10
Dezember
2019
Portrait

„Ich enworke jetzt“ – Dating-App für Bewerber und Unternehmen

Für den einen ist es das erste Mal, für den anderen fast Routine: das Bewerben auf einen neuen Job. Nach wie vor ist die vollständige Dokumentenmappe mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen das A und O im Bewerbungsverfahren. Natürlich in ansprechender Aufmachung und auf Papier gedruckt.

Das Gründertrio aus Passau: Finn Moritz Bätzel, Garvin Schwarz, Jan-Philipp Schroeder (v.l.)
©enwork


„Mit der Bewerbung beginnt die Karriere“, heißt es auf Hilfe-Portalen, wo es auch gleich noch Gratis-Vorlagen für Anschreiben und CV zum Download gibt. „Das passt alles nicht mehr in unsere heutige Zeit. Der Bewerbermarkt kämpft mit 60 Prozent Abbruchquote, weil die Bewerbungsverfahren so unterschiedlich und schwerfällig sind“, weiß Jan-Philipp Schroeder. Der 24-Jährige hatte zusammen mit seinen Kollegen Finn Moritz Bätzel und Garvin Schwarz eine bessere Idee: Das mühelose und schnelle Bewerben, immer und überall mit einem Klick in einer Smartphone-App. Entstanden ist die Bewerbungsplattform „enwork“.

Filter, Vorschläge, Treffer!

„Wir machen Bewerbungsverfahren für die Generation Netflix“, so Schroeder. Bewerber klicken am Handy das Unternehmen an, das auf ihre Stellensuche passt und geben mit einem Klick ihre Bewerbung ab. Künstliche Intelligenz hilft: Unternehmen bekommen ohne manuelles Filtern die für eine Stellenanzeige passenden Kandidaten vorgeschlagen und können sie einladen oder in einem Talentpool verwalten. Bewerber wiederum bekommen die zu ihrem Profil passende Stellen vorgeschlagen, auf die sie sich innerhalb von wenigen Sekunden bewerben können.  

Nach der Förderung auf eigenen Beinen
enwork auf Tour mit Messetechnik von viaprinto.
© enwork

Als Start-Up-Unternehmen der Universität Marburg erhielt das Trio für diese Idee und ihre Umsetzung ein einjähriges Gründerstipendium und war Teil eines Investmentprogramms. „Ab 2020 beginnt jedoch der wirtschaftliche Ernst und „enwork“ geht sozusagen live. Dann vergrößern wir auch unser Team um bis zu fünf Leute“, sagt Schroeder. Dazu gehört auch, lauter für die Sache zu trommeln und Werbung zu machen, etwa auf Messen. „Hierfür hatten wir extra bei viaprinto ein Roll Up bestellt und waren froh, einen Druckpartner an der Seite zu haben, der auf unsere Bedürfnisse eingeht.“ In unserer viaprinto-Galerie kann man sich das Roll Up genauer ansehen – und sich inspirieren lassen …

Gründertrio an den Aufgaben gewachsen

Die Entstehungsgeschichte von „enwork“ sei eine Achterbahnfahrt der Gefühle: „Wir waren naiv und auch überrascht, wie langwierig die Dinge sind, aber wir haben uns selbst weiterentwickelt, auch an der eigenen Person und sind realistischer geworden.“ Doch wie sollten Existenzgründer und Start-Ups an die Sache rangehen? Hier Jan-Philipps Rat:

  1. herausfinden, was der Kunde liebt
  2. machen
  3. laut sein

Was für eine „Einstellung“!

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.