29
November
2017
viaprinto-Wissen

Clipart für Designer: Wo finde ich kostenlose Illustrationen im Web?

Die Illustration ist dem Foto oft voraus, weil sie Aussagen schnell auf den Punkt bringen kann und über eine unverwechselbare Handschrift verfügt. Einfache Illustrationen, die schnell aus dem Internet heruntergeladen werden, werden „Cliparts“ genannt. Welche Seiten mit umfassenden Clipart-Sammlungen lohnen einen Besuch? Eine viaprinto-Übersicht:

Der Begriff „Clipart“ meinte ursprünglich eher cartoonhafte Darstellungsweisen. Im Laufe der Zeit wurde „Clipart“ zum Synonym für glatte Vektorillustrationen. Die sind in der linearen Einfachheit ihrer Außenkonturen schnell anzufertigen. Hinzu kommt, dass ihre Datenmenge klein ist, was sowohl im Web als auch bei der Drucksachenbelichtung Zeit spart.

So schön kann kostenlose Clipart sein. Eine stilisierte Vektorgrafik von Freepik.

Bildsprache: konkret oder allgemein?
Wer etwas bebildern will, macht sich Gedanken darüber, wie konkret oder allgemein seine Bildsprache sein soll. Eine konkrete Bebilderung würde für ein Foto sprechen. Das kann aber in eine Sackgasse führen, wenn das Abgebildete klischeehaft und somit ohne akzentuierte Aussage bleibt. Hier kann eine Illustration durch das Mittel der Überzeichnung viel konkreter werden als ein zu oft in ähnlicher Form gesehenes Foto.

Anforderungen an Clipart
Im Internet gibt es zahllose Seiten, die einen Vorrat an kostenfreien Illustrationen bieten. Dabei können verschiedene Probleme auftreten. Die Cliparts…

  • …sind datenmäßig zu klein. Wenn sie Pixelgrafiken sind wie TIF oder JPG sind sie ohne Qualitätsverlust nicht zu vergrößern und damit u.U. nur für das Web verwendbar, nicht aber für hochwertige Drucksachen.
  • …sind qualitativ nicht gut genug: Entweder sind sie zu schlecht gezeichnet, aus der Mode gekommen oder zu stereotyp, das heißt, sie werden zu selten aktualisiert und bieten dem Auge daher nichts Neues.
  • …stellen den Benutzer bezüglich der Bildnutzung vor eine unklare rechtliche Situation oder sind diesbezüglich zu kompliziert.
  • …bieten zu wenig Material, sodass eine Suche zu wenig Treffer ergibt.

Thema und Stilistik der Clipart

Eine Vektorgrafik aus der „Open Clip Art Library“. Links farbig mit Füllungen und Verläufen dargestellt, rechts in Vektor-Konturen.

Empfehlenswerte große Clipart-Präsenzen sind aber qualitativ auch nicht gleichbleibend gut. Zudem verfügen die meisten Anbieter über keinen klaren inhaltlichen oder formalen Schwerpunkt, was die Suche verlängert. Um zu finden, was man sucht, sollte man sich Zeit nehmen. Dafür erhält man das Material umsonst. Man kann bei einem Anbieter wie z.B. „Open Clipart“ nicht nur nach Themen suchen, z.B. nach „Tieren“ oder „Animals“. Man kann auch nach der Stilistik der Clipart suchen, etwa indem man im Suchfeld „flat“ oder „Flatdesign“ eingibt und entsprechend Flatdesign-Clipart gezeigt bekommt.

Für jede Eventualität: Die 10 ergiebigsten Clipart-Quellen im Internet

 

 

Open Clip Art Library: Übersichtlich, umfassend, vielfältig
Die Open Clip Art Library ist eine Open-Source-Clipart-Datenbank, aus der man für die private oder kommerzielle Nutzung Cliparts herunterladen kann. Damit darf die umfangreiche Illustrationssammlung praktisch für jeden Zweck genutzt und verändert werden. Die Grafiken sind standardmäßig im Vektorformat SVG gespeichert und können damit in Inkscape, Adobe Illustrator oder anderen Vektorprogrammen auflösungsunabhängig weiter bearbeitet werden. Dateien können aber auch als PDF, PNG, WMF gedownloadet oder in einem interessanten Editor auf der Webseite verändert oder ergänzt werden. Im Editor stehen auch umfangreiche Symbolbibliotheken zur Verfügung. Suchen lässt es sich über eine Eingabemaske oder über den Punkt „Collections“ in der Hauptnavigation, der aber nur angezeigt wird, wenn man sich eingeloggt hat. Dazu muss man sich mit einem Namen und Passwort anmelden.

Vecteezy: Aufgeräumt und vektororientiert
Neben Community-Projekten gibt es zahlreiche Seiten, die kostenlose Clipart mit Bezahlangeboten koppeln. Oft werden die beiden so angeordnet, dass man unbeabsichtigt zu den Bezahl-Angeboten gelangt. Hier gilt es, sich erst zu orientieren und eher langsam und mit Bedacht zu klicken und immer genau zu lesen, ob die Grafiken etwas kosten. Vecteezy ist so eine Seite, bei der im Laufe des Suchens und Klickens immer wieder Bezahlangebote auftauchen. Auch sollte bei jedem Bild die Lizenzvereinbarung genau gelesen werden. Vecteezy etwa möchte bei Abdruck genannt werden.

WP-Clipart: Große Auswahl und illustrative Varianz
Fast 80.000 Public-Domain-Illustrationen aber auch Fotos bietet WP-Clipart. Der Download der Cliparts erfolgt in der Regel im Pixelformat, was ein Nachteil ist, denn pixelbasierte Bilder können nicht verlustfrei skaliert werden. Einige Bilder lassen sich auch als SVG herunterladen und sind damit verlustfrei skalierbar. Weitere Formate sind transparente PNG und WebP, das im Verhältnis zu JPG besser komprimierte Google-Datenformat für das Web.

Public Domain Vectors: Sehr übersichtlich und rein vektororientiert
Die Seite Public Domain Vectors stellt die Dateien in den Formaten AI/Adobe Illustrator, EPS/Encapsulated Postscript und SVG/Scalable Vector Grafics zur Verfügung. Damit sind sie ohne Umwege und unproblematisch in Vektor-Grafikprogramme zu übernehmen.

Vektorgrafik kann auch sehr vereinfacht und prägnant sein. Ein Tiersymbol von „Public Domain Vectors“ ganz ohne Verläufe.

Freepik: Große Auswahl, beste Qualität
Freepik hat eine erstaunlich große Anzahl an hochwertigen Vektorillustrationen und Icons. Auch Fotodateien – hier vor allem Strukturen, Objekte und Stillleben, die man für Texturen und Hintergründe verwenden kann oder PSD-Dateien als Composings, ganze Gestaltungen oder Webtemplates – gehören dazu. Entweder nutzt man das Material kostenlos, dann muss man die Quelle nennen. Oder man nutzt ein kostenpflichtiges Premiumabonnement und kann auf die Quellenangabe verzichten. Wichtig ist die rechtliche Einschränkung, dass Illustrationen nicht als alleiniger wesentlicher Bestandteil einer Drucksache Verwendung finden dürfen.

Pixabay: Komfortable, aktuelle Auswahl
Pixabay bietet einen riesigen Fundus an Fotos. Wenn man in die Suchmaske „Clipart“ oder „Illustration“ eingibt, findet man aber auch eine Vielzahl illustrativer Elemente.

Clipart Me: Wer suchet, der findet
Clipart Me bietet eine Menge interessanter und formal wie thematisch vielfältiger Illustrationen, Icons und Symbole. Allerdings sind kostenpflichtige und kostenlose Angebote oft unübersichtlich miteinander verschränkt, was die Navigation durch die Seite nicht gerade erleichtert. „Clipart Me“ verlangt für den Download ein Like auf Facebook oder ein „+1“ auf Google+, was nicht mit jedem Browser funktioniert.

Presentation-Magazine: Illustrative Elemente für Power Point
Manchmal braucht man nicht einfach Cliparts, sondern Illustrationen oder Illustrationshintergründe für PowerPoint-Präsentationen. Die Seite Presentation Magazine bietet eine Fülle illustrativer Start- und Folgeseiten für Präsentationen. Ähnliches ist auf der Seite Slidehunter erhältlich.

Historische „Clipart“: British Library auf Flickr, Shakespeare und Buchillustrationen
In aller Welt Sprießen historische Bildarchive aus dem Boden, die Illustrationen über das Web verfügbar machen. Die Londoner British Library ist eine der umfassendsten Bibliotheken der Welt. So hat sie eine Million Buchillustrationen aus dem 17.-19. Jahrhundert als Public Domain zu Flickr hochgeladen, die in Auszügen auch auf anderen Webseiten zu finden sind. Etwa auf :

•    Illustration Archive, wo sie nach anderen Kriterien durchsucht werden können,
•    in kleiner Anzahl auf Open Clip Art oder
•    bei Public Domain Vectors, die wenige Illustrationen in nicht immer optimaler Qualität vektorisiert haben.

Shakespeare Illustration, ist eine Seite mit 3.000 Illustrationen zu den Werken Shakespeares. Die Suche funktioniert über eine Schlagwortwolke oder in der oberen Navigation über die Namen der Illustratoren.
Ein wahre Fundgrube für Kunstinteressierte ist auch Old Book Illustrations. Allerdings mit einer gravierenden Einschränkung: Zwar erlaubt die Webseite den Download allen historischen Bildmaterials für jeden nichtkommerziellen Zweck. Aber andererseits weist sie darauf hin, dass die Rechtslage für das Publizieren des Materials unklar ist. In seinem Blog hat Old Book Illustrations bis 2016 weitere historische Illustrationen veröffentlicht.

Clipart-Kiste: Animierte GIFs als Spezialisierung
Die Clipart-Kiste listet in einer großen Übersicht alle Kategorien auf, nach denen man suchen kann. Das hat Vor- und Nachteile. In jedem Fall sieht man beim Lesen, welche Themen die Seite abdeckt – und das sind viele. Die Spezialität der „Clipart-Kiste“ sind kleine animierte GIFs für die Verwendung auf Webseiten. Das ist zwar nicht mehr up-to-date aber zum Teil so retro, dass es schon wieder interessant ist.

 

Ralf Wasselowski

Für unsere Wissensreihe „Kostenloses Gestaltungsmaterial für Designer“ konnten wir Ralf Wasselowski gewinnen. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen. ©Ralf Wasselowski

 

Gestalter und Designer finden hier die besten Tipps für Ihre Werke finden. Neben Fonts und Clipart sind auch Ideen und kreative Seiten, wie sie etwa auf Pinterest zu sehen sind ein Instrument der Gestaltung. In der nächsten Woche stellen wir kreative Webseiten als Design-Input vor.

In dieser Reihe bereits erschienen:

Type & Fonts für Designer: Wo finde ich kostenlose Schriften im Web?

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestalter greifen etwa auch für auffällige Aufkleber auf Clipart zurück. viaprinto hat die Auswahl unter quadratischen, rechteckigen, runden und ovalen Stickern.

 

 

22
November
2017
Deutscher Agenturpreis

Wussten wir es doch: Unser Produktkatalog ist preiswürdig!

Der Preissegen hört bei uns nicht auf: Jetzt verkünden wir, dass der Deutsche Agenturpreis 2017 für unseren Produktkatalog „Meine Art zu drucken“ nach Münster geht! Die Katalog-Designerin Lina Bach hat mit ihrer Agentur den Nagel auf den Kopf getroffen und erhält den Preis in der Kategorie „Katalog“!

©viaprinto

Lina Bach wirft mit Frank Morjan einen Blick in das Siegerwerk. Der Preis steht griffbereit.

„Wir haben den Katalog sowohl als Konzept als auch im Design entwickelt. Ganz bewusst haben wir die Produktinformationen zugunsten der großen Abbildungen reduziert, so dass die Kreativität der Leser angeregt wird“, erklärt die dreißigjährige Diplom Designerin ihr Siegerwerk, das auf 120 Seiten und im quadratischen Format unser Portfolio zeigt.

Vor gut einem Jahr haben wir die Zusammenarbeit mit der ganz jungen Agentur aufgenommen. Der Katalog war das erste Projekt, das wir mit Lina Bach Design umgesetzt haben. Seitdem fühlen wir uns dort gut aufgehoben und in unserer Vision verstanden.

„Mit Lina Bach haben wir jemanden gefunden, der unsere Begeisterung für den Online-Druck teilt und auch mit Emotion transportieren kann“, sagt unser Geschäftsführer Frank Morjan. „Der Preis ist eine schöne Bestätigung für unsere erfolgreiche Zusammenarbeit. Wir freuen uns sehr, dass Lina Bach die Auszeichnung für die Gestaltung unseres Produktkataloges erhalten hat.“

Wie verblüffend ein Block ins Szene gesetzt und wie raffiniert Visitenkarten ins rechte Licht gerückt werden zeigt die Agentur Luum aus Münster. Von ihr kommen die meisterhaften Fotografien, die den Katalog entscheident tragen und dem Betrachter das zeigen, was er selbst noch nicht erfühlen kann: die Produkte.

 

 

Hier könnt ihr den Katalog nochmal in seiner vollen Schönheit ansehen:

Der Deutsche Agenturpreis wird jährlich an Werbe-, Marketing- und Internetagenturen vergeben, die besonders kreative oder erfolgreiche Projekte realisiert haben. Besonders wichtig für die Preisvergabe sei die mediale Umsetzung der jeweiligen Leistung.

21
November
2017
Adventspost

Ganz schön einzigartig – Weihnachtskarten kreativ.

Freuen Sie sich auch schon so wie wir über die Weihnachtszeit und ihre Begleiterscheinungen? Wir meinen natürlich  nicht den Einkaufsstress, sondern die vielen weihnachtlichen Grüße, die per Post- oder Grußkarte wieder in die Briefkästen flattern werden.

viaprinto bietet Ihnen eine ganze Reihe von Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre individuelle Weihnachtsgrußkarte erstellen können:

  • als Klappkarte oder plano als klassische Postkarte
  • Auswahl unter vielen DIN-Formaten, darunter auch DIN lang
  • schön stylisch: das quadratische Format
  • Veredelungen setzen den Punkt auf`s i
  • Papiervielfalt pur: Bilderdruck-, Natur- oder Recyclingpapier

Da bleiben keine Wünsche offen!

Welche Design-Wunderwerke man aus diesen, zugegeben, nüchternen Angaben erstellen kann, zeigen wir mal an zwei schönen Einsendungen, die uns hier in Münster erreicht haben.

Renaissance-Üppigkeit von Stephan Eickschen aus Bonn.

Flockenzauberidee von Julian Bock aus dem bayerischen Zeitlarn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holen Sie sich weitere Inspriation – und das Handwerk gleich dazu: In unserem Tutorial Eine Weihnachtskarte für Ihre Geschäftspartner zeigt uns Jörg Adrion Schritt für Schritt, wie eine Grußkarte in InDesign erstellt werden kann.

Und wie so eine Karte schließlich über viaprinto.de bestellt wird, erklären wir gern In vier Schritten…zur individuellen Post- und Grußkarte.

 

Unser Tipp für Eilige: Unsere Versandoptionen nehmen Ihnen die Hektik: Postkarten können per Express, Grußkarten sogar per Overnight versendet werden.

Und alles wird gut.

17
November
2017
Top 10

10 Tipps für Designer, um richtig viel Zeit zu sparen.

Ideenreichtum und Organisatorisches sind schwer unter nur einen Hut zu bringen. Wer als Designer oder Medienschaffender Schwierigkeiten beim Organisieren hat, wird auch in seinen Arbeitsabläufen nicht den kürzesten Weg gehen. Da bei Mediendesign-Projekten grundsätzlich die Zeit drängt, ist die Frage, wie man als Gestalter wieder Zeit herausholen kann. Der Schlüssel ist, Software für sich arbeiten zu lassen. Das heißt: Bestimmte Softwarefunktionen zu nutzen, die das Arbeiten erleichtern und beschleunigen. Wir geben 10 Tipps, die garantiert helfen, mehr Zeit beim Arbeiten zu gewinnen.

Die Zeichenformat- und Absatzformatpalette befinden sich im Schriftmenü von InDesign

1 Vordefinierte Zeichenformate und Absatzformate für Text nutzen

Mit Zeichen- und Absatzformaten ändert man typografische Merkmale schnell für ein ganzes Dokument. Gerade wer seine Typo-Parameter im Entwurfsprozess immer wieder ändert, spart Zeit mit Stil- und Formatvorgaben. Das bezieht sich selbst auf kleinere Projekte wie Faltblätter und gilt für Schriftgröße und Schriftart, Schriftschnitt und Schriftfarbe sowie Einzüge und Tabulatoren. Textverarbeitungen wie in Open Office, Gestaltungsprogramme wie InDesign oder selbst Grafikprogramme wie Adobe Illustrator bieten so die Möglichkeit, Zeichen oder Absätze per Klick zu formatieren.

Der Vorteil: Ein Befehl im Absatzformatfenster ändert alle vorformatierten Schriften im Dokument. Bei umfangreichen Projekten wie einem Buch geht es gar nicht anders. Bei kleineren Projekten denkt man, dass es zeitlich zu aufwändig wäre, erst die Formate anzulegen. Das bezieht sich etwa auf Formate für Überschrift, Zwischenüberschrift, Bildunterzeile oder Fließtext. Doch wenn man alle Änderungen im Verlaufe des Projektes mit einbezieht, ist die Vorformatierung meist der kürzere Weg.

Die Absatzformatpalette in Adobe InDesign mit ihren Optionen. Man kann Absatz- und Zeichenformate durch copy & paste eines formatierten Textes in ein anderen Dokument übertragen. Oder man geht auf „Absatzformate laden“ in der Palette und kann dadurch eine beliebige InDesign-Datei öffnen und selektiv deren Formate übertragen.

2. Vordefinierte Grafikstile nutzen

Nicht nur die Textformatierung kann über gespeicherte Vorformatierungen erheblich beschleunigt werden. Interessant wird es für den Medien-Designer, wenn er Grafikstile nutzt. Ein Grafikstil z.B. in Adobe InDesign oder Illustrator ist eine Attributsammlung für grafische Objekte. Sie ist auf eine ganze Ebene, Gruppen oder einzelne Objekte anwendbar.

Übrigens ist es möglich, dieses Prinzip der vordefinierten Formate ganz generell über die Adobe Creative Cloud freizugeben. Vordefinierte Parameter z.B. für Grafiken, Ebenenstile, Zeichen- und Absatzformate, Farben oder Pinselarten können exportiert werden und stehen anderen Anwendungen zur Verfügung.

Effekte aus der Grafikstil-Bibliothek von Adobe-Illustrator.

3. Transparenter gestalten: Ebenen einsetzen

Die meisten Gestaltungsprogramme, Vektorgrafikprogramme oder Bildbearbeitungsprogramme bieten die Arbeit mit Ebenen an: Anstatt eine komplexe Gestaltung auf einer Ebene zu bearbeiten, teilt man die Bestandteile etwa einer Illustration auf mehrere Ebenen auf. Das hat den Vorteil, dass sich alle Einzelteile getrennt voneinander bearbeiten lassen. Auch lassen sich Ebenen ausblenden, sodass man sich besser auf Einzelteile konzentrieren kann. Bei der Seitengestaltung in InDesign lassen sich über Ebenen z.B. verschiedene Sprachversionen in einem Dokument verwalten.

Ebenen sollten eindeutig benannt werden, weil man sonst den Überblick verliert. Auch eine sinnvolle Reihenfolge bringt Übersichtlichkeit, beispielsweise alle Textteile chronologisch untereinander zu haben, getrennt von den Grafikbestandteilen.

Wer eine komplexe Vektorillustration in Adobe Illustrator erstellt, z.B. einen photorealistisch illustrierten Sportwagen mit Schattierungen und Spiegelungen, nutzt Ebenen. Ab einem bestimmten Komplexitätsgrad wird es sonst zu schwierig, Details für die Bearbeitung zu aktivieren. Weitere Übersichtlichkeit ins Bedienfeld bringt die Zusammenfassung mehrerer Ebenen zu einer Gruppe.


4. Maus, Stift oder Grafik-Tablett: Die richtige Eingabe macht’s!

Das Gestalten am Computer oder am Gadget ist von den Möglichkeiten der Software bestimmt. Das sieht man z.B. an den Smartphone-Apps, mit denen man auf die Schnelle Bilder filtert und in sozialen Medien postet. Ein anderes Kriterium ist die Eingabe. Es gibt über Tastatur und Maus hinaus längst eine Fülle an Eingabemöglichkeiten mit unterschiedlicher Ausrichtung:

  • Tastatur-Shortcuts für Befehle
  • Trackpad des Laptops
  • externes Touchpad am Desktop-PC
  • wischen auf dem Tablet mit Finger bzw. Gestensteuerung
  • Sprachbefehle für digitalen Assistenten

Wer z.B. illustriert oder hauptsächlich Bilder bearbeitet, wird über ein Tablet mit intelligentem Eingabestift nicht herumkommen. Auch Tastaturen mit Funktionstasten oder Drehreglern für 3D-Arbeiten, für Audio- oder Videobearbeitung beschleunigen spezialisiertes Arbeiten. Selbst in der miniaturisierten Smartphone-Welt gibt es unterschiedliche Lösungen: mit Tastatur (Blackberry) oder integriertem Stift (Samsung Galaxy-Note).

Auf zeitgemäßem Equipment lässt sich nicht nur die Ansprechsensibilität des Trackpads ändern oder die Geschwindigkeit des Cursors, sondern die Art und Ausdifferenzierung der Gestensteuerung,  z.B. ob mit einem oder zwei Fingern etwas aktiviert oder bewegt wird. Dies zeigt, dass die Arbeit am Bildschirm höchst individuell ist, gerade wenn es um Eingabe und Steuerung geht.

Wer Equipment benutzt, das die Arbeit vereinfacht, ist schneller. So kann das Diktieren eines Textes schneller sein als das Eintippen. Auch ein neues Betriebssystem, das sensibler auf Gesten reagiert, kann Zeit sparen. Wer zeichnerisch, illustrierend, retuschierend und generell in der Bildbearbeitung tätig ist, beschleunigt seine Arbeit erheblich durch die Größe des Stift-Displays – im Zusammenhang mit dem drucksensitiven Stylus.


5. Auf Vorhandenes zurückgreifen: Templates, Schubladen-Entwürfe und Clipart

Wenn die Zeit drängt, kann es manchmal besser sein, auf Vorhandenes zurückzugreifen:

  • bereits genutzte Entwürfe, die modifiziert werden
  • Entwürfe, die nie realisiert wurden und im digitalen Archiv darauf warten, endlich genutzt zu werden
  • Datei-Templates für Broschüren, Flyer oder Faltblätter, die man im Web kostenpflichtig downladen kann
  • Datei-Templates, die Dienstleister wie viaprinto kostenlos zur Verfügung stellen
  • Nutzung von Clipart, Stockfotos oder sonstigem Material, das man kostenlos downloadet oder kauft

Bestehendes zu nutzen und ggf. nur noch zu modifizieren geht viel schneller, als alles neu zu entwickeln. Wenn die Zeit knapp ist, kann ein gut geordnetes Archiv Wunder wirken!


6. Grafisch arbeiten mit der Cloud

Dateien auf einem Server für standortunabhängigen Zugriff zu speichern, ist heute selbstverständlich. Denn die Vorteile liegen auf der Hand:

  • von unterschiedlichen Geräten hochgeladene Dateien befinden sich an einem Ort
  • Zugriff von überall (Internetverbindung vorausgesetzt)
  • nutzt man die Cloud eines bewährten Anbieters, ist man vor Datenverlust geschützt
  • automatisierte Uploads ermöglichen stets Zugriff auf alle Dateien
  • Design-Softwareanbieter Adobe bietet eigene Cloudlösung, die mit Tools und Vorteilen für Designer angereichert werden

Dabei heißt “Cloud” nicht zwangsläufig, seine Daten bei Google, Amazon, Apple oder Microsoft zu lagern. Über ein sogenanntes “Virtuelles Privates Netzwerk” (=VPN) kann man sich auch zuhause die eigene Cloud anlegen. Das funktioniert über eine internetfähige Festplatte und den Router im W-LAN und setzt nur voraus, dass man diese Festplatte ständig laufen lässt. Ist sie fachgerecht eingerichtet, kann man von überall über das Web auf sie zugreifen.

Ständige Datenverfügbarkeit ist für Menschen, die viel unterwegs sind oder an unterschiedlichen Standorten arbeiten, ein Zeitsparfaktor:

  • Wer viel präsentiert und alle seine Entwürfe als PDF automatisiert in die Cloud hochlädt, kann in jedem Kundengespräch, egal an welchem Ort, Smartphone oder Tablet hervorziehen und sofort Arbeitsbeispiele zeigen.
  • Wer seine Entwürfe standardisiert in die Adobe Creative Cloud hochlädt, kann diese von überall aus bearbeiten. Der Schlüssel zum erfolgreichen Arbeiten mit der Cloud ist aber, dass die Daten automatisiert synchronisiert werden müssen.
  • Zur Abstimmung oder dezentralen Bestellung von fertigen Druckdaten lässt sich auch die Online-Vorschau bei viaprinto nutzen, bei der ein Link zur blätterbaren Vorschau an Projektbeteiligte versendet werden kann

Alle ihre Vorteile spielt die Cloud dann aus, wenn mehrere Personen an Projekten arbeiten. Denn dann kann sie etwas, was in dieser Form vorher nicht möglich war: als teamverbindendes Instrument kann die Cloud Zeit in einer neuen Dimension sparen.


7. Austausch und Kommunikation mit dem Kunden über die Cloud

Das vorher Gesagte trifft auch auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit dem Kunden zu. Anstatt große Dateien per E-Mail zu verschicken, können sie über die Cloud zur Verfügung gestellt werden. Wenn Dateien zu groß für den E-Mailversand sind, ist die Cloud eine Alternative. Clouddienste wie Dropbox oder Google Drive werden genutzt, um große Dateien abzuspeichern und per Link dem Kunden zugänglich zu machen. Über Dienste wie We-Transfer können Dateien bis zu 20 GB übermittelt werden. Der Kunde erhält automatisch eine E-Mail und kann sich die Datei vom We-Transfer-Server herunterladen. Googles Gmail, ebenfalls ein cloudbasiertes Emailprogramm, nutzt Google-Drive für Dateien, die zu groß für den E-Mailverkehr sind.

Zur Kommunikation und Abstimmung mit dem Kunden gehören auch Dokumente, die von beiden Seiten in der Cloud bearbeitet und kommentiert werden können – die Cloud wird so zum Workspace.


8. Der digitale Notizzettel

Nützlich ist auch ein virtueller Notizzettel: Es fliegen nicht mehr Zettel herum sondern sind in elektronischer Form über Dienste wie Wunderlist, Google-Notizen (=Google Keep), Apple-Notizen oder Microsoft OneNote automatisch vorhanden und geordnet. Notizen können hierarchisiert, weitergeleitet und mit einer Terminierung versehen werden.

Der elektronische Notizzettel ist überall verfügbar und mit einem Label versehen. So kann man unter den Notizen Gruppen bilden oder auch Prioritäten setzen. Selbst Bilder und Sprachnachrichten lassen sich integrieren.


9. Datenordnung: Standards für das schnelle Auffinden

Wo auch immer Projekt und Kundendaten archiviert werden: ein einheitliches Dateisystem ist wichtig, um etwas schnell wiederzufinden: zum Beispiel die Druckdatei für den Nachdruck der Imagebroschüre. Dafür bietet sich ein Dateisystem an, das nach Auftragsnummern arbeitet oder nach Kunde. In den Kundenordnern befinden sich für jedes Projekt Unterordner in denen sich voneinander getrennt beispielsweise folgende Bestandteile der Arbeiten befinden:

  • Texte
  • Entwürfe
  • Reinzeichnungen
  • Belichtungsdaten

Für Nachauflagen muss man nicht lange suchen, wenn es ein System gibt, an das sich alle Beteiligten halten.


10. Know-how aneignen: Wer seine Möglichkeiten erweitert, ist schneller

Wissen und Know-how sind zwei Seiten einer Medaille. Man weiß, dass etwas geht, aber noch nicht genau, wie es geht. Neben der Übersichtlichkeit, die die Suchzeiten reduziert, ist es deshalb wichtig, sich Know-how anzueignen. Nur wenn man ein Programm und seine Funktionen möglichst vollständig kennt, kann man dessen zeitsparenden Möglichkeiten voll ausschöpfen. Das gilt auch für die Arbeit in der Cloud und für viele technische Neuerungen. Wer neugierig ist auf Software oder neue Technologien und ihren Funktionsumfang durchdringt, kann die erlernten Möglichkeiten für seine Gestaltungsarbeit einsetzen. Zum anderen kann neu angeeignetes Know-how auch zu neuen Kunden, neuen Projekten und neuen Betätigungsfeldern führen. Vor allem aber führt die Kenntnis der Möglichkeiten, die man hat, zu mehr Effizienz und Schnelligkeit. Unter Einsatz neuer Technologie lassen sich Produktionszeiten minimieren und Durchlaufprozesse allgemein verkürzen.

Gewusst wie!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15
November
2017
viaprinto-Wissen

Type & Fonts für Designer: Wo finde ich kostenlose Schriften im Web?

Mit unserer neuen Serie “Kostenloses Gestaltungsmaterial für Designer” wollen wir für Medien-Designer die besten Quellen für Gestaltungsmaterial und -ideen vorstellen. Es geht um Webseiten, die kostenlos etwas zum Download anbieten oder Inspiration und gute Anregungen bieten. Nachdem wir bereits auf kostenlose Fotos eingegangen waren, folgen in den nächsten Wochen Übersichten zu Clipart, Templates und Webseiten für Designideen und Gestaltungs-Know-how. In der ersten Folge geht es um kostenlose Schriften.

Wer suchet der findet. Im Web ist das aber nicht immer einfach. Es kommt im Fall von Schriften auch darauf an, wer sie wofür nutzen will. So findet man im Web eine Fülle an kostenlosen Fonts, die dem Profi-Gestalter aber mitunter qualitativ nicht genügen. Tatsächlich gibt es zahlreiche Umsonst-Fonts, die

  • nicht professionell digitalisiert wurden und Fehler in ihren Formen enthalten,
  • ein unvollständiges deutsches Alphabet enthalten (z.B. fehlt das “ß”),
  • keine Buchstaben mit Umlauten bieten,
  • nur Versalien (Großbuchstaben) enthalten oder
  • nicht alle Satzzeichen umfassen.

Typografie-Info, eine deutsche Typografie-Seite, bietet Kauffonts und kostenlose Fonts und ist einer der kompetentesten kleinen Schriftanbieter.

Welche Ansprüche hat der Designer an die Schriften?

Der anspruchsvolle Anwender braucht mehr als vollständige und fachgerecht gestaltete Schriften. Er möchte möglichst viele unterschiedliche Schriftschnitte zur Verfügung haben:  kursiv, mit verschiedenen Fettegraden oder als Condensed- oder Extended-Varianten. Viele Schriften, die man umsonst bekommt, sind “nur” Designfonts – also solche Schriften, die sich für verspielte oder dekorative Überschriften oder für Worte auf Grußkarten verwenden lassen. Ein Designer, der etwa ein Erscheinungsbild gestaltet, hat andere Anforderungen. Sein Schriftkonzept enthält Schriftkombinationen und Schriftvarianten für unterschiedliche Einsatzzwecke. Für viele Anwendungen sind klassische Satzschriften wichtig, die in kleinen Schriftgrößen gut lesbar bleiben.

Typografische Feinheiten

Die Feinheiten der Typografie zeigen sich in den Unterschneidungen (den Buchstabenabständen bzw. dem Hinting) und der Gestaltung der Schriftformen. Dabei gibt es im Hinblick auf ihren Einsatzzweck als Headlineschrift oder Fließtextschrift Unterschiede. Spezielle Headlineschriften sind von der Strichstärke her etwas leichter gestaltet, damit sie in extremen Größen nicht zu dick wirken. Fließtextschriften sind dem gegenüber etwas schwerer gestaltet, damit sie in kleinen Schriftgraden nicht wegbrechen.

Das High-End in der Typografie sind Superschriftfamilien, die der Groteskschriftfamilie eine Antiqua oder eine informelle Variante zur Seite stellen. Beispiele dafür sind die Rotis, die Corporate ASE von Mercedes, die Thesis oder die Stone, die jeweils aus drei korrespondierenden Schriftfamilien bestehen. Solche übergreifenden Schriftsysteme bekommt man in der Regel nicht kostenlos. Eine Ausnahme bildet die IBM Plex, die man in 3 Familien – Sans, Serif und Mono – z.B. bei Typografie-Info kostenlos herunterladen kann.

Fontsquirrel bietet eine große Auswahl an kostenlosen Schriften und bemüht sich um typografische Qualität des Angebotes und die rechtli einwandfreie Nutzung der Schriften.

Bezahl-Fonts im Abonnement

Bevor man über kostenlose Fonts spricht, werfen wir einen Blick auf kostengünstige Fonts. Schriften sind teuer und für kleinere Grafik-Design-Projekte mit schmalem Budget wäre der Anschaffungspreis für eine Schriftfamilie zu hoch. Schriftvertriebe im Web bieten aber immer wieder Schriften und Schriftpakete zum Aktionspreis an, dabei kann man zwischen 30-80% sparen.

Ein anderes Spar-Modell ist ein Schrift-Abonnement. Schriften von Montotype sind im monatlichen oder jährlichen Abonnement für verhältnismäßig wenig Geld zu nutzen. Monotype hat sich in seiner bewegten Unternehmensgeschichte fast schon eine Alleinstellung im Big Font-Business geschaffen und die anderen großen Schrifthersteller und Schriftvertriebe ITC, Linotype, Agfa, Bitstream und schließlich FontShop aufgekauft. Damit verfügt Monotype über eine immense Schriftenauswahl.

Einen etwas anderen Weg geht Adobe: Wer kostenpflichtiger Abonnent von Adobes Creative Cloud ist, kommt in den kostenlosen Genuss von Adobes Schriftsammlung Typekit, die für Print- und Webprojekte genutzt werden kann.

Lohnen sich kostenlose Fonts?

Die Stärke der Freefonts liegt in immer neuen kreativen Designs für Headline-Satzschriften, die auch aus der Typografie-Community kommen. Sowieso bieten zahlreiche Schriftentwickler ihre ersten Schriften umsonst an oder für eine freiwillige Spende. Es gibt auch Typografie-Experten, die Felder wie Schreibschriften oder Fraktur-Schriften aus Liebhaberei anbieten. Das sind Schriften, die für große Anbieter eher ein Nebengeschäft sind, weil sie für ein zeitgemäßes Design oft nicht taugen. Schwer wiegt auch, dass Google seine Schriftbibliothek völlig kostenlos zur Verfügung stellt.

Wer aufmerksam die Seiten der Fontanbieter im Auge behält, kann sich im Laufe der Zeit eine stattliche Anzahl an kostenlosen Schriften zulegen. Es ist aber unbedingt in den Lizenzvereinbarungen nachzulesen, ob die Schriften nur für private Zwecke oder auch kommerziell für Kunden verwendet werden dürfen. Wer privat oder gelegentlich gestaltet oder als Designer in den Anfängen steckt, wird die Vielfalt der kostenlosen Fonts zu schätzen wissen.

Zwei gute Übersichten über diverse Fontwebseiten finden sich hier:

Conterest: Quellen für kostenlose Fonts

Andrea Baitz: Eine Übersicht über Fonts im Web

In Google-Fonts lassen sich per Schieberegler Schriften nach Fettegrad suchen. Außedem kann man direkt in die Schriftproben einen eigenen Text eintippen und auf alleanderen Schritgen übertragen. Komfortabler gehts kaum.

Kostenlose Schriftenangebote im Web:

Google Schriftbibliothek: Umfassend und anwenderfreundlich
Google stellt seit 2010 eine hochwertige Schriftbibliothek mit insgesamt 848 Schriftarten (Stand: 11/2017) kostenlos für Drucksachen oder Webprojekte zur Verfügung. Umfang und Ausbau des Angebotes sowie die Anwenderfreundlichkeit des User-Interface der Google-Fonts-Seite sind vorbildlich. Übrigens greifen auch die Adobe-Edge-Web-Fonts auf die Google Fonts zurück. Da die Google Fonts frei downloadbar sind, werden sie auch von anderen Plattformen vertrieben wie z.B. Allfont.

FontSquirrel: Gut gepflegt und umfassend
Eine erste Adresse für zeitgemäße kostenlose Fonts, die rechtlich einwandfrei sind, ist Fontsquirrel. Das Problem bei manch anderer Seite sind zu viele widerrechtlich hochgeladene und verbreitete Fonts. Die kommerzielle Partnerseite zum Kostenlosdienst Fontsquirrel ist Fontspring.

Typografie-Info: Fonts mit Sachverstand ausgewählt
Wer eine fundierte und oft auch kommentierte Schriftübersicht anspruchsvoller Schriften wünscht, kommt an Typografie.info nicht vorbei. Die Seite bietet neben käuflich zu erwerbenden Fonts auch viele kostenlose:

Fontfabric: Eine schöne Schriftenauswahl
Die Fontfabric ist alles andere als eine Fabrik, im Gegenteil: das Repertoire an Schriften ist übersichtlich. Dafür bietet die Type Foundry interessante, moderne und individuelle Schriften –  und oft einzelne Schnitte kostenlos.

Dafont: viele Schriften
Bei Dafont liegt ein Schwerpunkt auf extravaganten Headlinefonts und teils schönen, expressiven Schreibschrift-Fonts.

GitHub: Einzelne Fonts oder Schriftbibliotheken
GitHub ist eine Seite für Programmierer, auf der Open-Source-Projekte verwaltet werden. Das Einbinden von Fonts gehört mit zu den Projekten. So finden sich auf GitHub beispielsweise die Fonts der Firmen Google, Apple oder Microsoft, diverse sonstige Schriftfamilien oder Einzelschriften zum freien Download. Inwiefern sie zur kommerziellen Nutzung zur Verfügung stehen, sollte immer erst nachgelesen werden.

SourceForge: Diverse auch fremdsprachige Fonts
SourceForge ist wie GitHub eine Plattform zum Entwickeln von Softwareprojekten. Auch hier stehen zahlreiche Einzelfonts, Schriftfamilien oder ganze Schriftbibliotheken zur Verfügung.

FontShop: Klassik und Moderne manchmal auch kostenfrei
Von Deutschland aus hat der Fontshop mit dazu beigetragen, dass Schriften in den 1990ern-Jahren wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Designer gerückt sind. Die Fontshop-Schriften garantieren höchste Qualität. Einzelne Schnitte werden zum kostenlosen Download angeboten.

FontFont: Innovationen aus Berlin
Seit 1990 gibt es als Ableger des Fontshop den FSI Fontshop International, der unter dem Label FontFont eigene Schriften entwickelt. Am Anfang lagen insbesondere innovative Schriften im Fokus des Schriftentwurfshauses. Auch hier kann man einzelne Schriften umsonst downloaden.

Microsoft: Wesentliche Schriften für das Desktop-Publishing
Manchmal ist weniger mehr. Wer mit der Arbeit am PC aufgewachsen ist, für den sind die Microsoftschriften wie ein Standard, der in Fleisch und Blut übergegangen ist. Microsoft hat vor Jahren eine essentielle Auswahl seiner Fonts als Public Domain zur Verfügung gestellt. Zu dieser kleinen, “CoreFonts” genannten, Kollektion gehörten in der ersten Version: Andale Mono, Arial, Comic Sans MS, Courier, Georgia, Impact, Trebuchet MS, Times, Verdana und Webdings. Bis auf die Comic Sans, die nur sehr begrenzt für Spezialzwecke einsetzbar ist, ist damit eine vielseitige Kollektion entstanden.

Ralf Wasselowski

Für unsere Wissensreihe „Kostenloses Gestaltungsmaterial für Designer“ konnten wir Ralf Wasselowski gewinnen. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen. ©Ralf Wasselowski

Ralf Wasselowski hat wieder viel recherchiert, damit die Serie eine informative und runde Sache wird und natürlich Gestalter und Designer hier die besten Tipps für Ihre Werke finden.
Neben Fonts sind auch Illustrationen ein Instrument der Gestaltung. In der nächsten Woche stellen wir kostenfreie Clipart-Seiten vor.