2
April
2014
Visitenkarten-Umfrage:

Über 90 % setzen auf den Klassiker Visitenkarte und erwarten nichts weiter als … die Basics.

Wir wollten von Ihnen wissen: Was steht auf Ihrer Visitenkarte? Welche Infos sind Ihnen wichtig? Viel Neues gibt es nicht. Keine Chance für Facebook & Co. Unser Fazit: In der Weste nichts Neues.

Das Ergebnis ist eindeutig und zeigt, dass bei der Visitenkarte kein Wert auf Experimente gelegt wird. Im Gegenteil: klassisch und minimalistisch muss sie sein. Über 90 % unserer Befragten setzen jeweils auf die Basis-Informationen: Firmenname und -logo, Name des Mitarbeiter und Adresse. Dagegen sind Kontaktdaten zu Social-Media-Auftritten wenig verbreitet und nur minder attraktiv. Und das, obwohl Designer & Co. diese Varianten durchaus gerne in ihr Layout einbeziehen. Die Umfrage stützt sich auf die Meinung von über 100 Teilnehmern, die uns einen Blick in ihr Visitenkartenetui freigaben. Die Teilnehmer der Umfrage sind sowohl bezüglich ihrer Branchenzugehörigkeit als auch der Unternehmensgröße, der sie angehören, sehr durchmischt, so dass ein Querschnitt aus einer breiten Basis zusammen kam.

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Welche Informationen haben Sie auf Ihrer Visitenkarten? Die Basics sind ein Muss: Jeweils über
90 % der Befragten sind für die Hardfacts auf ihrer Visitenkarte. Dazu zählen: Name des Mitarbeiters, Firmenname, Adresse und Logo. Dagegen weit abgeschlagen auf dem letzten Rang der Antwortmöglichkeiten weilt mit 9,4 % das „Foto des Mitarbeiters“. Immerhin könnten sich 20,6 % aber vorstellen, dieses auf der Visitenkarte abzubilden.

Welche Kontaktdaten haben Sie auf Ihrer Visitenkarte? Erstaunlich: Über 60 % der Befragten bilden ihre Faxnummer auf der Visitenkarte ab.  Faxen Sie noch oder skypen Sie schon? 81 % sind sogar dagegen einen Skype-Kontakt zu berücksichtigen. Dagegen rangieren Website- und E-Mail-Adresse unter den Erstplatzierten zu der Frage nach den Kontaktinformationen, wobei der digitale direkte Kontakt per E-Mail (96,3 %) sogar noch vor der Telefonnummer (94,3 %) liegt.

Welche sonstigen Daten haben Sie auf Ihrer Visitenkarte? Abgeschlagen auf den niedrigen Prozentsätzen sind Zusatzinformationen wie QR-Code oder Marketing getragene Beiträge wie „Call-to-action-Aufrufe“. Informationen zu digitalen Kontaktadressen besitzen einfach eine höhere Bedeutung, während Spielereien nicht gewollt sind. TIPP: Überfüllen Sie Ihre Karte nicht. Reduzieren Sie sich auf die Fakten und nutzen Sie die Visitenkarte wofür sie da ist – für die Informationen. Unseren Artikel „Die zehn Gebote der Visitenkarte“ mit hilfreichen weiteren Tipps finden Sie übrigens hier.

Welche Social-Media-Angaben haben Sie auf Ihrer Visitenkarte? Weisen Sie auf Ihrer Visitenkarte auf Facebook, Twitter & Co. hin? Deutliche Antwort: Nein. Wenn wir die Zahlen betrachten, zeigen sich maximal die 17,9 % der Antworten als signifikant, die die Präsenz eines Facebook-Auftrittes ausgewiesen haben. Alle anderen Social-Media-Kanäle sind eher unwichtig. Xing liegt noch vor Google+ und Twitter (siehe folgende Diagramme). Was zeigt: Business first.

Welche Social-Media-Kontaktdaten haben Sie auf Ihrer Visitenkarte? Wer macht das Rennen: Facebook oder Google+? In unserer Umfrage hat Facebook die Nase vorne. Google+ liegt mit 23,1 % hinter Facebook (37,7 %) bei der Frage nach dem Sinn, diese Kanäle auf der Visitenkarte abzubilden. Es ist jedoch Luft nach oben: Denn für beide gilt, dass der Anteil derjenigen, die sich vorstellen können, die Daten auf ihrer Visitenkarte zu nennen, höher ist, als der Anteil derer, die diese Kontakte bereits abdrucken lassen.

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Welche weiteren Social-Media-Kontaktdaten haben Sie auf Ihrer Visitenkarte? Lassen wir die beiden Business-Plattformen Xing und LinkedIn gegeneinander laufen, so zeigt sich, dass das deutsche Netzwerk das US-amerikanische übertrumpft. Unsere Befragten besitzen also mehr Interesse an Xing. Auch hier liegen beide „Soll-Werte“ über den „Ist-Werten“, das weist Perspektiven auf: Gerade für Xing, dessen Kontaktnennung deutlich höher (26 %) als für „sinnvoll“ eingeschätzt wird als jene des Netzwerkes LinkedIn (15,4 %).

Welche anderen Social-Media-Kanäle finden Sie sinnvoll? Wie die vorherigen Diagramme bereits gezeigt haben, ist die Mehrheit der Befragten nicht davon überzeugt, Social-Media-Kontaktdaten auf der Visitenkarte zu kommunizieren. Das gilt vor allem für weniger genutzte oder auf Bild und Video ausgelegte Netzwerke wie Youtube, Pinterest, Tumblr oder Flickr. Nur der Blog (21,4 %) und Twitter (20,4 %) können sich ein wenig von den anderen Kanälen abheben. Die Zahl dürfte wohl in absehbarer Zeit nicht signifikant steigen und sogar klassische Informationen wie E-Mail-Adresse und Co. ausstechen. Auch wenn viele Design-Beispiele von Visitenkarten diese Elemente einbeziehen und ausschmücken.

Wie sinnvoll halten Sie in Ihrer Branche den Einsatz von Visitenkarten? Es geht also kein Weg an der Visitenkarte vorbei. Der Großteil unserer Befragten erachtet den Einsatz einer Visitenkarte für sehr sinnvoll bis sinnvoll – um Präzise zu sein, teilen 96,2 % diese Einstellung. Für unsinnig hält sie nur eine geringer Menge – und das über alle Branchen hinweg. Es ist anzunehmen, dass sowohl die Verteilfreude, als auch eine Erwartungshaltung eine in Empfang nehmen zu können, die Bedeutung hochpriorisiert.

Wie wichtig ist ein Online-Auftritt für Ihr Unternehmen? Ohne Online-Auftritt geht es nicht: Hier werden Sie als Unternehmen gefunden. Hier können Sie auf sich aufmerksam machen. Nur 0,9 % finden den Online-Auftritt unwichtig. Umso erfreulicher festzustellen, dass in einem Zeitalter der unabkömmlichen Online-Präsenz die „analoge“ Visitenkarte aus der Offline-Kommunikation nicht an Bedeutung verliert. Mehr sogar: klassische Informationen ohne viele Verzerrungen sind Pflicht.

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2 Antworten
  1. Curd says:

    Danke, sehr nützliche Informationen. Interessieren würde mich allerdings auch, wie Designagenturen, Typographen etc. ihre Karten gestalten.

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  2. C. Milici says:

    Wir drucken in letzter Zeit bei den meisten unserer Kunden auch einen QR-Code mit der vCard des Mitarbeiters auf die Visitenkarte. Der Vorteil ist, das Geschäftspartner nicht alle Daten mühsam abtippen müssen.

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