8
Mai
2014
Im Hochschulporträt…

FSG, mit der Freien Schule für Gestaltung die Anker setzen.

Wir haben die Freie Schule für Gestaltung im Hamburger Hafen besucht. Und finden eine quirlige Atmosphäre vor: In dieser Umgebung perfekt vorbereiten für den zukünftigen Alltag in der Agentur? Kein Problem …

fsg1So einfach ist es gar nicht, das Büro der Leiterinnen zu finden. Da geht es zum einen vorbei an dem Kopierzimmer, begleitet von den freundlichen Hinweisen der Studenten nun rechts gehen zu müssen … aber da ist doch die Küche? Der Trick: Durch die Küche und hinein zu Andrea Kuhne und Silvie Hartmann ins hintere Büro durchschlüpfen. Geschafft. Die beiden Damen sind Profis für ihre Bereiche Print und Webdesign, Programmschulungen und Typografie. Vor fünf Jahren haben sie die Berufsfachschule für Grafikdesign gemeinsam mit Rolf Weilert gegründet, um eine Alternative zu der eingefahrenen Kommunikationsdesigner-Ausbildung zu bieten. Wichtigstes Gut: Die Freiheit, das gestalten zu können, was die eigene Kreativität verlangt. Ohne Schranken. „Jeden in seinen Stärken zu fördern und dann über einen Schwerpunkt ein Portfolio zusammenstellen, das Erfolg hat – das ist das Ziel“,  sagt Silvie Hartmann.

Dass dem so ist, beweist auch die lockere Atmosphäre in dem bunten Bau am Hafen in Hamburg Wilhelmsburg. Eine ehemalige Honigfabrik. Von Honig ist nicht mehr viel zu spüren, dennoch nicht weniger emsig schwirren die Studenten durch die Flure und besetzen die Seminarräume. Es herrscht eine unterschwellige Aufregung, fsg6schwierig aufzuspüren in der konzentrierten Atmosphäre, denn es werden Arbeiten vorgestellt, die ihren Weg durch die Beamer an die Wand finden oder als Magazine auf den Tischen liegen.

Es ist die Zeit der Abschlussarbeiten. Ein neuer Jahrgang steht vor der Reife. Rund 15 Studenten stehen kurz vor ihrer Präsentation. Mit dabei sind die Themen Editorial und Corporate Design, klassische oder digitale Werbung. Das Kursprogramm an der FSG bedient beinahe jedes Genre: von Siebdruck bis zur Fotografie, von Screendesign bis zu Illustrationen. Momentan sind es knapp 80 Studenten hier am Hafen. Sie haben gute Chancen, da sie bereits Praktika in den großen Agenturen der Hansestadt absolvieren konnten. Die Paten aus Agenturen wie Kolle Rebbe oder Serviceplan begleiten ihre Studenten bis zur Abschlussarbeit. Sie sind es auch, die im Verbund als Jury die Abschlusspräsentationen abnehmen. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit haben unsere Absolventen gute Chancen nach ihrer Zeit an der FSG unter zu kommen“, sagt Silvie Hartmann.

Wer jedoch nur die Honigfabrik betreten hat, der verpasst das spannendste. Die Bestätigung des Gefühls, warum diese Schule im wahrsten Sinne des Wortes „frei“ zu sein scheint. Einige Seminarräumen liegen nämlich auf Schiffen. Unmerklich in der Bewegung an diesem Tag liegt die Hafenschute „Julianne“ ruhig am Kai. Getauft wurde das Schiff nach den ersten beiden Studenten der FSG: Julian und Anne. Unter Deck entdecken wieder gespannte Aufmerksamkeit: Ach ja, wir wollen nicht stören. Hier geht es um die Zukunft kreativer Köpfe. Also: Ahoi und gutes Gelingen wünscht viaprinto.

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