29
Januar
2015
Im Porträt …

Mit designverign im Kommunikationsmixer.

DesignVerign Preis

Inhaber Christoph Scheufeld und Jörg Schierwagen mit dem effie Award

Wer fast 20 Jahre als Agentur in der Branche unterwegs ist, der hat eine Menge gesehen: an Kunden, an Trends, an Zeitgeist und an Innovationen, gerade im Bereich der digitalen Kommunikation. Nur der Senf bleibt. Ein Porträt.

„Ich habe sie nicht mehr gezählt. Vielleicht sind es etwa 1.500 Senfgläser, die verschickt wurden“, bestätigt Christoph Scheufeld. Er ist geschäftsführender Gesellschafter und Gründer von „designverign“. Die B2B-Werbeagentur aus Düsseldorf begleitet ihre Kunden ein ganzes Kommunikationsleben lang: von der Konzipierung der eigenen Corporate Identity bis hin zur klassischen beziehungsweise Online-Kommunikation. Unter den Referenzen, die für das Haus sprechen, sind klangvolle Marken wie Roche Diagnostics, Aral oder die Düsseldorfer Messe. Gearbeitet wird also international und auf einem hohen Niveau. Umso erfrischender die Sache mit dem Senf. Denn der aufmerksame Webseiten-Betrachter wird bei designverign ein kleines Rätsel entdecken, dessen korrekte Auflösung einen Scharfsinnigen-Senf als Belohnung in Aussicht stellt. Die Antwort wollen wir natürlich nicht vorwegnehmen, möge der geneigte Leser es selbst einmal ausprobieren, aber so viel Witz erfrischt doch das gängige Agenturschauspiel.

Ebenso erfrischend auch unser Gespräch mit dem kreativen Kopf, der auf die Frage, was denn die Philosophie von designverign sei, gar nicht so recht mit dem Lavieren beginnen möchte. Dabei wäre es doch die Chance gewesen: „Wir reden mit den Kunden nicht so darüber. Unsere Referenzen überzeugen. Vielleicht drücken wir uns auch vor einer Philosophie, denn das ist doch eher eine Frage von gelebter Praxis: Wie gut komme ich mit meinen Kunden klar? Die Chemie muss stimmen.“ Aber dann sagt Christoph Scheufeld doch einen Satz, der als eine Art Philosophie durchgehen könnte: „Lieber zweisam als einsam.“ So entwickeln die Düsseldorfer in Workshops gemeinsam mit ihren Kunden die Marke, extrahieren sehr strukturiert Kompetenzen und schärfen Außergewöhnliches: „Reine Daseinsberechtigung ist zu wenig.“

Design Vereign

designverign in Düsseldorf

„Wissen Sie, das Schöne an meinem Job ist, ich habe jeden Tag mit einer anderen Branche zu tun. Das zu tun, motiviert mich“, begeistert sich Christoph Scheufeld. Das gilt gerade auch dann, wenn große Firmen anklopfen. Angefangen hat alles vor fast 20 Jahren – als der Kunde noch analog unterwegs war und auf seine digitale Aufklärung wartete. Von der klassischen Werbung mit Verkaufsunterlage auf Druckbasis über erste Webseiten bis hin zum heutigen E-Commerce mit all seinen Facetten: „Die digitale Revolution hat mich voll und ganz erwischt … Ich musste eine Menge dazulernen“, erklärt Christoph Scheufeld rückblickend: „Dass die Informatik eine solche Bedeutung einnehmen wird, habe ich nicht gedacht … Wir sind heute eher ein IT-Unternehmen geworden. Die Herausforderung dabei ist, Personal zu finden. Die zweite Herausforderung ist, „State of the Art“ zu bleiben.“ Und was ist der Trend? „Das E-Mail Marketing erlebt für uns gerade eine Renaissance. Damit können Sie richtig gut Dialog machen – nicht nur mit dem Newsletter.“

DesignVerign Stolpersteine

Gedruckt bei viaprinto

Und Print? Ist Print tot? „Wenn Sie Aufmerksamkeit erzeugen wollen, dann nutzen Sie Gedrucktes. Was Google liefert ist stark rückläufig, da Sie viel Geld ausgeben müssen, bekommen aber keine Conversion mehr rein. Aber Sie müssen auf sich aufmerksam machen und dafür zu anderen Maßnahmen greifen: ganz klassisch zu den Printmedien“, sagt Scheufeld. „Man muss einen neuen Mix finden, eine Koexistenz entwickeln. Die Kosten-Umsatz-Relation in Online-Shops kommt an ihre Grenzen, die Stärke von Print ist es, die Kunden langfristig einzubeziehen. So kann man den Kunden zur Ruhe kommen lassen. Mit einem bleibenden Erlebnis bereichern. Da hat das Papier seine wirkliche Daseinsberechtigung.“

 viaprinto dankt für das Gespräch.

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