3
Januar
2017
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Klimaneutrales Drucken: einen Ausgleich für die Umwelt schaffen.

Seit einiger Zeit bietet viaprinto die Möglichkeit, klimaneutral zu drucken. Unsere Kunden und wir helfen damit dem Klimaschutz etwas mehr auf die Sprünge. Denn hinter jedem bedruckten Blatt steckt ein aufwändiger Produktionsprozess, der Vieles zurücklässt, das wenig verträglich für die Umwelt ist. Mit unserer neuesten Serie „Nachhaltigkeit im Druck“ bringen wir Licht ins Dickicht aus Umwelt-Labels, den Einsatz von Farben, umweltfreundlichen Papieren und Recycling. Wir konnten die freie Journalistin Taalke Nieberding als Autorin gewinnen. Die Bonnerin hat sich auf die Themen Nachhaltigkeit und Umwelt spezialisiert.

 

Herzensangelegenheit und Strategie

Umweltbilanz, klimaverträglicher Konsum, ökologischer Fußabdruck: Das Thema Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen und sich hierzulande zu einem wichtigen Kaufkriterium entwickelt. Vielen Menschen liegt ein sparsamer Umgang mit Rohstoffen und Energie am Herzen – laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach waren es im Jahr 2014 60 Prozent der Bevölkerung. Ein Grund dafür ist sicherlich der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel – eine der größten Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Die Begrenzung der durch die Menschen verursachten Erderwärmung durch Treibhausgas-Emissionen sehen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als zentrale Aufgabe unserer Zeit.

Seit 2002 gibt es die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, die etwa zum Ziel hat, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Bis zum Jahr 2050 sieht das Energiekonzept der Bundesregierung eine Senkung um 80 bis 95 Prozent vor.

 

Emissionen beim Drucken

Auch viaprinto strebt danach, so viele Bereiche wie möglich umweltschonend und mit Augenmaß zu betreiben, denn klimaschädliche Emissionen – wie etwa der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2)  in die Atmosphäre – entstehen auch bei der Produktion von Publikationen und Druckerzeugnissen. Immer mehr Menschen wollen, dass für von ihnen verursachte klimaschädliche Emissionen an einer anderen Stelle entsprechende Treibhausgase vermieden werden. Ein Beispiel sind Ausgleiche für Flugreisen, die Reisebüros oder Fluggesellschaften ihren Kunden schon bei der Buchung anbieten oder die ein Reisender selbst durch eine Zahlung leisten kann – etwa bei der Non-Profit-Organisation „atmosfair“.viaprinto_nachhaltigkeit_nachhaltigkeit

Wer heutzutage Broschüren, Flyer, Briefbögen oder andere Produkte nachhaltig produzieren lassen möchte, dem bietet die Druckereibranche die Möglichkeit, klimaneutral zu drucken. Ein klimaneutraler Druck wird in der Regel von einem Geschäftspartner wie zum Beispiel „Climate Partner“ oder „myclimate“ zertifiziert: Zunächst werden allen Emissionen im Druckprozess berechnet.

Sie entstehen etwa:

  • durch den Gebrauch von Materialien wie Papier, Farbe und Chemikalien
  • den Einsatz von Reinigungsmitteln
  • den Druckprozess selbst (etwa die verbrauchte Energie)
  • durch den Versand

Diese Emissionen werden durch Beiträge an Klimaschutzprojekte in der ganzen Welt ausgeglichen. Damit wird für die Umwelt ein Ausgleich geschaffen. Wichtig dabei ist, dass nur Klimaschutzprojekte mit Ausgleichszahlungen unterstützt werden, die ohne dieses Geld nicht entstanden wären. Nur so bleibt die Klimabilanz ausgeglichen und bewirkt den Strukturwandel hin zu einer Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien.

Beispiele für Klimaschutzprojekte:

  • Bau eines Wasserkraftwerkes in der Türkei
  • Onshore-Windparks in Taiwan
  • Umsetzung eines Biomassekraftwerkes in China
  • Wiederaufforstung mit einheimischen Baumarten im westafrikanischen Togo, um einen Schutz- und Lebensraum für Tiere zu schaffen.

Bei einigen Druckereien, so auch bei viaprinto, bekommt man zu den bestellten Druckerzeugnissen auch eine Art Klima-Urkunde, die über die entstandene und kompensierte Menge CO2 der Produkte sowie über das unterstützte Klimaschutzprojekt Auskunft gibt.

Nachhaltiges Wirtschaften wird sich schließlich als Wettbewerbsvorteil auszahlen: Eine Firma oder Organisation zeigt, dass sie sich an die Herausforderungen unserer Zeit anpasst und Verantwortung für die Zukunft übernimmt.

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Weniger wirkt mehr: CO2 vermeiden und verringern

Die Vermeidung oder die Reduzierung von CO2-Emissionen ist natürlich besser als jeder Ausgleich. Dies gelingt zum Beispiel, indem moderne Druckmaschinen mit geringer Anlaufmakulatur und kurzen Rüst- und Waschzeiten eingesetzt werden. Die Produktionskette sollte so ablaufen, dass transportbedingte Emissionen so gering wie möglich gehalten werden. Die Abwärme der Druckmaschinen kann zur Wärmeversorgung des Betriebsgebäudes genutzt werden. Außerdem sollte die benötigte Energie zur Produktion der Drucksachen zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien („Ökostrom“) erfolgen.

 

Daneben gibt es weitere Möglichkeiten für Druckereien, nachhaltig zu wirtschaften wie etwa:

  • Erwerb von IT-Systemen und -geräten mit einem CO2-Ausgleich
  • ein Fuhrpark mit Elektroautos und Erdgasfahrzeugen
  • Flugreisen der Mitarbeiter vermeiden, stattdessen Bahnfahrten mit Ökostrom
  • Auswahl der Zulieferbetriebe nach ökologischen, ökonomischen und sozial verträglichen Gesichtspunkten
  • Abfallentsorgung durch zertifizierte regionale Entsorgungsunternehmen
  • Einsatz des Fairphone bei Firmen-Mobiltelefonen
  • Bei Internetrecherchen die Suchmaschine Ecosia verwenden, die die Pflanzung von Bäumen als potenzielle CO2-Senken fördert.

Es sollte heutzutage selbstverständlich sein, mit den natürlichen Ressourcen der Erde sorgsam und verantwortungsbewusst umzugehen. Jeder einzelne Mensch, jede Firma und jede Institution kann ihren Teil dazu beitragen. Jede Visitenkarte, jeder Flyer, jede Broschüre sollte einen Sinn, eine Zielgruppe, also eine Leserschaft haben. Dann ist der Ausgleich von CO2-Emissionen ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz.

 

phototaalke

Taalke Nieberding arbeitet als freie Journalistin in Bonn. Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehören zu ihren Schwerpunktthemen. www.taalke-nieberding.de ©privat

 

 

Im Zusammenspiel aus Nachhaltigkeit und bewusstem Ressourcenverbrauch spielt Papier eine entscheidende Rolle. In der nächsten Folge geht es um Recycling von Papier und dem Unterschied zu Umwelt- und Naturpapier.

 

 

 

 

 

 

 

 

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