
    Den beidseitigen Farbdruck gibt es im Format DIN A6 oder Maxi auf 170 oder 300 g/m² Bilderdruckpapier.

  • Selfmailer: „Selbstverpackt und zugeklebt“
    Auch unser Selfmailer kommt ohne Umschlag aus – Klebepunkte sorgen für den richtigen Halt. Auf hochwertigem Bilderdruckpapier mit einer Grammatur von 170 g/m² platzieren Sie Ihre Botschaft auf 4 bis 6 Seiten, die auf eine Größe von DIN lang gefalzt werden.
    Besonders aufmerksamkeitsstark, weil Format und Design zwischen allen anderen postalischen Erzeugnissen schon im Briefkasten auffallen.

  • Kuvertiertes Mailing: „Auspacken macht Freude!“
    Darf es exklusiv sein? Dann entscheiden Sie sich für ein kuvertiertes Mailing. Der Umschlag schützt Anschreiben und Inhalt, denn auf Wunsch kann ein Flyer Wickelfalz für zusätzliche Informationen und Werbemöglichkeiten beigefügt werden.
     

In allen drei Fällen gilt: Sie kümmern sich um den kreativen Teil mit ansprechendem Design und der Botschaft, die ankommen soll, und wir kümmern uns um Portooptimierung und Postauflieferung. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns: Wir freuen uns mit Ihnen Ihre Mailingkampagne umzusetzen.

Aufmerksamkeitsstark, werbewirksam, persönlich – so lautet Ihr Dreiklang für eine frische, neue Ansprache in Ihrem Direktmarketing!

21
April
2022
Marketing

4 Dinge, die Ihr Marketing verbessern

Um ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Service an den Mann oder die Frau zu bringen, braucht es Zeit, Strategie und ein hervorragendes Marketing. Doch was sollten Unternehmen in ihren Konzepten berücksichtigen? Mit welchen Mitteln erreichen Sie Ihre Kunden und Kundinnen, welche Inhalte sprechen an und repräsentieren nicht nur Ihr Produkt, sondern auch Ihr Unternehmen?
viaprinto hat fünf wichtige Grundlagen zusammengefasst, die Sie in Ihrer Marketing-Strategie berücksichtigen sollten:

  • Zielgruppe:
    Damit Ihr Produkt und Ihre Dienstleistung auch im Marketing und der Werbung bei den „Richtigen“ ankommt, lohnt es sich in jedem Fall eine Zielgruppendefinition vorzunehmen.
    Ist Ihr typischer Kunde eher männlich oder weiblich? Welches Alter wollen Sie ansprechen: eher die Gen Z oder doch die Best Ager?
    Betrachten Sie Ihren Kundenstamm unter diesem Aspekt, um eine oder mehrere Personae zu erstellen, die Ihnen helfen, den Fokus zu behalten. Wie das geht? Erfahren Sie hier mehr!
  • Storytelling:
    Gute Geschichten fesseln, sie erzeugen Emotionen und zeigen eine ganz andere Seite eines Unternehmens. Produkte und Dienstleistungen in einem Kontext zu sehen, der den Alltag portraitiert, kann dem Kunden den Nutzen noch näherbringen als reine Beschreibungen. Lassen Sie Erlebnisse und Emotionen sprechen mit raffiniertem Storytelling.
  • Influencer:
    Markenbotschafter, die Ihre Produkte und Dienstleistungen im Alltag nutzen und das auch zeigen, können Ihrer Marke einen enormen Schub geben. Denn viele Influencer genießen das Vertrauen ihrer Follower und haben sich so etwas wie eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut.
    Achten Sie aber bei der Wahl Ihrer Markenbotschafter darauf, dass sie zu Ihnen passen. Wie Sie das tun, zeigen wir Ihnen.
  • Bildkonzept:
    Bilder sind starke Werkzeuge – sie erwecken Emotionen, erzählen Geschichten. Aber: sie müssen zum eigenen Konzept passen.
    Am besten macht sich ein umfassendes Bildkonzept, das sich durch Ihre Unternehmenskommunikation zieht. So gelingt es nicht nur großen Unternehmen schnell einen hohen Wiedererkennungswert zu erreichen.
14
April
2022
Servicezeiten

Ein schönes Osterfest!

Das viaprinto-Team wünscht Ihnen erholsame Feiertage im Kreis Ihrer Lieben und im Angesicht der Frühlingssonne.

Sie erreichen unseren Kundenservice wie gewohnt täglich zwischen 8 – 18 Uhr, außer an den beiden Feiertagen Karfreitag und Ostermontag.

oder direkt per E-Mail: service@viaprinto.de

31
März
2022
Kundenstimmen: März

Das sagen unsere Kunden

„Wir drucken hier schon seit längerem unsere Broschüren und sind sowohl mit der Lieferzeit wie auch der Qualität und vor allem dem Service bei Rückfragen oder Änderungswünschen sehr zufrieden! Vielen Dank.“
29.3.

„Qualität und Schnelligkeit – Service einfach sehr gut. Preis- /Leistungsverhältnis in Ordnung und das Onlineportal ist spitze.“
28.3.

„Persönliche, fachkompetente telefonische Beratung und Unterstützung.“
23.3.

„Super Service. Einfache Abwicklung. Perfekte Qualität.“
23.3.

„Die beste Online-Druckerei. Ich war im Internet auf der Suche nach einer Online-Druckerei und bin auf viaprinto.de gelandet. Dort wurde mir sehr viel geholfen. Ich kann von viaprinto.de nur Gutes sagen, sehr nettes und hilfreiches Personal, ich bin sehr zufrieden.“
21.3.

„Kompetente Beratung, Qualität hervorragend, sehr schnelle Lieferung: besser geht es nicht!“
17.3.

„Die Online-Bearbeitung der Drucksachen ist sehr gut. Man kann sehr schnell Alternativen darstellen. Die Lieferzeit von der Bestellung bis zum Posteingang war superschnell. Auch an der Qualität der Produkte gab es gar nichts auszusetzen.“
16.3.

„Super Sache wie immer. Sehr schnelle Lieferung! Der erworbene Druck ist hervorragend und das Material genau das was ich brauche.“
14.3.

„Ich bin selbst gelernter Drucker und bin postiv überrascht, wie schnell und gut mir meine Briefbögen geschickt wurden. Druck ist super, Papierqualität passt. Preis ist der Hammer, und selbst die Verpackung ist sehr sicher gemacht, damit dem Papier nichts passiert. Gerne 5 Sterne und ich werde auch wieder bestellen.“
15.3.

„Sehr hilfsbereit in der Vorbereitung sowie schnelle und absolut hochwertige Ausführung. Ich hab schon mehrmals bei viaprinto bestellt und bin rundum zufrieden. Danke auch für die gute und freundliche Betreuung. Gerne wieder.“
15.3.

„Alle bestellten Produkte wie Postkarte, Plakat und Banner in hervorragender Qualität und noch, wie immer, vor Ablauf der Lieferfristen erhalten.“
12.3.

„Schnell, gute Qualität.“
2.3.

29
März
2022
Büro-Comeback

Back to the office!

Es geht zurück ins Büro: hybride Arbeitsmodelle, shared workspaces, mobiles Arbeiten und Vollzeit-Office. Die Möglichkeiten sind vielfältig – nur eines ist klar: eine Rückkehr ins Office will vorbereitet sein.

Nutzen Sie die Chance Ihren Mitarbeitenden neue Arbeitsmaterialien an die Hand zu geben, die nicht nur praktisch sind, sondern auch gebrandet. Damit stärken Sie die Identifikation mit Ihrem Unternehmen und schaffen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Blöcke /Schreibtischunterlagen

Ideen, Notizen und Scribbles brauchen Platz! Ob kariert, liniert, mit Spirale, Umschlag oder Klebebindung – Hauptsache sie erstrahlen im Corporate Design.



Denn das kleine Logo in der unteren Ecke oder die gestaltete Kopfzeile sind Blickfänger, die während Arbeit und Brainstorming nicht im Weg sind, aber trotzdem auch beim zweiten und dritten Blick immer wieder auffallen. Daneben, darüber und darunter bietet sich genug Freifläche, um der Kreativität freien Lauf zu lassen.


Für den schnellen Gedankenaustausch oder das Notieren von wichtigen Dingen im Arbeitsalltag eignen sich auch Schreibtischunterlagen hervorragend, denn sie liegen immer bereit – unter der Tastatur, unter der Maus, im Büro und im Home-Office. Das Offsetpapier mit hohem Weißegrad ist gut beschreibbar und zudem mit einer Verleimung versehen.


Ordnung muss sein

Wer zwischen mobilem Arbeiten und dem Büro wechselt, muss nicht nur in seinen digitalen Daten für Ordnung sorgen, sondern immer auch wissen, welche Unterlagen physisch vorliegen müssen, um aktuelle Vorgänge bearbeiten zu können.



In Präsentationsmappen lassen sich die benötigten Papiere organisieren und problemlos von einem zum anderen Ort transportieren.
Vor Ort dann sorgen Ordner und Register dafür, dass jede Notiz, jedes Schreiben und jedes Formular den richtigen Platz finden.

25
März
2022
Comeback der Kataloge

Kataloge: So schön kann shoppen sein!

Haptische Momente machen den Unterschied in Zeiten verstärkter Onlinepräsenz. Sie schaffen Kundennähe und signalisieren Service auf allen Gebieten.

Vor allem Kataloge erleben jetzt wieder ein Comeback. In aller Ruhe können Kunden, die nun endlich mal wieder etwas Gedrucktes in den Händen halten möchten, in ihnen blättern und positiv gestimmt, Kaufentscheidungen treffen. Es ist die Gelegenheit für Unternehmen, Kataloge als wertige Informationsquelle mit tiefen Einblicken zu Marke, Sortiment, Trends und Stilbewusstsein zu nutzen.


Kataloge sind wieder in.

Weg von der reinen Produktauflistung, hin zum Katalog-Magazin, oder neudeutsch Magalog. Hochwertig veredelt außen, sinnliche Bilder und inspirierender Content innen – so schön kann shoppen sein! Und wer weiß, vielleicht wird aus dem wohldesignten Katalog auch ganz schnell ein Sammlerstück, das im Regal steht, oder auf dem Beistelltisch als Hingucker landet. Hier wird er übrigens auch zum Blickfang für diejenigen, die eigentlich nicht zur Hauptzielgruppe gehören.

Wenn Sie Ihre neuesten Produkte und Trends in einem Katalog bei viaprinto online drucken lassen, erleben Sie das reinste Variantenfeuerwerk: Von der Klammerheftung über die Spiralbindung und Klebebindung bis zur Version als Handbuch mit Hardcover haben Sie die Auswahl. Drucken Sie in den Formaten hoch, quer oder quadratisch. Ein Extra-Feature haben unsere Broschüren mit Klammer– und mit Ringösenheftung: Perforationslinien! Die feine Stanzung ermöglicht das leichte Abtrennen von Seiten oder Teilen davon.

Das sind die Druck-Highlights von Katalogen:

  • Bindungsarten: Klammer, Ringöse, Spirale, Kleber
  • Formatvielfalt: Hochformat, Querformat, quadratisch
  • Umschläge: Hardcover, Softcover, Folienblatt
  • Als Handbücher: farbiger Umschlag, Inhalte in Schwarz-Weiß
  • Veredelungsmöglichkeiten außen
  • Perforationen auf Innenseiten bei Broschüren mit Klammer- und Ringösenheftung
22
März
2022
Re-Opening

Willkommen zurück!

Wiedereröffnung, Re-Opening, Neustart – in den letzten Wochen erfolgte eine schrittweise Öffnung verschiedener gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Einrichtungen für den Publikumsverkehr. Eine Herausforderung, aber auch eine große Chance für Unternehmen.

Denn: die eigenen Produkte und Dienstleistungen können wieder in größerem Umfang zur Schau gestellt werden und erreichen damit mehr Menschen. Nutzen auch Sie Ihre neue, alte Reichweite aus, indem Sie sich und Ihr Unternehmen auf Ihren Verkaufsflächen aufmerksamkeitsstark präsentieren.

Kataloge

Fassen Sie den Umfang Ihrer Leistungen übersichtlich auf einigen Seiten zusammen – machen Sie aus Ihrem Portfolio einen ansprechenden Katalog, der Ihren Kunden zeigt, was sie erwarten können. Gleiches gilt für Ihre Produkte. Präsentieren Sie sie mit ansprechenden Grafiken, Designs und Layouts auf beispielsweise bis zu 400 Seiten in der Broschüre Klebebindung.



Die kleinen Meisterwerke können Sie dann praktisch auf dem Verkaufstresen platzieren, per Brief verschicken oder aber in einem Display passend zu Dienstleistung oder Produkt auslegen.


Flyer

Flyer gibt es in einer bunten Vielfalt – als Einzelblatt, als Doppelseite oder aber in diversen Falz-Varianten. Jedes Exemplar bietet sich für einen anderen Zweck an: aktuelle Angebote, Ausleger im Verkaufsraum oder aber Informationsblätter, die mit den wichtigsten Details Ihrer Arbeit gespickt sind.



Persönliche Einladungen

Geben Sie Ihren Kunden und Kundinnen Bescheid über Ihre Wiedereröffnung – mit einer persönlichen Einladung. Gestalten Sie Gruß- oder Postkarten und versenden Sie diese postalisch. So zeigen Sie nicht nur Ihre Wertschätzung, sondern können zudem noch konkrete Daten oder Angebote kommunizieren.



Um die Treue Ihrer Kundschaft zu fördern, können Sie auch Grußkarten zu persönlichen Ereignissen wie Geburtstagen verschicken. Kleiner Tipp: Gestalten Sie die Karten so, dass Sie sie für mehrere Zwecke verwenden können. Wie wäre es mit einer ansprechenden Grafik und Ihrem Logo in einer der Ecken? Im Innenteil haben Sie dann Platz genug für eine handschriftliche Widmung.


Plakate, Roll Ups & Beachflags

Sorgen Sie für Ihre Außenwirkung: Ein Roll Up im Schaufenster oder ein Beachflag vor der Tür zeigt Kunden und Interessenten Ihre Präsenz und Erreichbarkeit. Gestalten Sie es ansprechend, dann sind Ihnen die Blicke nicht nur in der Fußgängerzone sicher.

Doch auch Plakate sind an strategisch vorteilhaften Punkten ein Blickfänger, der den Weg zu Ihnen weist oder auf Ihre aktuellen Veranstaltungen, Angebote oder andere interessante Informationen hinweist.
Übrigens: Plakate gibt es auch auf Neonpapier – für noch mehr Aufmerksamkeit!


17
März
2022
Serie: Narratives Gestalten

Mittel und Dramaturgie visuell erzählter Geschichten

In den ersten drei Folgen unserer Serie hatten wir uns mit dem Stellenwert von Narrativen in der Unternehmens-Kommunikation als Imagefaktor und der Narrativ-Konzeption befasst. Der letzte Teil geht der Frage nach, welche Mittel ein visuelles Narrativ braucht und für seine Ziele einsetzt.

Narrative lassen sich kurz und knapp wie Slogans zusammenfassen und werden doch langfristig aus einem komplexen Geflecht unterschiedlicher kommunikativer Mittel und Kanäle gebildet. Die Methode zur Vertiefung und Etablierung eines Narrativs in der Zielgruppe ist die kontinuierliche Kommunikation. Diese muss intermittierend stattfinden, also nicht gleichförmig in gleichen Abständen und erwartbaren Formaten. Vielmehr lässt man über einen langen Zeitraum verschiedene Medien miteinander interagieren, die sich ergänzen, dabei aber immer weiter die narrative Kernaussage verstärken.

Wie ambitioniert oder der Zielgruppe angepasst man das visuelle Narrativ gestaltet, hängt vom Angebot und den Erwartungen der Zielgruppe ab.

Originalität und Konformität

Die Schwierigkeit der visuellen Kommunikation auch im Hinblick auf das vermittelte Narrativ liegt darin, originell zu sein, um wahrnehmbar zu werden, ohne die Zielgruppen zu verschrecken oder an ihnen vorbei zu kommunizieren. Ein visuell ausgeformtes Narrativ setzt sich aus der Bildwelt und den Design-Elementen aller eingesetzten Medien zusammen.

  • Will man beispielsweise Internationalität demonstrieren, müssen auf Fotos Menschen verschiedener Kulturkreise zu sehen sein – und zwar immer wieder über einen langen Zeitraum hinweg, bis die Motivik verinnerlicht ist und ins Unterbewusstsein der Betrachter gedrungen ist.
  • Will man Naturschutz kommunizieren, sollten Reportage-Fotos vom Einsatz für die Natur zu sehen sein. Sie müssen so lebensnah fotografiert sein, dass die Leidenschaft für den Naturschutz glaubwürdig erscheint.
  • Möchte man als modern und innovativ wahrgenommen werden, ist ein Corporate Design zu gestalten, das diesen technologischen Ansatz vermittelt, ohne kalt auf den Betrachter zu wirken.

Die Kunst der Etablierung eines visuellen Narrativs liegt darin, nicht Einzelmaßnahmen aufeinander folgen zu lassen, sondern integrierte kommunikative Pakete zu schnüren, wie es die klassische Werbekonzeption seit jeder realisiert: also den Website-Relaunch mit einer Direkt-Mail-Kampagne zu begleiten oder neben Google-Ads und Facebook-Ads als digitalen Anzeigenformaten eine Print-Anzeigenkampagne realisieren, die einen Online-Wettbewerb unterstützt.

Mittel des visuellen Narrativs

Die visuelle Vermittlung von Narrativen vollzieht sich vor allem über einen spezifischen Stil. Ob man Inhalte und Daten nüchtern in Tabellen und Diagrammen vermittelt oder ausgefeilter in Geschäftsgrafiken oder Infografiken ist nicht nur eine Frage der adäquaten Form, sondern eine Frage unternehmerischer Individualität. Der Design-Stil richtet sich nach den zu vermittelnden Inhalten:

  • Ein Software-Unternehmen könnte ein technoides Erscheinungsbild mit geometrischen Digital-Illustrationen realisieren,
  • ein veganer Lebensmittelhandel ein organisches Design mit expressiven Handillustrationen.

Damit wäre aber noch nicht gesagt, wie sehr das jeweilige Design zum Kunden und zu seinen Kunden passt. Viele Branchen haben zudem das Problem, dass zunächst eine Lösung gefunden werden muss, wie man etwas verständlich abbildet. Da gibt es Labore, deren Testverfahren quasi unsichtbar sind. Soll man die Maschinen abbilden, mit denen die Tests durchgeführt werden? Oder die Glücklichen Gesichter der Auftraggeber, wenn sie ihre Testergebnisse in Händen halten? Sinnvoll ist es, herauszuarbeiten, welche Nutzen die Tests ihren Auftraggebern bringen und dies fotografisch zu zeigen:

  • Die Stadtwerke eines Ortes, die ihre hervorragende Trinkwasser-Qualität beweisen können.
  • Die preisbeeinflussende Brennwertermittlung für eine Kohle- und Kokslieferung aus Übersee.
  • Der Hauseigentümer, der durch eine Bodenprobe, einen Prozess gegen ein benachbartes Industrieunternehmen gewann, aus dessen Tanks Verunreinigungen ins Erdreich gesickert waren.

Wie diese Analyseergebnisse letztlich visualisiert werden, ist eine kreative Aufgabe. Entscheidend ist aber zunächst die Wahl der Perspektive auf das Darzustellende und die Art der Ausführung.

Visuelle Darstellungsformen

Visuell umgesetzt können Inhalte in vielen verschiedenen Darstellungsformen werden.

  • Grafik: Eine Grafik kann eine Hand- oder Digitalillustration sein oder ein Schaubild, ein Cartoon, ein in Öl oder Aquarell gemaltes Bild oder ein abstrahiertes Piktogramm, das in ein ganzes Piktogramm-System münden kann.
  • Foto: Fotos können ganz klassisch aufgenommen, retuschiert, digital verändert oder mit Illustrationen kombiniert werden. Auch können Farb-Filter oder das Motiv verändernde Digitalfilter zum Einsatz kommen. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten, Fotos digital zu rahmen.
  • Meme: Im Internet gibt es andere Formen der visuellen Präsenz, zum Beispiel witzige Grafiken, Fotos oder Kombinationen aus beiden, die viral online eingesetzt werden sollen, die sogenannten „Memes“.
  • Comic: Wer nicht einzelne Cartoons nutzen möchte, ersinnt Figuren wie ein Maskottchen und baut dies zu einem Comic aus, das aus mehreren Bildern oder vielen Seiten bestehen kann – als einmaliges Projekt oder als Comicreihe mit Serienheld.

Welches visuelle Medium man nutzt, hängt auch davon ab, wie gut die Unternehmenstätigket zu visualisieren ist. Einfach ist es, wenn Produkte vorhanden sind. Geht es um Dienstleistungen, kann es schwieriger werden, je nachdem, wie augenfällig die Tätigkeit darstellbar ist. Dann sind symbolische Fotos möglich, die etwas nicht konkret abbilden, sondern ein Sinnbild für das Ergebnis einer Unternehmenstätigkeit suchen.

Das Verbindende unterschiedlicher visueller Mittel stellt das Corporate Design sicher und realisiert damit einen maßgeschneiderten Gestaltungsstil, der hilft, visuell Aufmerksamkeit zu erregen und individuell wahrgenommen zu werden.

Teilstücke des großen Narrativs

Jedes kommunikative Mittel, auch wenn es als Hauptzweck z.B. ein aktuelles Angebot bewirbt, muss zumindest auch im Dienst des übergeordneten Narrativs stehen. Im Zweifelsfall kann es schon genügen, dass die Bildsprache in eine Richtung weist. Es muss aber immer wieder Werbemittel geben, die das Haupt-Narrativ direkt abbilden und vertiefen. Ein Narrativ hat sich dann verfestigt und etabliert, wenn man ihm wieder und wieder wie selbstverständlich begegnet ist und sich an die Symbolik und Bildsprache gewöhnt hat. Ab da nämlich genügt die Rezeption von Versatzstücken der Bildwelt, um assoziative Abläufe in Gang zu setzen und die Erinnerung in Gang zu setzen.

Wirkung und Produktion von Drucksachen

Visuelle Narrative bestehen aus Bildwelten, die aus Fotos, Illustrationen und Bewegtbild geformt werden. Das heißt, Bilder stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ähnlich wie ein Regisseur beim Film, hat der Designer, Art Director oder Creative Director in Zusammenarbeit mit dem Produktioner vorher Entscheidendes festgelegt: etwa Bildinhalte, Bildgrößen, den Farbkanon oder bei Printprodukten die Druckart und Konfektionierung.

Dazu gehört auch die Papierbeschaffenheit und ihre Veredelung – etwa mit Drucklack, Prägung oder einer Stanzung. Schon das Papier alleine macht einen Unterschied und erzählt eine kleine Geschichte:

  • Matt gestrichenes Papier etwa steht für visuelles Understatement,
  • glänzendes Papier oder Papier, das mit hochglänzendem UV-Lack veredelt wurde, lässt das Druckmotiv regelrecht ins Auge springen.

Dies kann beispielsweise in einem Autoprospekt die hochglänzende Speziallackierung des Cabrios noch realistischer wirken lassen. Oder in einem Katalog für ein Musikgeschäft den Klavierlack eines Flügels besonders realistisch erscheinen lassen. Die richtige Kombination von Papierart mit Veredelung, die kongenial die Gestaltung unterstützen, arbeiten die Prägnanz oder Schönheit eines Entwurfs erst richtig heraus – und legt damit aber auch fest, wie offensiv das Erscheinungsbild nach außen wirken soll. Die Besonderheit von gedruckten Medien ist, dass sie im Gegensatz zu virtuellen Bildschirminhalten eine Haptik haben. Man kann Drucksachen durchblättern, ihre spiegelnde Oberfläche wahrnehmen und sie zum internetunabhängigen Begleiter in den eigenen vier Wänden machen.

Fallbeispiel 1: Das Selbstverständnis der USA als Narrativ

Narrative können umfassend sein. Damit verhält es sich wie mit den Proportionen eines Eisberges: Der kleinere Teil befindet sich über der Oberfläche, der weitaus größere darunter. Hinter einer relativ kurzen Aussage kann sich eine komplexere Botschaft in Form einer Geschichte verbergen. Als Beispiel kann Amerikas Selbstbild dienen. Dort wurden zwei sprachlich geprägte korrespondierende Bilder geprägt:

  • „Vom Tellerwäscher zum Millionär“
  • „Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“

„Vom Tellerwäscher zum Millionär“ ist das Versprechen, dass jeder es schaffen könne, es zu etwas zu bringen. Er müsse sich nur anstrengen, clever sei und dürfe nicht aufgeben. Verstärkt werden solche universellen Narrative von Erfolgsgeschichten herausragender amerikanischen Unternehmer oder Unterhaltungskünstler.

Dies korrespondiert mit dem zweiten Narrativ: „Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Es suggeriert, dass alles, was ein Mensch erreichen will, auch erreichbar ist. Beide Narrative klingen wie motivierende Werbeslogans, dabei sind sie sowohl Motivation als auch Selbstbild-Definition. In einem solchen Narrativ sagt sich die Nation selbst, wer sie ist oder eigentlich: wer sie sein will. Jedes weitere Bild, dass nun sagenhaften Reichtum zeigt, zementiert dieses Narrativ weiter. Viele andere Insignien von Reichtum und Erfolg tun dies ebenso: Fotostrecken von Glitzerstädten wie Las Vegas oder lebensprägende technologische Erfolge durch die großen Technologie-Konzerne Apple, Google, Facebook, Microsoft, Tesla, Amazon oder Netflix. Selbst Symbole wie die amerikanische Flagge oder die Freiheitsstatue werden als visuelle Stellvertreter mit dem Narrativ verknüpft.

Fallbeispiel 2: Mercedes Benz und sein Narrativ der Solidität

Ein deutscher Autokonzern wie Mercedes Benz, der sowohl für technische Zuverlässigkeit wie für Innovation steht, transportiert seine Inhalte auch über Narrative, zum Beispiel

  • durch große Erfolge in der Formel 1,
  • über junge Influencer in Social-Media-Kanälen, die in Mercedes-SUVs fahren und daraus in ihren Videos berichten oder
  • über die Darstellung technischer Details, von Fahrkomfort und Nutzen seiner Leistungsfähigkeit in Broschüren, Direkt-Mailings oder im Web.

Dabei haben sich auch die Slogans, die ein Narrativ auf den Punkt bringen, gewandelt bzw. je nach Fahrzeugklasse diversifiziert:

  • Mercedes-Slogan früher: „Ihr guter Stern auf allen Straßen“
  • Mercedes-Slogan heute: „Das Beste oder nichts“
  • S-Klasse: „Mehr als nur Transport“
  • C-Klasse: „Willkommen in der Komfort-Zone“

Mercedes vermittelt auch visuell in gediegenen Fotostrecken ein Narrativ, das einen denkbar großen Bogen vom Erfinder des Automobils bin zu aktueller ausgereifter Spitzentechnologie spannt, die Sicherheit, Luxus und Verlässlichkeit kommuniziert. Dabei spielen Fotomotive eine Rolle, die die PKWs manchmal als entfernte Verwandte von Raumschiffen erscheinen lassen, andererseits aber auch Umweltgedanken transportieren. So lautet eine Überschrift aus einem Anzeigenmotiv für einen E-PKW von Mercedes: „Naturschutz trifft Insassenschutz“. Fotografiert wurden viele Mercedes-Luxus-PKWs relativ formatfüllend. Die Bildsprache vermittelt so Stärke und Dominanz.

Fazit: Ansätze visueller Narrative

Fazit: Ansätze visueller Narrative

Damit ein Narrativ verfängt, muss es stilsicher sein, prägnant und kompakt:

  • Die einfache und kurze Darstellung der Grunderzählung, ermöglicht ein gutes Erinnern
  • Jede Geschichte hat eine adäquate medial-visuelle Vermittlungsebene, die sich nach den Kommunikationszielen, der Zielgruppe und der Unternehmensidentität richtet.

„Mediale Vermittlungsebene“ bedeutet, dass es passende Medien gibt, das die Geschichte wie ein Händler „vertreiben“ bzw. ausdrücken. Ein visuell transportiertes Narrativ in Form einer Imagebroschüre oder eines Flyers funktioniert anders als ein Podcast oder im heiteren „TikTok“-Kurzvideo-Kanal – jedes Mal geht es darum, dass das Medium als Vertriebsort Aufmerksamkeitswerte generieren soll. Um das zu erreichen, ist nicht nur eine glaubwürdige Geschichte wichtig, sondern eine, die dem Medium und seiner Zielgruppe gerecht werden. Kompaktheit ist in der Unternehmenskommunikation wichtig. Zumindest muss es eine innere Ökonomie der Gliederung einer Drucksache geben. Die führt dazu, dass wichtige Inhalte sehr schnell beim Erstkontakt über Bilder als Hingucker, Überschriften, Vorspänne, Infokästen selbst beim oberflächlichen Rezipieren wahrgenommen werden.

Ralf Wasselowski
Unser Gastautor: Ralf Wasselowski. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen und ist ein Kenner der Design-, Grafik- und Werbebranche. ©Ralf Wasselowski