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30
August
2019
Marketing

Influencer-Marketing – Auf dem Weg ins Neuland

Der Begriff Influencer ist schon seit Längerem im Umlauf, der Eine weiß etwas damit anzufangen, der andere nicht. Allerdings sind sie als Multiplikatoren für das Marketing in Unternehmen kaum mehr wegzudenken. Aber langsam: was sind Influencer überhaupt? Influencer sind vorrangig in den Sozialen Medien zu finden. Sie nutzen ihre Reichweite und ihren Bekanntheitsgrad aus, um andere Menschen zu beeinflussen. So können dies beispielsweise bekannte YouTuber sein, die sich im Bereich Beauty und Wellness einen Namen gemacht haben. Ihre Follower sind direkt an Produkten aus diesen Sparten interessiert, so dass es für ein Unternehmen sehr lukrativ sein kann in eine Kooperation zu investieren.

Arten von Influencern

Dabei gibt es eine klare Unterscheidung zwischen sogenannten Macro- und den Micro-Influencern. Während die einen bereits einen breiten Followerkreis haben, sind die anderen eher in Nischen unterwegs. Beides hat für die Vermarktung Vor- und Nachteile.
Macro-Influencer beispielsweise sprechen zwar eine große Bandbreite von Menschen an und sind damit etwa mit einer Werbung zur Fernseh-Primetime zu vergleichen, sind aber a) teuer, b) mit großen Streuverlusten verbunden und c) eher bereit dazu vielfältige Kooperationen einzugehen. Was andersherum auch bedeutet, dass eventuell vor einer entstehenden Kooperation zunächst geprüft werden muss, ob ein Konkurrent bereits Kunde des Influencers war oder sein wird.
Micro-Influencer sind zwar eher in Nischen mit wenigen Followern unterwegs, sind allerdings a) günstiger, b) Spezialisten in ihrer Nische, c) in der Regel engagierter und d) eher dazu in der Lage Engagement zu erzeugen.

Was am besten zu Ihrem Unternehmen passt, müssen Sie selbst entscheiden. Häufig aber lohnt es sich gerade für lokale Unternehmen bzw. Organisationen, die kein breites Portfolio an Produkten anbieten, ein Netzwerk aus Micro-Influencern aufzubauen und die Nische zu belegen, in der die eigenen Produkte am häufigsten gebraucht werden.

Zu unterscheiden sind auch die Motive beziehungsweise die Einstellungen der Influencer zur Marke oder zum Unternehmen. Wobei die Definitionen der „Typen“ von Influencern von Fachmedium zu Fachmedium und Fachartikel zu Fachartikel unterschiedlich sind. Allen Ansichten gleich ist aber, dass ein es unterschiedliche Positionen gibt, die Influencer Ihrem Unternehmen gegenüber einnehmen können:

  1. Positiv:
    Meist handelt es sich um YouTuber, Blogger oder Instagramer, die überzeugt sind von einem Unternehmen oder einer Marke. Als Fans davon sind sie in ihrer Kommunikation sehr positiv, jedoch auch glaubwürdig und authentisch, weil es ihre echte Meinung ist.

  2. Neutral:
    Oftmals werden Influencer zu Rate gezogen, um Produkte und Dienstleistungen zu testen. Besonders interessant ist es für den Rezipienten, wenn der Tester neutral an die Sache herangeht.
    Dabei kann es sich um Experten handeln, die zwar in ihrer Nische oder auf ihrem Gebiet Bescheid wissen, aber das Produkt noch nicht kennen. Oder es handelt sich um sympathische Influencer, die aufgrund ihres Bedarfs testen oder berichten.

  3. Kritisch
    Kritiker einer Marke oder eines Unternehmens haben häufig in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen damit gemacht und haben oft auch keine Probleme damit ihre Meinung kund zu tun.
    Aber auch kritische Influencer können von Unternehmen kontaktiert werden, frei nach dem Motto: „Gib uns noch eine Chance!“

Suche und Ansprache

Die oben genannten Influencer-Typen bilden sich ganz automatisch heraus, das ist keine reine PR- und Marketing-Strategie. Wenn Sie aber auf einen solchen Fan oder Kritiker Ihres Unternehmens aufmerksam werden, sollten Sie ihn auf jeden Fall ansprechen.

Wie aber finden Sie Influencer, die zu Ihnen passen, wenn diese nicht bereits über Ihre Produkte und Dienstleistungen berichtet haben? Es gibt unterschiedliche Tools im Netz, mit denen Sie sie identifizieren können. Influencerdb.net ist eine Internetseite, mit derer Hilfe Sie nach Land, Sprache und Kategorie suchen können – Treffer dort sollten anschließend auf Fake-Follower getestet werden.  

Ist der passende Influencer gefunden, können Sie sich an ihn herantasten. Kontaktieren Sie ihn oder sie mit einem Thema, das sowohl zu Ihnen als auch zu Ihrem Influencer passt. Viele nehmen nur dann Kooperationsanfragen an, wenn sie wirklich am Thema oder am Produkt interessiert sind.

Wichtig ist einem Influencer ebenso das Mitbestimmungsrecht am erstellten Content. Es funktioniert nicht, wenn Sie ihm oder ihr ein fertiges Konzept vor die Füße legen, mit dem er oder sie dann arbeiten soll. Entwickeln Sie lieber ein Konzept zusammen. So stellen Sie sicher, dass beide Seiten zufrieden sind und am Ende ein Ergebnis dabei herauskommt, das nicht nur authentisch, sondern sehr aufmerksamkeitsstark ist.

Konkret heißt das: legen Sie Rahmenbedingungen fest, halten Sie sich mit inhaltlichen Vorgaben aber zurück. Eine gute Idee ist es auch, wenn Sie Ihrem Influencer Exklusivität anbieten. Lassen Sie ihm oder ihr beispielsweise Produkte zukommen, die offiziell noch vor der Markteinführung stehen. Bieten Sie Produktkombinationen an, die es so bisher noch nicht gibt. So geben Sie ihm oder ihr die Möglichkeit exklusiven Content zu erschaffen, den garantiert noch niemand vorher hatte.

Auswertung

Für die Auswertung werden die typischen Kennzahlen herangezogen, die für das jeweils vereinbarte Netzwerk oder Medium gelten. Und die Sie vorher mit Ihrem Influencer festgelegt haben.

Fazit

Influencer sind eine gute Möglichkeit das eigene Marketing auszubauen und dabei auf Authentizität und die Eigendynamik des Internets zu setzen, Emotionen greifbarer zu machen und Ihre Produkte menschlicher wirken zu lassen.

12
Juli
2019
Marketing

Social Media Marketing – Welche Plattformen gibt es?

Während man Facebook, Instagram, Twitter und Co. am Anfang noch sehr skeptisch gegenüber stand, beweisen auch heute noch steigende Nutzerzahlen und steigende Nutzungszeiten, dass die sozialen Medien in unserem Alltag angekommen sind. Es wird mal eben der Instagram-Feed durchgescrollt, wenn man auf seinen Zug wartet. Oder bei Facebook nachgeschaut, was der alte Schulkollege, mit dem man sich immer so gut verstanden hat, heute so macht. Was auch nicht wirklich schwer ist, denn: alleine in Deutschland greifen mehr als 32 Millionen Nutzer monatlich auf Facebook zu.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an sozialen Medien, die zum Teil sehr kleine Nischen abdecken und somit nur für einen kleinen Kreis an Nutzern wirklich interessant sind. Wir wollen Ihnen hier die momentan wichtigsten und bekanntesten Medien vorstellen:

Facebook
Gilt hierzulande als erstes großes Soziales Netzwerk, das bereits seit 2004 online ist. Als studentische Idee geboren, die zunächst lediglich eine webbasierte Version offizieller Jahrbücher sein sollte, erreicht das Netzwerk heute mehr als 2,1 Milliarden Nutzer täglich.

Es werden Bilder und Inhalte, Links und Videos geteilt, geliked und kommentiert. In Gruppen kann man sich zu Themen austauschen, die einen interessieren oder Menschen kennenlernen, die die gleichen Interessen haben. Oder man nutzt das Netzwerk, um mit alten Bekannten in Kontakt zu bleiben.

Um all dies tun zu können, benötigt jeder Nutzer ein Profil, auf der er weitere Informationen von sich preisgeben kann und persönliche Updates teilen. Aufgrund der Größe des Netzwerks ist Facebook eine beliebte Werbeplattform, auf der an mehreren Stellen gezielt Werbung platziert werden kann.

Damit ein Unternehmen sich auf Facebook präsentieren kann, benötigt es eine sogenannte „Seite“. Seiten sind immer öffentlich, sie können nicht nur einem speziellen Kreis an Menschen zugänglich gemacht werden und sie sind beim Aufrufen ebenfalls sichtbar für Nicht-Facebook-Nutzer.

Instagram
2010 tauchte Instagram erstmals in Apples App Store auf. Ab 2012 gab es das Netzwerk dann auch für Android-Nutzer. Instagram zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es hier ausschließlich um Bilder und Videos geht. Sie bekommen einen prominenten Platz, denn die Oberfläche der App ist schlicht gehalten. Nichts soll vom Bild ablenken.

Im Jahr 2016 führte Instagram sogenannte „Stories“ ein, die jedes Profil sich erstellen kann und die dann nur für eine Zeit von 24 Stunden online bleiben.

Instagram hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem sehr dominanten Medium entwickelt, das täglich bis zu 500.000 aktive Nutzer hat. Insgesamt gibt es dort bereits auch über 2 Millionen Werbetreibende.
Das Bild mit den meisten Likes (nämlich knapp 53 Millionen) ist übrigens die Darstellung eines Eis (world_record_egg).

Twitter
Im März 2006 startete der Mikrobloggingdienst unter dem Namen „twttr“ – eine SMS-basierende Plattform, deren Nachricht auf 140 Zeichen begrenzt wurde. Und dabei bleibt es bis heute.

140 Zeichen sind nicht viel und man meint schnell, dass gerade diese Restriktion dafür sorgen müsse, dass sich die Nutzer weniger beteiligen. Aber weit gefehlt. Sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich boomt Twitter und kann mit Nutzerzahlen über 330 Millionen weltweit aufwarten.

Besonders, wenn es um eilig kommunizierte Themen und Aktuelles geht, ist Twitter fast ungeschlagen. Trending Topics sind bei Twitter ein Feature, das durch das Angeben eines Hashtags (#) im eigentlichen Tweet erzeugt wird. Je mehr Tweets das spezielle Hashtag enthalten, desto eher wird das Thema ein Trending Topic.

YouTube
Oftmals wird YouTube gerade von Unternehmen unterschätzt. Die Plattform hat eine enorme Reichweite und wird heutzutage zu diversen Zwecken genutzt: Unterhaltung, Bildung, Information. Wer es schafft gute Videos zu produzieren, die zudem entweder einen enorm unterhaltenden oder informierenden Charakter haben, der kann sich eine Followerschaft aufbauen, die dann in der Regel auch häufig interagiert.

Jedoch bietet sich YouTube auch – und für Unternehmen vor allem – als Werbeplattform an. Werbung kann entweder als Banner oder Video geschaltet werden. Banner werden während der Wiedergabe unten am Rand des Videos angezeigt, kleinere Videos werden entweder zu Beginn der Wiedergabe angezeigt oder mittendrin.

Pinterest
Pinterest folgt einem interessanten Konzept: sein Name setzt sich aus den beiden englischen Wörter pin (= anheften) und interest (= Interesse) zusammen und genau so funktioniert es auch. Der Nutzer kann für ihn interessante Beiträge an virtuellen Pinnwänden anheften.

Pinterest dient dem Austausch seiner Nutzer über gleiche Interessen, Hobbys, Rezepte und vieles mehr. In den USA allein sind mehr als 70 Millionen Nutzer registriert, weltweit etwa 250 Millionen.

LinkedIn
LinkedIn gehört zu den beiden großen beruflichen sozialen Netzwerken. Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung lassen sich hier insgesamt mehr als 610 Millionen Nutzer finden.

Das Portal kann ähnlich wie Facebook dazu genutzt werden Beiträge zu posten, zu teilen oder zu kommentieren. Zusätzlich kann das eigene Profil als virtueller Lebenslauf genutzt werden, indem alle bisherigen Karriere-Stationen detailliert beschrieben werden können.

Für Unternehmen lohnt sich die Plattform sowohl, um die eigenen Produkte und Dienstleistungen in den Mittelpunkt zu rücken, als auch ein gezieltes Employer Branding zu betreiben.

XING
Spezialisiert auf den deutschsprachigen Markt sind die Nutzerzahlen vergleichsweise gering und liegen bei „nur“ 16 Millionen Nutzern.

Das Nutzungsprinzip ist dem von LinkedIn sehr ähnlich.

In einem zweiten Beitrag zum Thema geben wir Ihnen Tipps an die Hand, wie Sie Werbung und Community Building in den Social Media effektiv gestalten. (Coming soon!)

4
Juli
2019
Marketing

Zielgruppen im Marketing

Ein nötiges Übel oder die Gelegenheit seinen Kunden näher zu kommen? Die Definition der eigenen Zielgruppen ist ein wichtiger Schritt, der nicht zu früh erfolgen kann. Denn: wer ein Unternehmen aufbaut, Werbeanzeigen und Kampagnen für seine Dienstleistungen und Produkte schaltet, der sollte sich darüber im Klaren sein, wen er genau damit ansprechen möchte.
Das ermöglicht eine klare Ansprache mit angepassten Werbemitteln, passenden Motiven und einer klaren Zieldefinition.

Was ist eine Zielgruppe?

Eine Zielgruppe kann definiert werden als eine Gruppe von Personen mit homogenen Merkmalen bezüglich ihrer Spezifikationen entsprechend ihres Marktes. Sie werden gezielt gebündelt, um auf etwas Bestimmtes angesprochen zu werden mit dem ein Ziel erreicht werden soll.

Hört sich hochtrabend an, ist es aber eigentlich nicht: es geht um Menschen mit gleichen Interessen oder Merkmalen, die auf ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung aufmerksam gemacht werden sollen. Natürlich mit dem Ziel des Verkaufs bzw. der Vermarktung.

Generell unterscheidet man die Merkmale seiner Zielgruppe, abhängig auch vom Markt, auf dem sie definiert ist. Im B2C-Segment (Business-to-Customer) beispielsweise spielen persönliche Faktoren eine viel größere Rolle als im B2B-Segment (Business-to-Business), in dem es darum geht Geschäftskunden zu akquirieren.

Warum eine Zielgruppe?

Um sich bei der Planung von Anzeigen, Kampagnen oder weiteren Marketing-Aktivitäten immer genau vor Augen halten zu können, wen die Maßnahme ansprechen soll.
Eine Werbekampagne, die sich an 20-jährige Studenten und Studentinnen wendet wird sich sicherlich von einer unterscheiden, bei der die Angesprochenen zu den Best Agern gehören.
Genauso wird sich eine Kampagne für ein kleines oder mittelständisches Unternehmen von einer gezielten Kampagne, die sich Großkonzerne richtet, unterscheiden.

Der Marketing-Spezialist sollte sich immer vor Augen halten, für wen er gerade schreibt, skizziert, designt. Entspricht der eigene Entwurf gerade nur dem persönlichen Empfinden oder einem Trend, von dem er in einer Fachzeitschrift gelesen hat? Oder entspricht die Kampagne wirklich dem, was der Potentielle Kunde interessant und ansprechend findet?

Wie definiert man eine Zielgruppe?

Zunächst kann eine grobe Einschätzung gemäß spezifischer Merkmale getroffen werden. Steht der Kunde im Mittelpunkt der Betrachtung, können es folgende sein (Quelle):

  • Demografie
    (wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Familienstand, Wohnort etc.)
  • Sozioökonomie
    (wie Bildungsstand, Beruf oder Einkommen)
  • Psychografie
    (wie Motivationen, Meinungen, Wünsche etc.)
  • Kaufverhalten
    (wie Preissensibilität, Mediennutzung, Zufriedenheit etc.)

Im B2B-Marketing stehen Unternehmen im Fokus, dort sind dann eher Merkmale wie die folgenden von Interesse:

  • Organisatorische Merkmale
    (wie Unternehmensgröße, Unternehmensstandort, Marktanteil etc.)
  • Ökonomische Merkmale
    (wie Finanzen, Liquidität, Bestände etc.)
  • Kaufverhalten des Unternehmens
    (wie Lieferantentreue, Kaufzeitpunkt etc.)
  • Personenbezogene Merkmale oder Charakteristika der Entscheidungsträger der Unternehmen

Wer sich mit seiner Zielgruppe beschäftigt, beschäftigt sich gleichzeitig auch mit deren Wünschen und Erwartungshaltungen oder mit Problemstellungen, mit denen die Mitglieder der Zielgruppe konfrontiert werden.

Um sich dies besser vor Augen führen zu können, kann man im Marketing mit sogenannten Personae arbeiten. Eine Persona ist prinzipiell eine personifizierte Zielgruppe mit Namen, Geschlecht, Gesicht, beruf, Alter, Familienstand, Biographie, Zielen, Erwartungen, Problemen, Wünschen.

Nehmen wir ein Beispiel:
Ein Unternehmen richtet sich mit seiner Dienstleistung an eine Zielgruppe, die aus jungen Müttern – vorrangig im Alter zwischen 25 und 35 Jahren – besteht, die verheiratet sind und deren Kind nicht älter als 12 Monate ist. Sie sollen sich in Elternzeit befinden, also aus einem Job heraus zur Vollzeit-Hausfrau und -Mutter geworden sein. Die finanzielle Situation der Familie soll gefestigt sein, die Wohnlage eher zentral, nach Möglichkeit in NRW.

Daraus ließe sich eine Persona erstellen:
Linda, 27 Jahre alt, Mediengestalterin in Elternzeit. Vor vier Monaten hat sie ihre Tochter Elena bekommen und ist seither mit ihr zuhause. Ihr Ehemann Manuel, 33 Jahre alt, geht weiterhin in Vollzeit seinem Beruf als Geschäftsführer eines kleinen Handwerksunternehmens nach.
Linda und Manuel wohnen in einem kleinen Mietshaus am Stadtrand von Düsseldorf. Wenn Elena 18 Monate alt ist, möchte sie sie vormittags in die Obhut einer Tagesmutter geben und halbtags wieder in ihren Beruf zurückkehren.

Wenn man Linda nun noch ein Gesicht gibt, ist die Persona fertig. Sicherlich lässt sich die Zielgruppe noch spezifischer definieren, dieses Gedankenspiel sollte nur der groben Überschaubarkeit genügen. Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto genauer kann auch die Persona gezeichnet werden.
Prinzipiell kommt es vor allem auf die Interessen der Personen an, die mit dem zu bewerbenden Produkt oder der Dienstleistung in Relation stehen.

Wann eine Zielgruppe?

Prinzipiell gilt: immer.
Ob man als Gründer ein Start-Up plant oder als Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringt, als Dienstleister seine schon bewährten Dienstleistungen anbietet oder ein Traditions-Produkt bewerben möchte: Zielgruppen eignen sich immer dazu den eigenen Markt einzugrenzen und die Bedürfnisse der eigenen Kundschaft zu überblicken.
Eine Zielgruppendefinition sollte der erste Schritt sein, wenn es in die Planung geht. Sollte aber auch eine Rolle bei der Analyse von Marketing-Tätigkeiten spielen und immer wieder überprüft werden.

20
Mai
2019
Marketing

Es war einmal…

Als wir noch Kinder waren, fingen alle guten Geschichten so an. Mittlerweile aber braucht es mehr, um unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und uns zu fesseln. Nur eins hat sich nicht geändert: Wir lassen uns immer noch von Geschichten in ihren Bann ziehen und sind froh, wenn wir nicht immer denselben Einheitsbrei zu hören und sehen bekommen.

Da es Ihren Kunden genauso geht, gehört es zu den Aufgaben guten Marketings Geschichten erzählen zu können. Über Ihre Produkte, Ihre Dienstleistungen und Services. Eine gut erzählte Story kann das entscheidende Abgrenzungsmerkmal zu Ihren Wettbewerbern sein. Denn: die Produkte mögen dieselben sein, aber die Geschichten dahinter sind es nicht.

Viel zu oft haben Kunden schon die bloßen Fakten zu einem Produkt oder einer Dienstleistung gehört. Sie wollen mehr. Besonderes. Emotionales. Etwas, das sie über die reinen Produktspezifikationen hinaus anspricht.  

Aber wie wirkt Storytelling?

Storytelling wirkt auf vielen Ebenen und an vielen Stellen. In erster Linie gewinnen die Geschichten die Aufmerksamkeit des Lesers und aktivieren seine Aufnahmebereitschaft. Das wiederum sorgt dafür, dass das Erinnerungsvermögen angeregt wird.
Das merkt man selbst daran, an wie viele gute Werbespots man sich noch erinnern kann – in manchen Fällen selbst nach Jahren noch.

Oftmals wird ebenfalls eine Verbindung zum Kunden hergestellt – denn: gemeinsames Erleben verbindet. Ebenso wie eine emotionale Note, die für eine zusätzliche Ebene der Ansprache sorgt.

Frei nach dem Zitat „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ von Saint-Exupery. Ein besonders emotionales Beispiel brachte eine amerikanische Biermarke in seiner SuperBowl-Ad aus dem Jahr 2014 heraus, in der die besondere Freundschaft zwischen einem Welpen und einem Pferd thematisiert wurde. Eine herzzerreißende Geschichte, die den Zuschauer auf ein Happy End hoffen ließ. Das er selbstverständlich auch bekam. Anrührend und emotional blieb der Spot bei so manchen im Kopf hängen und auch ein bisschen im Herzen.

Ein solcher Spot hat bei crossmedialer Verwendung (Fernsehen, Internet) eine viel höhere Chance auch über die sozialen Medien geteilt zu werden. Besser geht es nicht, denn dadurch entsteht eine organische Reichweite, die eine viel höhere Relevanz hat als es die Bezahlte haben könnte. Freunde empfehlen Freunden – das erweckt Vertrauen. Und führt zu einem weitaus höheren emotionalen Bindungsgrad.

Ein weiterer interessanter Punkt ist der: theoretisch können Storytelling-Kampagnen so aufgesetzt werden, dass die eigentliche Erzähl-Power vom Kunden selbst kommt.

Häufig treffen wir das schon heute an, wenn Unternehmen aufrufen eigene Bilder oder eigene Videos vom tagtäglichen Gebrauch bestimmter Produkte einzureichen. Oder neue Geschmacksrichtungen für bestimmte Lebensmittel zu erfinden. Solche Kampagnen haben meist eine sehr hohe Beteiligung, die die Reichweite nochmals steigert. Denn wer seinen eigenen Vorschlag einreicht, teilt ihn meist auch, um seine Freunde darauf aufmerksam zu machen.

Natürlich sollte man sich bei einer solchen Aktion aber auch darüber bewusst sein, dass ein solches Experiment nach hinten losgehen kann. Gerade dann, wenn viel diskutierte oder kontroverse Produkte beworben werden sollen. So erging es beispielsweise einem Automobilhersteller in den USA. Er hatte für eine Kampagne Bildmaterial seines neuesten SUV zur Verfügung gestellt, mit dem Kunden / Interessierte dann einen eigenen Werbespot kreieren konnten. Eine Umweltschutzorganisation nutzte das Material, um seine ganz eigene Botschaft zu überbringen. Landschaftsbilder, durch die der SUV sauste, waren dann untertitelt mit: „Seht euch die Natur an, die noch übrig ist.“ (Sinngemäße Übersetzung)
Wer dem Kunden eine Plattform bietet, auf der primär etwas Positives für das Unternehmen entstehen soll, muss auch damit rechnen, dass diejenigen sich zu Wort melden, die eine kritische Stimme haben.
Was aber keinesfalls generell gegen eine Customer Content Kampagne sprechen soll.

Welche Inhalte lohnen sich fürs Storytelling?

Generell alles, was eine Geschichte erzählen kann. Theoretisch würde hierfür schon ein entsprechender Text reichen.

Aber: schöner und bei weitem effektiver lassen sich Geschichten mit Bildern erzählen. Die große Affinität zu Bewegtbild – gerade in den Social Media – spricht für dessen Anwendung. Videos erzählen schneller, können kompakter aufgenommen und geteilt werden, sind einprägsamer und können eine große Nähe erzeugen.

Und die Moral von der Geschicht: gute Stories schaffen es eine Bindung zwischen Anbieter und Konsument herzustellen, eine Lösung zu präsentieren und Emotionalität zu wecken. Beste Voraussetzungen mit Story und Produkt oder Dienstleistung im Kopf des Kunden zu bleiben.

5
April
2019
Marketing

Miteinander statt aneinander vorbei

„Hast du schon gehört?“ „Nein.“ „Die Neue aus der Marketing-Abteilung hat schon wieder das gelbe Kleid an!“ – so kann interne Kommunikation auch aussehen. Theoretisch gehört jeglicher verbaler und nonverbaler Austausch zwischen Angehörigen desselben Unternehmens dazu. Aber: dieser Flurfunk bringt weder Sie noch Ihre Mitarbeiter oder Ihr Unternehmen im Allgemeinen weiter.   

Als Arbeitgeber, Marketingprofi oder Personaler sind Sie eher daran interessiert, konstruktive Kommunikation zu fordern und zu fördern, das Miteinander zu stärken und Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen alle gleichsam auf einem aktuellen Stand zu halten.

Was sind die Vorteile einer geplanten internen Kommunikation?

Informationsverbreitung:
Wann ist die nächste große Deadline? Welche Produkte werden neu eingeführt? Wer ist der neue Mitarbeiter im Office?
Ein interner Newsletter, eine unternehmenseigene Mitarbeiterzeitschrift oder ein internes Rundschreiben in regelmäßigen Abständen halten all Ihre Mitarbeiter auf dem gleichen Stand. Niemand muss sich ausgeschlossen fühlen und Sie sind sich sicher, dass alle informiert sind.

Motivation:
Haben Ihre Mitarbeiter das Gefühl geschätzt zu werden, sind sie automatisch zufriedener und motivierter am Arbeitsplatz. Eine Ausgangssituation, die für Sie und Ihre Mitarbeiter ideal ist. Denn: Spaß an der Arbeit macht effektiver und vermindert Fehlzeiten.
Gestalten Sie Ihre interne Kommunikation so transparent und effizient wie möglich, vergessen Sie aber den persönlichen Touch nicht.

Corporate Identity:
Gibt es neue Regelungen in der Kundenansprache? Welche Ziele verfolgt das Unternehmen? Welche Wertvorstellungen hat es?
Corporate Identity wird durch den steten Wissenstransfer gestärkt, ein Miteinander gefördert. Zudem gehen Ihren Mitarbeitern die unternehmenseigenen Werte ebenfalls in Fleisch und Blut über. Verstehen bedeutet auch anwenden.

Dialog:
Wichtig ist, dass Sie keine Unterhaltung von oben herab führen. Einerseits wollen sich Ihre Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen, andererseits möchten auch Sie, dass Ihre interne Kommunikation wahrgenommen und nicht schon nach dem ersten Anlesen für langweilig befunden wird. Interaktion macht lebendig.

Wie wird kommuniziert?

Es gibt verschiedene Wege innerhalb der internen Kommunikation zu interagieren:

  • Persönliche Ansprache (bspw. in größerem Umfang – Meetings zu bestimmten Themen, Betriebsversammlungen)
  • Schwarzes Brett
  • Rundschreiben auf firmeneigenem Briefpapier mit einem wiedererkennbaren Layout
  • Mitarbeitermagazin (benötigt eine Redaktion bzw. eine verantwortliche Person)
  • Mitarbeiterinformationen als Flyer oder Postkarten
  • Newsletter (bspw. als schmale Broschüre oder auf Briefpapier gedruckt)
  • E-Mails (ebenfalls Newsletter oder Rundschreiben, nur elektronsich)
  • Mitarbeiterblogs
  • Intranet
  • Videokonferenzen

Die Liste lässt sich sicherlich noch endlos weiterführen, lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Denn idealerweise kennen Sie Ihre Mitarbeiter doch am besten!