19
Februar
2018
Feature News #machwasdraus

Profi-Datencheck: Mehr Information geht nicht.

„What you see is what you get” ist kein Superhit aus den 80er Jahren, sondern die Devise bei viaprinto. Was der Kunde in der Druckvorschau sieht, bekommt er auch. Die blätterbare, virtuelle Vorab-Ansicht zeigt die für den Druck hochgeladenen Dokumente, die kostenfrei auf Drucktauglichkeit geprüft wurden.

Doch damit nicht genug! Mit dem Profi-Datencheck legen wir noch einen oben drauf und liefern Ihnen noch vor Abschluss Ihrer Bestellung detaillierte Informationen zu den Ergebnissen einzelner Checks.

Mit unserer Erweiterung prüfen wir zum Beispiel die Bildauflösung, den Farbraum, Transparenzen oder Sonderfarben und bieten Ihnen quasi einen Blick hinter die Kulisse beziehungsweise in Ihre Druckdatei. Gecheckt werden Ihre Daten auch hinsichtlich Textgröße oder den Abstand der Objekte zum Rand.

 

Profi-Datencheck für Stofftaschen

Unsere Produkte aus Textil, die im Siebdruckverfahren gedruckt werden, also die Stofftaschen, prüfen wir zudem zu ihrer Farbanzahl und der Verwendung von Vektordaten und Grafiken. Die angepassten Sonderfarben auf Taschen und Co. listen wir Ihnen auf. Sie erhalten  konkrete Informationen zu den Ergebnissen bis hin zu Handlungsempfehlungen für eine bessere Qualität.

Wir informieren Sie über Auffälligkeiten, die im Druckdokument gefunden wurden und darüber, wie sie sich auf das Druckbild auswirken könnten. Doch keine Sorge! viaprinto kann Einiges im Profi-Datencheck automatisch den Vorgaben anpassen. So muss das Dokument nicht immer wieder neu hochgeladen werden, damit am Ende die Daten auch brauchbar sind. Das spart Zeit und Nerven.

Der Profi-Datencheck für Produkte aus Papier, Der Profi-Datencheck mit seinen Einzel-Überprüfungen.

 

Das Profi-Datencheckergebnis bei Stofftaschen.

 

Und so gehts:

  • Wählen Sie im Rahmen der Konfiguration den Profi-Datencheck und klicken Sie nach dem Upload Ihrer Dateien unter „3. DATENCHECK PROFI“ auf „DATEN PRÜFEN“.
  • Selbstverständlich stellen wir Ihnen die vollständigen Ergebnisse auch als PDF zum Download unter „MEINE BESTELLUNGEN“ und auf der Bestellbestätigungsseite zur Verfügung.

In Verbindung mit der Vorschau, ist unser Profi-Datencheck nicht nur fair und transparent, sondern einmalig im Online-Druck.

 

viaprinto wünscht guten Mehrwert und nützlichen Input mit dem neuen Feature!

15
Februar
2018
Stofftaschen

Griffige Handlanger und Schulterträger.

Unsere brandneuen Stofftaschen kommen viel rum, hängen griffbereit und können Einiges (er)tragen. Außerdem zählen sie zu den klassischen Accessoires des modernen Stadtbewohners und sind wie gemacht für den Transport wichtiger Dokumente bei Messen und Netzwerktreffen.

Neben Äußerlichkeiten kommt es bei diesen Beuteln vor allem auf Inhalte an. Und zwar in zweierlei Hinsicht: Ihre Aufnahmefähigkeit ist zwar nicht unbegrenzt, dafür aber ganz schön hoch. Zwei komfortable Henkel, auf Wunsch in zwei Längen, sind für diese Fälle extra-fest an die Taschen angenäht. Da kann also nichts abreißen. Genauso wenig wie bei unseren Baumwollrucksäcken, deren Doppelkordel den Tragekomfort auf dem Rücken noch steigert. Dies zum einen.

Die Baumwollrucksäcke haben ein Format von 370 x 460 mm.

Zum anderen sind alle Komponenten unserer neuen Baumwoll– ,Vliestaschen und Rucksäcke von bester Güte. Bei den fein gewebten Baumwolltaschen tragen sowohl der Stoff als auch der Garn und weitere Bestandteile das Oeko-Tex®-Zertifikat. Die Vliestaschen sind ebenso erstklassig, dafür viel leichter. Sie bestehen schließlich aus gegossenem Polypropylen mit einer Grammatur von 80 g/m² (die Baumwolltaschen mit 140 g/m²).

Die Struktur der Vliestaschen ist sehr glatt und blickdicht. Bis zu elf Grundfarben sind wählbar.

Vor Blicken schützt auch die fein gewebte Baumwolle. Die festa angenähten Henkel halten viel aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Völlig neue Möglichkeiten der Gestaltung haben uns die Stofftaschen gleich mitgebracht. Bedruckt werden sei nämlich ausschließlich im Siebdruckverfahren. Auf bis zu 12 Taschenfarben bei den Baumwolltaschen und auf bis zu 14 Farben bei den Rucksäcken druckt ihnen viaprinto bis zu drei Sonderfarben im strahlenden Pantone-Farbraum auf die Vorder- oder Rückseite oder auf beiden Seiten der Tasche. Auf Wunsch und für ein 100-prozentiges Farberlebnis wird dem Druck noch eine Grundierung verpasst. Wird die Grundierung, also ein Weißdruck unter dem Motiv, weggelassen, ist kein volles Farbergebnis möglich. Der Farbton wird nicht getroffen und es kommt zu deutlichen Abweichungen:

Bei weißen Taschen kann die Grundierung getrost weggelassen werden.

Das Goldene Vlies können wir Ihnen zwar nicht bieten, aber hochwertige Vliestaschen! Wählen Sie hier aus elf Taschenfarben aus, die Sie in Schwarz oder Weiß auf der Vorder- und Rückseite oder auf nur einer Seite bedrucken können. Die Grundierung fällt bei den Vliestaschen weg.

Für alle unsere Stofftaschen gilt: Bitte legen Sie Ihre Druckdateien im Maßstab 1:1 an.

Und weil unsere neuen Werbeträger keine Kompromisse mit der Umwelt schließen, ja, unendlich oft verwendbar sind, können sie natürlich auch klimaneutral gedruckt werden.

 

Alle wichtigen Taschenmerkmale haben wir hier für Sie zusammengepackt – Verzeihung, zusammengestellt:

  • das Format: 380 x 420 mm, 370 x 460 mm (Rucksäcke)
  • 12 Taschenfarben bei den Baumwolltaschen, 11 Farben bei den Vliestaschen und 14 Taschenfarben bei den Baumwollrucksäcken wählbar
  • Oeko-Tex®-zertifizierte Baumwolle (nur Baumwolltaschen) in 140 g/m² oder Vliestaschen aus Polypropylen 80 g/m²
  • zwei Henkelvarianten: kurz und lang
  • Kordelzugverschluss mit naturfarbener Doppelkordel bei den Rucksäcken
  • Druck in Pantone C für strahlende Farben
  • wahlweise Grundierung bei Baumwolle
  • Auflagen: ab 100 Exemplaren möglich

Erfahren Sie demnächst hier, weshalb es bei viaprinto so viel einfacher ist, seine Stofftaschen bedrucken zu lassen und weshalb es völlig egal ist, welches Dateiformat Sie für den Druck verwenden.

2
Februar
2018
Qual der Auswahl

Gibt es die perfekte Speisekarte?

Da kann man sich ja kaum entscheiden! Schön, wenn eine Speisekarte viel zu bieten hat und dann auch noch klar strukturiert ist. Wir haben mal jemanden zu Wort kommen lassen, der sich mit Speiskarten auskennt: Balázs Tarsoly und seine Agentur Branding Cuisine entwickeln und betreuen systemgastonomische Marken.

Die Speisekarte spielt eine zentrale Rolle in der Gastronomie, sie vermittelt dem Gast das Angebot und ist doch mehr als das. Da die meisten Entscheidungen, vor allem im Restaurant, mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf getroffen werden, darf die Ansprache ruhig emotional ausfallen. Worauf kommt es bei ihrer Gestaltung an? Welche Regeln gibt es zu beachten? Die Gewinnerformel, die für alle Speisekarten gilt, gibt es nicht.

In der Karte sind Speisen und Zutaten die Stars. Sie sollten mit Bildern schön in Szene gesetzt werden. ©Branding Cuisine

Speisekarten müssen je nach Restaurantkategorie ganz unterschiedlichen Ansprüchen genügen. Die Erwartungshaltung des Gastes ist in einem Fine Dining Restaurant anders, als an der Currybude und manchmal ist gerade das Nichtvorhandensein der Speisekarte das Qualitätsmerkmal, das dem Gast das Gefühl vermittelt, hier sei mit frischen Zutaten vom Markt nur für ihn gekocht worden. Nicht umsonst ist die Kreidetafel-Optik weiter angesagt. Ihren unverwüstlichen Nimbus behält die klassische Speisekarte aber nach wie vor bei. Denn strategisch geplant sind die „stillen Verkäufer“ ein handfestes Marketinginstrument.

Eine Speisekarte kann ein wichtiges Werkzeug dafür sein, mehr Gäste und Umsatz zu bekommen. Folgende Regeln helfen, mehr aus seiner Karte zu machen:

 

1. Eine gute Speisekarte gibt Orientierung

Das wichtigste an der Speisekarte ist, dass sie in ihrem Aufbau und in ihrer Kategorisierung des Angebots auf einen Blick begriffen wird. Alle Infos und Speisen müssen einfach zu finden sein.

Den Kategorienamen sollte Zeit gewidmet werden, da diese den Einstieg erleichtern. Ob eine Kategorie „Hauptspeise“ oder „Gebratenes“ heißt, ist auch eine Frage, welche Lüste geweckt werden sollen. Ist eine Speise vegan, vegetarisch oder low carb? Es gibt Gäste, denen diese Art der Kennzeichnung das Maß der Orientierung ist.

Hilfreich ist, gleich vorne alle wichtigen Informationen zu bündeln, nach denen der Gast fragen könnte. Dadurch wird die Seite durch den Leser als Ort der relevanten Informationen identifiziert. Hier können restaurant- bzw. lieferservicerelevante Daten wie Öffnungszeiten, Mindestbestellwert, akzeptierte Zahlungsmittel, Bestelloptionen per Smartphone, Kontaktdetails für Reservierungen und Events, Verweise auf die Allergene und der Hinweis auf die Social Media Kanäle gelistet werden. Auf der Rückseite stehen Webseite, Adresse und Telefonnummer im Vordergrund.

 

Zitate, Portraitbilder und viel Weißraum wirken luftig-leicht und vermitteln Verbindlichkeit. ©Branding Cuisine

2. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Gibt es in einer Speisekarte Bilder, so verkaufen sich die bebilderten Produkte besser, als die ohne Abbildung. Hier kommt es auf die „geschmackvolle“ Bildkomposition an: von oben oder von der Seite, je nachdem, wie das Produkt besser wirkt; die schönste Seite des Produktes am nächsten zur Kamera, Tageslicht nutzen, drapieren nach Weniger-ist-mehr-Prinzip. Die Qualität der Foodfotografie wird immer wichtiger, da der Standard in den letzten Jahren gestiegen ist. Wichtig ist, eine klare Produktzuordnung und Bepreisung direkt am Bild auftauchen zu lassen, um dem Gast das Bestellen zu erleichtern. Wer den absoluten Deckungsbeitrag seiner Produkte kennt, ist bei der Entscheidung, welche Produkte er abbildet, im Vorteil.

 

 3. Geschichten erzählen

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und baut auch zu Marken eine Beziehung auf. Ein schönes Abendessen fordert alle Sinne und ist auch deswegen eine hoch-emotionale Angelegenheit. Daher ist es wichtig, eine authentische Geschichte über sich und sein Lokal zu erzählen. Dies kann in der Speisekarte in verknappter Form im Slogan geschehen; die Story kann aus einigen Sätzen bestehen und am Anfang der Speisekarte platziert sein oder sich wie Artikel eines Lifestyle-Magazins durch die Speisekarte ziehen.

 

4. Die Psychologie der Preise nutzen

Es gibt Preise, die als „normal“ und angemessen empfunden werden und die man bereit ist, zu zahlen. Preise steuern Erwartungshaltungen und positionieren ein Restaurant. Dabei sollten gerade im Mittagsgeschäft psychologische Schwellen beachtet werden. Ein bewährtes Hilfsmittel, solche Schwellen zu überwinden ist die Verwendung von Toppings: So kann eine Speise 9 Euro kosten und unter der magischen Mittagspreisschwelle von 10 Euro bleiben, aber mit einem Topping für 3,75 Euro ergänzt werden. Eine weitere Faustregel gilt es zu beachten: Die Gerichte nicht nach Preisen sortieren.

 

5. Die Speisekarte als Werbemittel

Eine gute Speisekarte, gerade im Lieferservice, eignet sich zum Mitnehmen. Sie kann die beste Werbung fürs Restaurant sein, die man gerne aufhebt und mit der man das Restaurant Freunden weiterempfiehlt. Dass Papier- und Druckqualität dabei stimmen müssen, ist selbstredend. Wertiges und robustes Papier, das richtige Format mit einer stabilen Bindung tragen zum Erscheinungsbild entscheidend bei.

 

Last but not least: die Zusatzstoffe und Allergene. Zusatzstoffe müssen unbedingt in der Speisekarte angegeben werden. Über Allergene darf grundsätzlich auch mündlich informiert werden: An gut sichtbarer Stelle muss dann auf sie hingewiesen werden, auf Nachfrage muss eine schriftliche Dokumentation leicht zugänglich sein.

 

 

©Balázs Tarsoly

 

Unser Autor Balázs Tarsoly
CEO & CCO, Branding Cuisine – Die Agentur aus Berlin betreibt seit mehr als zehn Jahren Food Service Branding.

 

 

 

 

 

 

 

31
Januar
2018
Kundenstimmen

Das sagen unsere Kunden | Januar 2018.

„Sehr freundlicher und zuvorkommender Service, Artikel wurde schnell geliefert und die Qualität ist top. Jederzeit wieder.“
29.1.

 

„Top, die bestellten Einladungskarten – wieder in gewohnter, schöner Qualität – waren nach drei Tagen da. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei viaprinto ist super.“

28.1.

 

„Schnelle Lieferung, gewohnt gute Qualität. Keine Beanstandungen oder Verbesserungswünsche. Besonders die Möglichkeit des pdf-Uploads hebt diesen Anbieter von anderen Fotobuchanbietern ab. Bitte unbedingt beibehalten.“

28.1.

 

„Wir sind mit der Druckerei viaprinto.de sehr zufrieden. Es stimmt einfach ALLES: der Internetauftritt, die Schnelligkeit der Lieferung der Druckerzeugnisse. Und: das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen einfach.“

25.1.

 

„Wie immer eine perfekte Leistung und Abwicklung. Der Standard ist extrem hoch gesetzt und wird erfüllt.“
24.1.

 

„Sehr gute Internetseite, man kann direkt sehen wie das fertige Produkt (bei mir ein Banner mit einem Foto) aussehen wird.“
23.1.

 

„Super leichte Handhabung. Visitenkarte erstellen, hochladen und Veredelung auswählen und prompte Lieferung. Alles super.“
18.1.

 

„Sehr schönes Firmenschild geworden. Meine Kundin und ich sind sehr zufrieden.“
14.1.

 

„Super-schnelle Lieferung und top Qualität. Hatte im Vorfeld mit dem Kundenservice telefoniert und selbst der war absolut freundlich und zuvorkommend. Ich werde bei Bedarf definitiv wieder bestellen und gerne weiterempfehlen :-)“
9.1.

 

„Super Firma. Der Kundenservice ist der Hammer. Ware bestens. Immer wieder für weitere Projekte :-)“
9.1.

 

„Einfache und schnelle Konfiguration. Sehr schön ist, dass man am Schluss eine Vorschau des Endprodukts hat. Sehr schnelle Lieferung und das alles noch günstiger als bei Mitbewerbern. Sehr gute Qualität des Produkts. Sehr gerne wieder.“ 8.1.

 

„Alles Bestens. Kundenbetreuung, Auftragsabwicklung und Versand sind sehr gut.“
3.1.

 

26
Januar
2018
viaprinto-Wissen

Bilder verändern und verfremden: Kostenlose Fotofilter für Mediendesigner.

In der letzten Folge unserer Serie mit kostenlosen Design-Ressourcen aus dem Web widmen wir uns dem Thema „Fotofilter“. Filter für Bilder sind – ob als Photoshop-Plug-in, als App oder als Webanwendung – seit langem immer wieder neu im Trend. Wir zeigen, welche kostenlosen Filter lohnenswerte Ergebnisse liefern.

Fotofilter haben eine lange Geschichte, sind sie doch fester Bestandteil von Grafikprogrammen wie etwa „Photoshop“ oder „Gimp“. Es gibt sie meist als Plug-ins oder auch als kleine oder größere eigenständige Programme. Man kann sie zukaufen oder zum Teil kostenlos im Web bekommen. Selbst in einem Vektorprogramm wie Adobe Illustrator lassen sich integrierte Filter anwenden. Folgendes ist allerdings zu beachten:

  • Viele Filter gibt es als kostenlose Test-Versionen, entweder mit reduziertem Leistungsumfang, mit Wasserzeichen oder zeitlich begrenzt. Die Wasserzeichen bei Mobil-Apps lassen sich relativ einfach, sofern es das Bildmotiv hergibt, wegschneiden oder wegretuschieren, da sie meist am unteren Rand sitzen. Man findet Filter, die man zum Beispiel 30 Tage lang mit vollem Funktionsumfang testen und für die Arbeit nutzen könnte.
  • Im Web gibt es zahlreiche ältere Filtersammlungen, die nur mit bestimmten älteren Programmversionen kompatibel sind und nicht auf der aktuellen 64-Bit-Architektur laufen.

Das Bild oben links wurde unter iOS in der Kunstfilter-App „Glaze“ mit drei verschiedenen Filtern künstlerisch verfremdet. ©Jeshu John

Mobile Filter-Kultur durch die Smarphones
Eine Renaissance haben Filter mit dem Aufkommen der Smartphones und Tablets erfahren. Eine kaum überschaubare Anzahl an Apps bietet seitdem die Möglichkeit, Bilder schnell zu verändern.

Dabei ist zu bedenken, dass praktisch alle Apps für die Mobilbetriebssysteme iOS, Android oder Webanwendungen bezüglich der Fotogröße beschränkt sind. Nur wenn man in einem Bildbearbeitungsprogramm in der Regel auf dem Laptop oder Desktoprechner filtert, sind größere Datenmengen zu verarbeiten. In der Praxis können diese Filter-Vorgänge angewendet auf sehr große Bilder aber auch dort lange dauern. Wenn es schneller gehen soll, sind viel Arbeitsspeicher und eine schnelle Grafikkarte erforderlich. Andererseits gibt es Apps, deren Output-Fotogröße einstellbar ist und in ihrer höchsten Auflösung auch oft den Ansprüchen an die Offsetdruck-Qualität entspricht. Bei Mobil-Apps gibt es neben den Kostenlosversionen meist Bezahlversionen, die höhere Auflösungen zulassen.

 

Filtern mit Mobil-Apps
Mobil-Apps ähneln bei grundlegenden Bildbearbeitungsfunktionen wie Kontrast, Schärfe oder Farbumfang Filtervorgängen, die in Photoshop auf anderen Wegen auch zu erzielen wären. Am Desktoprechner erfordern sie meist mehr Klicks, dafür ist die Qualität höher und kontrollierbarer. Apps werden den professionellen Anwender also qualitativ nicht herausfordern. Viel interessanter wird es im Bereich der kreativen Filter. Hier ist Photoshop, was die Qualität seiner Standardfilter anbelangt, zum Teil nicht gut genug oder nicht zeitgemäß. Photoshop beinhaltet im Wesentlichen immer noch Filter, die es schon seit vielen Programm-Versionen gibt und die zu wenig Neues bieten.

Viele Apps, die unter dem Android-Betriebssystem kostenlos angeboten werden, sind unter iOS kostenpflichtig. Zudem sollte man bei der Installation auf die Zugriffsberechtigungen achten, die die Apps verlangen. Denn manch eine App ist zwar kostenfrei, betreibt aber Tracking, verkauft die Nutzerdaten weiter und verdient so ihr Geld. Andere Finanzierungsmodelle sind eingeblendete Werbung und sogenannte InApp-Käufe. Das heißt, man kann in der App weitere Filter oder Funktionalitäten hinzukaufen.

Bildverfremdung mit Retro-Überleger und Bildrahmen in der Webanwendung „Pixlr-o-matic“. ©Jeshu John

 

Standard-Bildbearbeitung und weitergehende Filter-Funktionen
Dabei bezieht sich der App-Funktionsumfang in aller Regel auf Grundfunktionen der traditionellen Bildbearbeitung. Dazu gehört etwa das Ändern des Kontrastumfanges, des farblichen Tonwertumfanges oder die Regulierung der Helligkeit. Auch Einfärben und die Änderung der Sättigung zählen zu den Grundfunktionen.

Viele Apps an Smartphone oder Tablet gehen aber weit darüber hinaus. So lassen sich Rahmen hinzufügen oder Verfremdungseffekte anwenden. Zudem sind durch neue Algorithmen die Möglichkeiten des Filterns nach künstlerischen Maßstäben in neue Dimensionen vorgedrungen.

 

Retro-Filter
Besonders beliebt waren lange Zeit Retro-Filter, die Stilistiken vergangener analoger Zeiten imitieren: ob Polaroid-Ästhetik, ausgeblichene Farbwelten zum Beispiel der 1970er-Jahre oder Simulation von Kratzern oder von anderen Bildstörungen. Verwendung fanden solche Bilder im Print-Sektor oft auf Flyern bzw. insgesamt im Jugend-Kulturbereich. Hier hatte sich zuerst die kostenpflichtige und nur für iOS verfügbare App „Hipstamatic“ einen Namen gemacht.

Eine in der Grundversion kostenlose Entsprechung unter Android heißt Retro Kamera Effekte.

Der „Ölfarbe“-Filter in Photoshop CS6 lag noch auf der obersten Ebene der Filterpalette und war so schnell zugänglich. ©Jeshu John

Künstlerische Filter
Filter, die Bilder in Gemälde umwandeln wollen, kontrastieren, vereinfachen und glätten die Bildinhalte in einem ersten Schritt. Sie werden dann leicht weichgezeichnet bzw. laufen weicher aus, werden dabei abstrahiert bzw. kontrastreicher dargestellt und mit Pinselborstenmustern versehen. Der in Photoshop integrierte Filter „Ölfarbe“ ist ein Prototyp dieser Funktion.

Der „Ölfarbe“-Filter in neueren Photoshop-Versionen versteckt sich in der Unterpalette „Stilisierungsfilter“. Die Wirkung des variantenreichen Filters tritt besonders stark bei niedrigeren Bildauflösungen zu Tage. © Jeshu John

Künstliche Intelligenz und Bildfiltern
Für Furore gesorgt haben ganz neue Algorithmen für die Berechnung von Kunsteffekten in Bildern. Sie basieren auf künstlichen neuronalen Netzen, die eine große Geschwindigkeit bei der Mustererkennung erreichen. So können sie Bilder im Filterprozess schnell und kreativ wie nie zu kleinen Kunstwerken umrechnen.

Beim künstlerischen Filtern haben sich vor allem folgende Webseiten und Apps hervorgetan.

 

Prisma: Eine für Android kostenlose App (für iOS kostenpflichtig), die von Bildern, die man hoch lädt, hochwertige künstlerische Varianten liefert. Es lassen sich eine große Anzahl an Kunstfiltern auf ein Bild anwenden. Teils mit verblüffenden Ergebnissen. Der Nachteil: Die Bilder werden auf den Server des Unternehmens hochgeladen und man überträgt damit das Nutzungsrecht daran. Dies hat für Unmut gesorgt, obwohl die App hervorragende Ergebnisse liefert.

 

Kreative Spaßfilter

  • Bei den zur Zeit hippen Spaßfiltern hat vor allem Snapchat Pionierarbeit geleistet, während Instagram nachgezogen hat. Beide Fotodienste liefern sich seitdem ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die kreativsten Spaßfilter. Besonders schön sind all jene schönenden Filter, die aus simplen (Selbst-)Portraits Filmstar-ähnliche Ergebnisse liefern.
  • Technologie und spielerischer Ansatz haben in zig Apps Einzug gehalten. Ein Beispiel ist Perfect 365, eine App, die vor allem dazu gedacht ist, ein nicht so schönes Selfie virtuell zu schminken und zurechtzumachen. Die intelligenten Werkzeuge und Filter machen es möglich. Was als Lifestyle-Schmink-App angelegt ist, kann ebenso für die zeitsparende Gesichtsretusche genutzt werden, obwohl das mit Photoshop besser und detaillierter dafür aber weniger schnell geht.

 

Umfassende Bildbearbeitung mit Filterfunktion

  • Die wohl beste Allround-Bildbearbeitung mit starken Filtern ist Sie ist einfach und effektiv anzuwenden und verfügt über ein umfassendes Funktionsangebot. Snapseed wurde 2012 von Google gekauft und wird seitdem weiterentwickelt.

 

Plug-ins für Photoshop und kompatible Software
Fotofilter für große Bildbearbeitungs-Desktop-Programme werden einfach in den Plug-in-Ordner des Programmes kopiert oder mit einem mitgelieferten Installer installiert. Gute Filtersammlungen sind:

  • Die Nik-Collection, die auch Pate für Snapseed stand, war von Google gekauft und dann aufs Abstellgleis geschoben worden. Man kann die Filtersammlung aber immer noch downloaden. Inzwischen wird sie von einem neuen Anbieter weiterentwickelt.
  • Redfield-Filter: 7 Filter für unterschiedliche Gelegenheiten
  • Filterforge-Filter sind kostenlos 30 Tage lang nutzbar. Danach müssen sie bezahlt werden.
  • On1-Filter: sie verlangen in Photoshop unter MacOS oder Windows 8 GB RAM, funktionieren aber auch als eigenständiges Programm und brauchen dann eine weniger anspruchsvolle Hardware.
  • Richard Rosenman hat hier eine kostenlose Filtersammlung zusammengestellt

 

Plug-ins für Gimp
Für die Freeware-Photoshop-Konkurrenz „Gimp“ gibt es zahlreiche Plug-in-Sammlungen, zum Beispiel:

Service
Hier findet sich eine Beschreibung der Funktionen all jener Filter, die Photoshop von Adobe von Haus aus mitbekommt.

 

Ralf Wasselowski

Für unsere Wissensreihe „Kostenloses Gestaltungsmaterial für Designer“ konnten wir Ralf Wasselowski gewinnen. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen. ©Ralf Wasselowski

 

Gestalter und Designer finden hier im viaprinto-Blog die besten Tipps für Ihre Werke. Dies war die letzte Folge. Hier finden Sie alle Teile der Serie:

In dieser Reihe bereits erschienen:

Type & Fonts für Designer: Wo finde ich kostenlose Schriften im Web?
Clipart für Designer: Wo finde ich kostenlose Illustrationen im Web?
Ideenfingung durch Inspiration: Kostenlose Ideen für Mediendesigner.
Know-how aus dem Web: Kostenloses Profi-Wissen für Mediendesigner.
Für das schnelle Gestalten: Kostenlose Templates für Mediendesigner.