Fachbegriffe & Definitionen

ADOBE ACROBAT

Eine Gruppe von Programmen zum Erstellen, Verwalten, Kommentieren und Verteilen von PDF-Dateien. Für die optimale Aufbereitung von Druckdaten lassen sich Daten unter anderem mit sogenannten Preflight-Korrekturen prüfen und korrigieren.

ANSCHNITT

Entlang dieser Linien wird das Endformat zugeschnitten. In den Anschnitt reichende Farbflächen oder Grafiken sind randabfallend. Damit keine Blitzer entstehen, benötigen Dokumente immer eine Schnittzugabe. Schriften oder Gestaltungselemente sind mit Sicherheitsabstand zum Anschnitt zu platzieren.

AUFLÖSUNG

Bezeichnet die Größe einer Rastergrafik und die Qualität der Bildwiedergabe: Eine niedrige Auflösung bedeutet eine niedrige Qualität. Maßgeblich sind die Maßeinheiten: DPI = dots per inch, Punktdichte für Drucksysteme. Wird oft fälschlicherweise für die Bildauflösung verwendet. PPI = pixel per inch, Pixeldichte für Monitore.

BESCHNITT

Zugabe einer Fläche, die über das Endformat hinausragt. Das Anlegen von Beschnitt gleicht minimale Produktionstoleranzen beim Beschneiden aus und vermeidet so Blitzer. Beschnitt legen Sie an, indem Sie Grafiken oder farbige Flächen ca. 3 mm auf jeder Seite über das Endformat hinausragen lassen.

BLITZER

Sie entstehen durch randabfallende Elemente, die nicht bis in den Beschnitt reichen, oder durch unbedruckte Stellen zwischen zwei Farbflächen, die durch die Druckmaschine oder aufgrund des Papieres entstehen. Vermieden werden können Blitzer durch das Überdrucken oder Überfüllen.

BUNDZUWACHS

Durch einen hohen Seitenumfang und die Papierstärke entsteht beim Binden von Broschüren ein Treppeneffekt: Die inneren Seiten sind länger als die äußeren. Der Satzspiegel ist ungleichmäßig. viaprinto beachtet beim Beschneiden diesen Bundzuwachs, so können Sie Ihre Dokumente ohne Berücksichtigung des Effektes erstellen.

COLOR-MANAGEMENT

Das Color-Management dient der Farbraum-Abstimmung von Ein- und Ausgabegeräten, um eine große Farbtreue auf dem Bedruckstoff zu erzielen. Der Grund: Druckmaschinen verfügen über einen begrenzten Farbraum in CMYK, während Monitore RGB-Modelle besitzen. Farbprofile und das Kalibrieren helfen. > mehr

DIGITALDRUCK

Druckverfahren ohne feste Druckform bei dem das Druckbild vom Computer zur Druckmaschine übertragen wird.

DRUCKVORSTUFE

Vom Layout über Datenaufbereitung bis zum Druck: Alle Arbeitsgänge zwischen Gestaltung und bis zum fertigen Druckdokument zählen zur Druckvorstufe.

DRUCKWEITERVERARBEITUNG

In der Druckweiterverarbeitung erhalten die produzierten Druckbögen die gewünschte Gestalt und Gebrauchseigenschaft. Es existieren drei Kategorien: allgemeine Papierverarbeitung (Schneiden, Falzen), buchbinderische Verarbeitung, Verpackung (Sammeln, Einschweißen, Verpacken, Stapeln).

DUPLEX PRINTING

Bedrucken der Vorder- und der Rückseite eines Trägerstoffes, gleichzeitig oder in Abfolge. (Duplex bedeutet auch Graustufenbilder ergänzt um eine weitere Farbe.)

DURCHSCHLAGEN

Wenn Druckfarbe der Vorderseite bis zur Rückseite vordringt. Es handelt sich dabei um einen Druckfehler, der in der Produktion entsteht.

FALZEN

Maschinell erstellte Knickkante beispielsweise bei Einbruch-, Wickel- oder Zickzack-Flyern. Beim Nuten wird zum einfacheren Knicken etwas aus dem Karton herausgeschnitten. Rillen bedeutet, dass das Trägermaterial zuvor gerillt wird.

FARBEN

Im Offsetdruck bestehen Druckfarben aus feinen Farbpigmenten, Binde- und Lösungsmitteln. Im Digitaldruck wird mit Flüssigtoner gedruckt. Die geläufigsten Farbmodelle sind RGB, CMYK, LAB und HSB. > mehr

FONT

Englisch für Schriftart. Schriften können aus mehreren Arten bestehen, die sich zum Beispiel in Linienstärke oder Varianten unterscheiden.

GEMEINE

Bezeichnung für alle Kleinbuchstaben. Synonym ist auch Minuskel.

GESTRICHENES PAPIER

Bilderdruckpapier ist mit einer Streichfarbe als Bindemittelauftrag versehen. Dadurch wird die Oberfläche dichter und glatter.

GEVIERT

Begriff aus der Typografie: Maßeinheit für den Wortabstand.

GRAMMATUR

Flächengewicht von Papier. Einheit: Gramm pro Quadratmeter – kurz g/m². Reicht von 8 g/m² bei einem Seidenpapier bis hin zu einer Vollpappe mit 600 g/m² – und natürlich darüber hinaus. Ein klassisches DIN A4 Blattpapier besitzt etwa 80 g/m².

IMPRIMATUR

Freigabe einer Druckunterlage vor dem Druck durch die Verantwortlichen. Wörtlich: „Es werde gedruckt.“

INITIAL

Besonders im frühen Buchdruck aufwendig gestalteter Anfangsbuchstabe bei Kapiteln oder Artikeln.

KALIBRIEREN

Für eine möglichst farbengetreue Darstellung der Drucksachen werden Monitore kalibriert. Dazu existiert eine professionelle Software. Einstellung der Helligkeit, Schärfe und Kontrast können mehr Farbtreue bringen, aber sie nicht garantieren.

KAPITÄLCHEN

Die echten Großbuchstaben in einem Text mit Versalien. Sie ragen über diese hinaus.

LAUFRICHTUNG

Durch die maschinelle Herstellung liegen die Fasern des Papieres in einer Richtung längs des Bandes nebeneinander. Diese Laufrichtung muss parallel zum Buchrücken von Broschüren, Hard- oder Softcovern ausgerichtet werden, denn sonst dehnt sich das Papier falsch aus.

LITHO

Zur Vorbereitung auf den Druck werden Layouts und vor allem darin enthaltene Bilder professionell für den Druck montiert.

LOREM IPSUM

„Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, adipisci velit, …“: Verwendeter Blindtext ohne Sinn als Platzhalter im Layout.

MARGINALIE

Spalten außerhalb des Satzspiegels, um „Randnotizen“ wie Bildunterschriften oder ähnliches unterzubringen.

MOIRÉ

Nicht parallel übereinanderliegende Raster können diesen fehlerhaften Effekt hervorrufen.

OFFSETDRUCK

Das Druckbild entsteht durch die Druckform. Es existieren zwei Arten: Bogenoffset (Papierbogen) und Rollenoffset (Papierrollen).

OPAZITÄT

Undurchsichtigkeit des Papieres. Je mehr Füllstoffe, desto weniger Licht oder Konturen scheinen durch. Färbung oder Weißgrad beeinflussen ebenfalls die Opazität.

OXIDIEREND

Wenn das Bindemittel in der Druckfarbe durch Luftzufuhr die Oberfläche der Druckfarbe im Volumen vergrößert, trocknet die Farbe. Das nennt man oxidierende Trocknung.

PAGINA

Lateinisch für Seite. Gibt die Seitenzahl an. Paginieren ist damit quasi das Durchnummerieren. Abkürzung p.

PASSERMARKE

Markierung damit der Übereinanderdruck von Mehrfarben passgenau ist. Bei Fehlern entstehen unscharfe Bilder, Farbdifferenzen oder Blitzer.

PDF

Das Portable Document Format (kurz PDF) ist ein plattformunabhängiges Format für Dokumente. Dieses Format lässt sich unabhängig vom verwendeten Betriebssystem originalgetreu wiedergeben und ist deshalb perfekt für den Druck. > mehr

PREFLIGHT

Die letzte Prüfung der Daten vor der Übergabe an die Druckerei. Ein Preflight-Check ist in InDesign möglich. Zugleich checkt viaprinto die Daten kostenfrei beim Eingang.

PROOF

Probe-Druck zur Simulation des Druckbildes aus dem fertigen Datenbestand.

RASTER

Als Raster kann eine in Rasterpunkten oder -linien zerlegte Fläche mit druckenden und nichtdruckenden Bildelementen bezeichnet werden. Die Größe und die Anzahl dieser Bildelemente pro Fläche variiert entsprechend den Tonwerten der Vorlage. > mehr

REPROGRAFIE

Alle drucktechnischen Reproduktionen betreffend bis zur Endverarbeitung.

SATZSPIEGEL

Festgelegtes Format einer Seite, das mit Inhalt zu befüllen ist. Spalten, Spaltenbreiten, Papierrandabstände usw. sind genau definiert.

SCHNITTMARKEN

Marken für das passgenaue Zuschneiden des Papieres. Gekennzeichnet durch horizontale und vertikale Haarlinien. Können in InDesign vorangelegt werden.

SCHRIFTEN

Schrift besteht aus Arten und diese aus Schnitten. Die Lehre von der Gestaltung und dem Einsatz ist die Typografie. Es existieren mehr als 100.000 Schriften, täglich kommen mehr hinzu.

SIMPLEX

Einseitiges bedrucken eines Trägerstoffes. Vergleiche Duplex

SINTERN

Die Druckfarbe trocknet durch eine Art „Backen“ bei hohen Temperaturen nach ihrem Auftrag auf den Bedruckstoff.

TOLERANZEN

Aufgrund technischer und mechanischer Prozesse können Ungenauigkeiten beim Druck entstehen. Besonders Farben, Positionen und Anschnitte sind betroffen, so dass für den Druck Toleranzen einberechnet werden. > mehr

TRANSPARENZEN

Durchscheinende Objekte im Layout wie Schlagschatten, weiche Kanten oder Variationen in der Deckkraft. Transparente Farben sind für die Druckmaschinen nicht richtig interpretierbar. Und so entstehen neue Objekte, die sie simulieren sollen. Es kann gelegentlich zu Fehlinterpretationen kommen.

ÜBERDRUCKEN

Wenn im Layout zwei Farben übereinander liegen, kommt es zum sogenannten „Überdrucken“. Hierbei entsteht eine Farbmischung, da alle im Vordergrund nicht verwendeten Farben transparent erscheinen. Es gibt Grafikprogramme, die die Funktion des Überdruckens simulieren.

ÜBERFÜLLEN

Auch Trapping: Durch Passerdifferenzen oder Papierverzug können beim Übereinanderdrucken von Farbflächen unbedruckte Flächen hervorscheinen. Liegen Farbflächen mit verschiedenen Farbanteilen übereinander, können an den Rändern Falschfarben oder Blitzer entstehen.

VERSALIEN

Großbuchstaben, werden auch Minuskeln genannt. Vergleiche auch Gemeine und Kapitälchen.

WEGSCHLAGEN

Das Wegschlagen bezeichnet im Druck die Trocknung der Farbe durch das Eindringen derselben in den Bedruckstoff.