28
Mai
2015
„Layout & Satz: die Grundlagen.“

Folge 1 startet mit den Papierformaten.

Herzlich Willkommen zum Start einer neuen Wissensreihe mit unserer Gastautorin Charlotte Erdmann. Nach den Themen „Was ist Color-Management?“ und „Alles rund um das PDF“ widmet sich die Fachfrau nun den Fragen zu Layout und Satz. Natürlich immer mit Blick auf den Druck und darauf, was diesbezüglich zu beachten ist. Wir wünschen viel Erfolg mit den hilfreichen Tipps, die wir immer wieder Donnerstags im zweiwochen Rhythmus für Sie hier veröffentlichen. Also lassen Sie uns beginnen.

Bevor es an das Layout geht, muss man sich Gedanken über das passende Endformat der grafischen Arbeit machen. Sonderformate sind auffällig und können schick sein. Sie schlagen sich aber auch in hohen Druckkosten nieder. Denn für die effiziente Ausnutzung des Druckplattenplatzes greift man – zumindest in Deutschland – auf ein DIN-Format zurück.

DIN für Druckbögen

Druckmaschinen in Deutschland arbeiten – sowohl im Digital- wie auch im Offsetdruck – mit einem Bogenformat, das vom Referenzformat A0 mit 841 x 1189 Millimetern ausgeht. Das entspricht in etwa einem Quadratmeter. Dieses Rechteck besitzt ein Seitenverhältnis von 1:1,4142 (also die Wurzel aus 2), aus dem jeweils halbiert ein Rechteck mit dem gleichen Seitenverhältnis entsteht. Daraus ergeben sich die weiteren DIN-Formate der sogenannten A-Reihe, die hierzulande für Drucksachen und Schreibpapier verwendet werden. Zusätzlich gibt es für Sonderformate die B- und C-Reihen, etwa für Umschlagsgrößen wie B5 oder 26052015_SummaryC6. Außerdem sind in DIN 467 die selten genutzten Reihen D, E, RA und SRA niedergeschrieben. Festgelegt wurden diese Papierstandards bereits 1922 in der DIN ISO-Norm Nr. 476 vom Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN).

DIN A-Größen

Ausgehend vom A0-Format ergeben sich die weiteren Größen für den Druckbogen also schlicht durch Halbierung derselben. Angegeben werden die Größen dabei immer nach dem Prinzip „Basis vor Höhe“, d.h. im Querformat wird die Längsbasis zuerst angegeben, im Hochformat jedoch die vertikale Länge. DIN A1 ist 594 x 841 mm groß. DIN A2 ist 420 x 594 mm groß und wird im Druckerjargon auch „Bogen“ genannt. DIN A3 ergibt 297 x 420 mm und DIN A4 ist als „Briefbogen“ 210 x 297 mm. Kleinere Formate sind DIN A5 (148 x 210 mm), DIN A6 (105 x 148 mm), DIN A7 (74 x 105 mm), DIN A8 (52 x 74 mm) usw. bis hin zu DIN A13 mit 9 x 13 mm.

Umschläge und Sonderformate

Im Druck gibt es vor allem ein Sonderformat, das neben den DIN A-Formaten oft genutzt wird: DIN lang, das ausgeschrieben „Dimension Lenghtwise“ heißt. Eigentlich für Briefumschläge gedacht, findet es häufig seinen Einsatz bei Flyern. Das DIN lang Format entstand aus der dreifachen Faltung eines DIN A4 Papierbogens. Weitere Sonderformate, die vor allem in der B- und C-Reihe festgelegt sind, werden ebenfalls für Umschläge verwendet. Sie sind größer als das A-Format ausgelegt, so dass Bögen aus der A-Reihe in den Umschlägen der B- und C-Reihe Platz findet.

Weltweit gültig?

Das DIN-Format für Papier findet inzwischen weltweit Anwendung. Lediglich in Amerika (USA, Kanada, Mexiko) sind andere Formate gängig, so dass man sich nicht allerortens auf die Nutzung der DIN-Formate verlassen kann. Das für Briefbögen in Amerika eingesetzte Format Letter ist 216 x 279 mm groß, Legal hat ein Maß von 216 x 356 mm, Executive misst 190 x 254 mm. Außerdem gibt es die meist für Zeitungsformate eingesetzten Größen Ledger (279,4 x 431,8 mm) und Tabloid (279,4 x 431,8 mm). Diese Formate sind nicht miteinander kombinierbar, mit Ausnahme von Letter, das halb so groß ist wie Tabloid.

1 Antwort
  1. Karl Müller says:

    Kleiner Tipp für die Zukunft: willkommen wird in diesem Fall klein geschrieben!
    Also Herzlich willkommen und nicht Herzlich Willkommen

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.