Beiträge

1
Juli
2019
Klimaschutzwochen 2019

Einfach mal blau machen…

…wir meinen natürlich grün! Denn bei viaprinto steht der gesamte Juli (01.07. – 31.07.2019) im Zeichen des Klimaschutzes.

Für Sie bedeutet das: jeder Ihrer Druckaufträge wird automatisch klimaneutral ausgeführt, ohne dass Ihnen dafür Mehrkosten entstehen. Denn die übernehmen wir für Sie!

Wie funktioniert das?
Wir unterstützen gemeinsam mit unserem Klimaschutzpartner ClimatePartner das 600.000 Hektar große Waldschutzgebiet April Salumei in Papua-Neuguinea. Der tropische Regenwald dort dient nicht nur der indigenen Bevölkerung als Lebensgrundlage, sondern auch einer Vielzahl an tropischen Vogelarten, exotischen Tieren und Pflanzen als Heimat. Rund 5 % der weltweiten Biodiversität verteilen sich auf Papua-Neuguinea.
Darüber hinaus ist das Areal ein wichtiger Kohlendioxid-Speicher, der jährlich 400.000 Tonnen Kohlendioxid kompensiert.

Seien Sie dabei und unterstützen Sie mit uns den Klimaschutz!

8
März
2018
Klimaschutzwochen

Grün, grün, grün sind alle meine Drucke.

Vom 12. März bis Gründonnerstag (29. März) stehen bei uns alle Zeichen auf GRÜN!

Jawohl – in unseren erstmalig ausgerufenen Klimaschutzwochen drucken wir sämtliche Produkte ausnahmslos klimaneutral. Und das Beste daran: Sie müssen keinen Cent dazu bezahlen, denn wir übernehmen die Kosten für den Ausgleich der beim Druck entstehenden Treibhausgase.

„Die Meisten werden überrascht sein, wie wenig Klimaschutz im Onlinedruck kostet“, sagt Frank Morjan, unser Geschäftsführer. Mit nur einem Klick und wenig Ausgaben betreiben Sie bei uns Klimaschutz. Möglich macht das das Carbon-Management-Berechnungssystem unseres Partners ClimatePartner: Die Menge an Treibhausgasausstößen, die bei der Produktion Ihrer Druckprodukte entstehen, werden über das Carbon-Management erfasst, berechnet und über die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes in Papua-Neuguinea ausgeglichen. Und das schon seit zwei Jahren.

Um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen, flankieren wir die Klimaschutzwochen mit zwei Baumpatenschaften im Stadtgebiet von Münster. Gemeinsam möchten wir der Umwelt einen Teil von dem zurück geben, worauf sich unser Erfolg gründet.

Seien Sie dabei, wenn wir dem Klimaschutz etwas mehr unter die Arme greifen.

31
Januar
2017
viaprinto-Wissen

Wie funktioniert eigentlich Recycling? Und was ist ein Deinking-Verfahren?

Damit aus altem Papier ein schönes und hochwertiges Recyclingpapier wird, muss es nach dem Einsammeln neu aufbereitet werden. Das ist durchaus eine spannende Angelegenheit, die man sogar selbst mal ausprobieren kann. Zumindest, wer einfaches Umweltpapier (ohne Bleichung und Chemikalien-Einsatz) herstellen möchte. Die Autorin erinnert sich noch gut an ihren engagierten Sachkunde-Grundschullehrer, der Ende der 1980er Jahre mit der Klasse Recyclingpapier herstellte – eine „matschige“ Angelegenheit, die im Gedächtnis geblieben ist. Auf dieses kleine, harte und graue – aber selbst geschöpfte – Stück Papier war ich damals ziemlich stolz und habe es lange im Schreibtisch aufbewahrt!

Also: Wie funktioniert Recycling?

1.Raus aus der blauen Tonne

Die Deutschen sind weltweit die besten Altpapiersammler. Über 73 Prozent des Altpapiers wird hierzulande wieder zu nutzbarem Papier verarbeitet. Nachdem das Altpapier aus blauen Tonnen und Containern eingesammelt wurde, wird es in einem Recyclingwerk sortiert, um unterschiedlich verarbeitet zu werden – zu Hygienepapier, Karton oder grafischem Papier, hierzu zählt Zeitungspapier oder höherwertige Papiere, die für schöne Druckerzeugnisse verwendet werden können. Für grafisches Papier müssen spezielle Voraussetzungen erfüllt sein. Es können beispielsweise keine braunen Fasern aus Kartonagen in weiße Fasern umgewandelt werden. Deshalb werden Kartons vorab separiert. Dunkle Altpapiere werden dann wieder zur Herstellung von Karton oder Wellpappe genutzt.

Die Altpapierverwertungsquote in Deutschland. ©Verband Deutscher Papierfabriken e.V.

Die Altpapierverwertungsquote in Deutschland. ©Verband Deutscher Papierfabriken e.V.

2. Deinking-Verfahren – vom Blatt zum Brei

Das Deinking-Verfahren im Schema. ©Verband Deutscher Papierfabriken

Das Deinking-Verfahren im Schema. ©Verband Deutscher Papierfabriken

Viele Papiere sind zusammengetackert oder geklebt, vor allem sind sie beschrieben oder mit bunten Farben bedruckt. Die Fremdkörper müssen entfernt werden – ebenso die Druckerschwärze und -farben. Das funktioniert mit dem Deinking-Verfahren, das ist das englische Wort für Druckfarbenentfernung und bezeichnet den Kernprozess beim Papierrecycling.

Zunächst wird das Papier mechanisch in kleine Papierfetzen zerstückelt, Wasser wird hinzugefügt, das Papier löst sich in seine einzelnen Fasern auf: Ein Altpapierbrei entsteht. In mehreren Prozessen wird der Brei gereinigt, auch mit verschiedenen Chemikalien. Unter anderem werden Natronlaugen oder Tenside eingesetzt, die die Farben von den Fasern lösen und herauswaschen. Dann können die Farbteilchen mit dem Schaum abgetragen werden. Übrigens: Die beim Deinking verwendeten Säuren und Laugen sind weit weniger umweltschädlich als die Chemikalien, die in der Zellstoffgewinnung für Frischfaserpapier eingesetzt werden.

 

3. Nicht nur sauber, sondern rein: das Bleichen

Um am Ende ein helles Papier zu erhalten, das nicht nach einiger Zeit vergilbt, wird der Papierfaserbrei mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid gebleicht. Je nach Verfahren ist das Papier hinterher grau, hell oder strahlend weiß. Aus Umweltgesichtspunkten wäre es besser, ganz auf den Bleichvorgang zu verzichten. Wenn das Papier aber für hochwertige Druckerzeugnisse benötigt wird, ist er unumgänglich.

 

4. Das neue Papier

Aus dem gereinigten Faserstoff wird neues Papier. Das kann reines Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier sein. Oder dem Altpapierbrei werden noch Frischfasern hinzugefügt, bevor er auf Bahnen geglättet, getrocknet und wieder zu Papier aufgerollt wird. Denn leider lässt sich Papier nicht beliebig oft recyceln. Nach ungefähr fünf bis sieben Recycling-Vorgängen werden die einzelnen Papierfasern zu kurz und brüchig und geben dem Papier nicht mehr ausreichend Reißfestigkeit und Stabilität. Um den Papierkreislauf aufrechtzuerhalten, werden dem Altpapier deshalb immer wieder auch frische Fasern hinzugefügt.

Altpapierlager ©Verband-Deutscher-Papierfabriken

Altpapierlager ©Verband-Deutscher-Papierfabriken

5. Und dann wieder in die blaue Tonne

Ist dann die neu gedruckte Zeitung, der Geschäftsbericht oder der Flyer auf Recyclingpapier ausgelesen, gehört das bedruckte Papier wieder in die blaue Tonne. Der Kreislauf des Papiers beginnt erneut …

 

 

 

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Taalke Nieberding arbeitet als freie Journalistin in Bonn. Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehören zu ihren Schwerpunktthemen. www.taalke-nieberding.de ©privat

 

 

Farben spielen eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung eines Textes. In der kommenden Folge erklären wir, woraus die Druckfarben eigentlich bestehen und was Öko-Farben sind.

 

Bisher erschienen:

Klimaneutrales Drucken: Einen Ausgleich für die Umwelt schaffen.
Ökologische Papiersorten.

 

 

 

 

 

 

3
Januar
2017
viaprinto-Wissen

Klimaneutrales Drucken: einen Ausgleich für die Umwelt schaffen.

Seit einiger Zeit bietet viaprinto die Möglichkeit, klimaneutral zu drucken. Unsere Kunden und wir helfen damit dem Klimaschutz etwas mehr auf die Sprünge. Denn hinter jedem bedruckten Blatt steckt ein aufwändiger Produktionsprozess, der Vieles zurücklässt, das wenig verträglich für die Umwelt ist. Mit unserer neuesten Serie „Nachhaltigkeit im Druck“ bringen wir Licht ins Dickicht aus Umwelt-Labels, den Einsatz von Farben, umweltfreundlichen Papieren und Recycling. Wir konnten die freie Journalistin Taalke Nieberding als Autorin gewinnen. Die Bonnerin hat sich auf die Themen Nachhaltigkeit und Umwelt spezialisiert.

 

Herzensangelegenheit und Strategie

Umweltbilanz, klimaverträglicher Konsum, ökologischer Fußabdruck: Das Thema Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen und sich hierzulande zu einem wichtigen Kaufkriterium entwickelt. Vielen Menschen liegt ein sparsamer Umgang mit Rohstoffen und Energie am Herzen – laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach waren es im Jahr 2014 60 Prozent der Bevölkerung. Ein Grund dafür ist sicherlich der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel – eine der größten Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Die Begrenzung der durch die Menschen verursachten Erderwärmung durch Treibhausgas-Emissionen sehen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als zentrale Aufgabe unserer Zeit.

Seit 2002 gibt es die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, die etwa zum Ziel hat, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Bis zum Jahr 2050 sieht das Energiekonzept der Bundesregierung eine Senkung um 80 bis 95 Prozent vor.

 

Emissionen beim Drucken

Auch viaprinto strebt danach, so viele Bereiche wie möglich umweltschonend und mit Augenmaß zu betreiben, denn klimaschädliche Emissionen – wie etwa der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2)  in die Atmosphäre – entstehen auch bei der Produktion von Publikationen und Druckerzeugnissen. Immer mehr Menschen wollen, dass für von ihnen verursachte klimaschädliche Emissionen an einer anderen Stelle entsprechende Treibhausgase vermieden werden. Ein Beispiel sind Ausgleiche für Flugreisen, die Reisebüros oder Fluggesellschaften ihren Kunden schon bei der Buchung anbieten oder die ein Reisender selbst durch eine Zahlung leisten kann – etwa bei der Non-Profit-Organisation „atmosfair“.viaprinto_nachhaltigkeit_nachhaltigkeit

Wer heutzutage Broschüren, Flyer, Briefbögen oder andere Produkte nachhaltig produzieren lassen möchte, dem bietet die Druckereibranche die Möglichkeit, klimaneutral zu drucken. Ein klimaneutraler Druck wird in der Regel von einem Geschäftspartner wie zum Beispiel „Climate Partner“ oder „myclimate“ zertifiziert: Zunächst werden allen Emissionen im Druckprozess berechnet.

Sie entstehen etwa:

  • durch den Gebrauch von Materialien wie Papier, Farbe und Chemikalien
  • den Einsatz von Reinigungsmitteln
  • den Druckprozess selbst (etwa die verbrauchte Energie)
  • durch den Versand

Diese Emissionen werden durch Beiträge an Klimaschutzprojekte in der ganzen Welt ausgeglichen. Damit wird für die Umwelt ein Ausgleich geschaffen. Wichtig dabei ist, dass nur Klimaschutzprojekte mit Ausgleichszahlungen unterstützt werden, die ohne dieses Geld nicht entstanden wären. Nur so bleibt die Klimabilanz ausgeglichen und bewirkt den Strukturwandel hin zu einer Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien.

Beispiele für Klimaschutzprojekte:

  • Bau eines Wasserkraftwerkes in der Türkei
  • Onshore-Windparks in Taiwan
  • Umsetzung eines Biomassekraftwerkes in China
  • Wiederaufforstung mit einheimischen Baumarten im westafrikanischen Togo, um einen Schutz- und Lebensraum für Tiere zu schaffen.

Bei einigen Druckereien, so auch bei viaprinto, bekommt man zu den bestellten Druckerzeugnissen auch eine Art Klima-Urkunde, die über die entstandene und kompensierte Menge CO2 der Produkte sowie über das unterstützte Klimaschutzprojekt Auskunft gibt.

Nachhaltiges Wirtschaften wird sich schließlich als Wettbewerbsvorteil auszahlen: Eine Firma oder Organisation zeigt, dass sie sich an die Herausforderungen unserer Zeit anpasst und Verantwortung für die Zukunft übernimmt.

papierknaeul

Weniger wirkt mehr: CO2 vermeiden und verringern

Die Vermeidung oder die Reduzierung von CO2-Emissionen ist natürlich besser als jeder Ausgleich. Dies gelingt zum Beispiel, indem moderne Druckmaschinen mit geringer Anlaufmakulatur und kurzen Rüst- und Waschzeiten eingesetzt werden. Die Produktionskette sollte so ablaufen, dass transportbedingte Emissionen so gering wie möglich gehalten werden. Die Abwärme der Druckmaschinen kann zur Wärmeversorgung des Betriebsgebäudes genutzt werden. Außerdem sollte die benötigte Energie zur Produktion der Drucksachen zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien („Ökostrom“) erfolgen.

 

Daneben gibt es weitere Möglichkeiten für Druckereien, nachhaltig zu wirtschaften wie etwa:

  • Erwerb von IT-Systemen und -geräten mit einem CO2-Ausgleich
  • ein Fuhrpark mit Elektroautos und Erdgasfahrzeugen
  • Flugreisen der Mitarbeiter vermeiden, stattdessen Bahnfahrten mit Ökostrom
  • Auswahl der Zulieferbetriebe nach ökologischen, ökonomischen und sozial verträglichen Gesichtspunkten
  • Abfallentsorgung durch zertifizierte regionale Entsorgungsunternehmen
  • Einsatz des Fairphone bei Firmen-Mobiltelefonen
  • Bei Internetrecherchen die Suchmaschine Ecosia verwenden, die die Pflanzung von Bäumen als potenzielle CO2-Senken fördert.

Es sollte heutzutage selbstverständlich sein, mit den natürlichen Ressourcen der Erde sorgsam und verantwortungsbewusst umzugehen. Jeder einzelne Mensch, jede Firma und jede Institution kann ihren Teil dazu beitragen. Jede Visitenkarte, jeder Flyer, jede Broschüre sollte einen Sinn, eine Zielgruppe, also eine Leserschaft haben. Dann ist der Ausgleich von CO2-Emissionen ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz.

 

phototaalke

Taalke Nieberding arbeitet als freie Journalistin in Bonn. Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehören zu ihren Schwerpunktthemen. www.taalke-nieberding.de ©privat

 

 

Im Zusammenspiel aus Nachhaltigkeit und bewusstem Ressourcenverbrauch spielt Papier eine entscheidende Rolle. In der nächsten Folge geht es um Recycling von Papier und dem Unterschied zu Umwelt- und Naturpapier.