21
Juli
2015
Eine Frage des Aufbaus:

Tipps zur Gestaltung eines Mehrbruchflyers.

Das Schöne an Flyern ist ja, dass sie so variantenreich sind. Ob an Formaten, Papieren oder Veredelungen – oder eben auch an der Art der Falzung. Das verleiht der eigenen Präsentation oder Botschaft in Ihrem Flyer eine besondere Note, da Sie Seiten dramaturgisch anordnen können. Was es für Tricks gibt, erklären wir Ihnen in diesem Artikel. Doch zunächst noch ein Blick auf die unterschiedlichen Falzarten.

Vor der Weiterverarbeitung in der Falzmaschine wird der Papierbogen gerillt, so kann das Papier nicht brechen. Da in Laufrichtung gefalzt wird, ist das Papier mehr geschützt. Durch eine einmalige Falzung entstehen vier Seiten. Wir sprechen bei diesem Produkt von dem Flyer Einbruchfalz. Daneben existieren die Mehrbruchflyer: Durch einen zweifachen Bruch entstehen sechs Seiten, durch einen dreifachen Bruch acht und – wie könnte es anders sein – durch einen vierfachen Bruch stehen Ihnen zehn Seiten zur Gestaltung zur Verfügung.

Je nachdem, ob Sie sich für einen Flyer Wickel- oder Zickzackfalz entscheiden, sollten Sie im Vorhinein schon wissen, was Sie auf dem Träger mitteilen wollen, in welcher Anordnung und welchem Layout. Mit der richtigen Dramaturgie ist Ihnen die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden gewiss:

  1. Sprechen Sie Ihre Zielgruppe an und holen Sie Ihre Kunden ab.
  2. Beziehen Sie Ihr Corporate Design mit ein: Farben, Bildsprache, Schriftart, Logo usw.
  3. Fallen Sie auf: mit identitätsstiftenden Bildern und Unverwechselbarkeit.
  4. Achten Sie in Layout und Satz auf das Arrangement von Linien, Flächen und Schriften: Verwenden Sie nicht zu viel, damit der Flyer nicht überladen wirkt.
  5. Frontseite: mit Aufmacher, prägnanter Überschrift und dem Anreiz weiterzulesen.
  6. Innenseiten: Text und Bild harmonisch gestalten und inhaltlich aufeinander aufbauen. Stellen Sie sich beispielsweise vor, stellen Sie Positives heraus. Liefern Sie im Weiteren Fakten und am Ende alle notwendige Details.
  7. Rückseite: alle wichtigen Informationen und Kontaktdaten angeben.

Sie kennen den klassischen dramaturgischen Aufbau vielleicht noch aus Schulzeiten: Dort beginnt das Thema stetig steigend, der Inhalt spitzt sich auf einen Höhepunkt zu und am Ende fällt die Kurve ab. Das Prinzip ist kompartibel: Sie schaffen eine Ausgangssituation auf der Titelseite, die genügend Anreize liefert, um den Flyer aufzuschlagen. Das sind Hingucker wie ein Bild und eine knackige Überschrift. Vielleicht haben Sie Raum für einen weiterer Satz, der offen bleibt und anregt. Beim aufgefalteten Flyer gibt es eine Wahrnehmungshierarchie, die das Auge leitet. Da fällt der erste Blick eher in den rechten Bereich, klettert über Bilder und Überschriften weiter nach Links. Die spannendste Information gehört also dahin. Am Ende folgen alle nötigen Kontakte und Aufrufe.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Mehrbruchflyern.

Lesen Sie auch die Artikel „Gute Gründe für die Falzung“ und „Der Satzspiegel“ aus der Reihe „Layout & Satz“.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.