{"id":12902,"date":"2018-12-19T08:31:14","date_gmt":"2018-12-19T07:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/?p=12902"},"modified":"2023-05-19T11:34:16","modified_gmt":"2023-05-19T09:34:16","slug":"grafikprogramm-dateiformate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/grafikprogramm-dateiformate\/","title":{"rendered":"Grafikprogramm-Dateiformate: Wie gut funktioniert der Austausch?"},"content":{"rendered":"<p>Wir hatten in unserer Serie \u201eDatenformate\u201c bereits die wichtigsten <a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/2018\/11\/dateiformat_bitmap_pixel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pixelformate<\/a>, Vektorformate und <a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/2018\/11\/datenformat_komprimierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Komprimierungsarten<\/a> vorgestellt. In der heutigen Folge geht es um Grafikprogramm-Datenformate. Das sind jene Arbeits-Datenformate, die aus Programmen wie Adobe Illustrator, InDesign, Affinity Designer oder Corel Draw erzeugt werden. Wie relevant sind sie und wie gut funktioniert der Austausch zwischen ihnen?<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Innovationen im Bereich des digitalen Grafik-Designs war die Einf\u00fchrung der Vektorgrafik. Als 1987 die Illustrationssoftware Adobe Illustrator erschien, machte sie sich die neuen Errungenschaften der Seitenbeschreibungssprache Adobe PostScript zunutze. Denn auf ihr basiert die Vektorgrafik.<\/p>\n<p>Es gibt \u201enative Speaker\u201c, \u201enatives Oliven\u00f6l\u201c und \u201enative Einwohner\u201c \u2013 jedes mal bedeutet \u201enativ\u201c so etwas wie \u201eurspr\u00fcnglich\u201c, \u201eoriginal\u201c oder \u201eunver\u00e4ndert\u201c. Unter einem nativen Dateiformat versteht man das interne Format eines bestimmten Programmes, das optimal auf die jeweilige Software abgestimmt ist. Sowohl auf ein Betriebssystem als auch auf ein Programm bezogen bedeutet \u201enativ\u201c: alle Arbeitsdaten sind in einer \u201eUrspungs\u201c-Datei vorhanden. Das Gegenteil w\u00e4re eine \u201eEmulation\u201c, was eine softwarem\u00e4ssige \u00dcbersetzung meint, wodurch etwa ein Betriebssystem das Programm erst richtig verstehen kann. \u201eNativ\u201c bedeutet also vereinfacht ausgedr\u00fcckt, dass das Datenformat die Originalsprache des Programmes und des Betriebssystems, auf dem das Programm l\u00e4uft, spricht. Auch bei Programmen, mit denen Print-Designer arbeiten, geht es um eine Zweiteilung:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>Die Originaldatei<\/strong>, die nicht an Kunden oder die Druckerei weitergereicht wird, enth\u00e4lt Dateien wie Ebenen, Effekte, Filter usw.<\/li>\n<li><strong>Die Belichtungsdatei<\/strong> wird von der Originaldatei erzeugt, in der z.B. Ebenen meist nicht mehr enthalten sind.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Arbeitsdatei oder Austauschdatei?<\/h3>\n<p>Man unterscheidet zwischen einer gro\u00dfen Arbeitsdatei und einer eher kleinen Ausgabe- oder Belichtungsdatei, meist im PDF-Format. Die eine kann viele Ebenen enthalten und Effekte, die alle noch ver\u00e4nderbar sind. Die Ausgabedatei hingegen ist um alles bereinigt, was nicht f\u00fcr die Belichtung gebraucht wird. So k\u00f6nnen auf mehreren Ebenen der Arbeitsdatei z.B. noch Elemente der ersten l\u00e4ngst verworfenen Entw\u00fcrfe liegen, die f\u00fcr die Belichtung nicht notwendig sind. Die Arbeitsdatei muss weiterhin bearbeitbar sein, z.B. f\u00fcr eine Nachauflage, w\u00e4hrend die Belichtungsdatei nicht mehr so einfach ver\u00e4nderbar sein sollte. Das hei\u00dft also zusammengefasst:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>Natives Dateiformat<\/strong> = vollst\u00e4ndige Editierbarkeit<\/li>\n<li><strong>Exportiertes Dateiformat<\/strong> = eingeschr\u00e4nkte Korrigierbarkeit<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Komplexe Ebenendateien in Photoshop<\/h3>\n<p>Im Falle von Adobe Photoshops \u201ePSD\u201c-Dateiformat bedeutet das z.B., dass alle Gestaltungs-Elemente und Ebenen abgespeichert werden und nicht etwa auf eine Ebene reduziert sind. Es ist das Ausgangsformat, von dem aus andere Formate exportiert werden. Bei Photoshop gibt es neben Verl\u00e4ufen, Pfaden, Masken und Mischmodi auch Einstellungsebenen und Smartobjekts. Einstellungsebenen sind Ebenen, die z.B. ein auf einer anderen Ebene liegendes Bild etwa farblich ver\u00e4ndern. Das Bild darunter bleibt als Ursprungsdatei also erhalten, \u00c4nderungen erfolgen nur auf der dar\u00fcber liegenden Ebene. Auch das Smartobjekt ist eine nicht-destruktive Ebenenart, die verschiedene grafische Elemente oder mehrere Ebenen vereinigt.<\/p>\n<h3>Kompatibilit\u00e4t zwischen Programmversionen und Programmen<\/h3>\n<p>Es ist relativ einfach, Pixel-Datenformate in andere Pixel-Datenformate zu konvertieren, also z.B. ein PNG in ein TIFF. Es ist auch relativ einfach ein Vektorformat in ein anderes Vektorformat zu konvertieren, etwa ein SVG in ein AI-Format. Etwas anderes ist es, wenn man eine Datei in einer neuen Programmversion etwa von Photoshop erstellt hat und sie in einer \u00e4lteren Programmversion \u00f6ffnen m\u00f6chte. Sofern in einer neuen Programmversion mit neuen Funktionen gestaltet wurde, wird die alte Programmversion die damit erzeugten Gestaltungsteile u.U. nicht darstellen k\u00f6nnen.<br \/>\n\u00dcber die Jahre \u00e4ndern sich aber auch die Spezifikationen eines Formates wie PSD (natives Adobe-Photoshop-Format). Photoshop bietet daf\u00fcr in seinen neueren Versionen an, die Datei in einem speziellen Kompatibilit\u00e4tsmodus abzuspeichern, sodass sie in \u00e4lteren Photoshop-Versionen ge\u00f6ffnet werden kann. Andere Bildverarbeitungsprogramme sind bem\u00fcht, kompatibel zu bleiben, um PSD-Photoshop-Dateien mit Ebenen zu \u00f6ffnen und weiterbearbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>Affinity Photo:<\/strong> Der Import und Export solcher PSD-Dateien ist z.B. mit Affinity Photo m\u00f6glich. Hier bleiben in der Regel auch alle Ebenen und Effekte f\u00fcr die Weiterbearbeitung erhalten. Affinity Photo kann \u00fcbrigens auch Photoshop-Plug-Ins und -Pinsel verwenden, was die Kompatibilit\u00e4t erh\u00f6ht.<\/li>\n<li><strong>Gimp<\/strong> kann PSD-Dateien exportieren, sodass eine Weiterbearbeitung in Photoshop m\u00f6glich ist. Umgekehrt wird es aber schwierig: Gimp kann Photoshop-Dateien meist \u00f6ffnen aber etwa Filter, Ebenenstile und Einstellungsebenen nicht lesen.<\/li>\n<li><strong>Adobe Illustrator<\/strong> bietet mit dem Speichern im AI-Vektor-Dateiformat eine Liste an, in welcher Illustrator-Version man die Datei speichern m\u00f6chte. Aber auch hier gilt: Neue Programm-Funktionen f\u00fchren beim \u00d6ffnen der Datei in einer alten Programmversion u.U. zu Fehlern bzw. fehlerhafter Darstellung. Alte Illustrator-Dateien hingegen in einer neuen Programmversion zu \u00f6ffnen, ist meist kein Problem.<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_12907\" aria-describedby=\"caption-attachment-12907\" style=\"width: 541px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Adobe_Illustrator_Datei_speichern.png\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12907\" src=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Adobe_Illustrator_Datei_speichern.png\" alt=\"\" width=\"541\" height=\"250\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-12907\" class=\"wp-caption-text\">Oben: Adobe Illustrator-Dateien werden in der Regel im nativen AI-Format gespeichert. Nach diesem Fenster kommt ein weiterer Dialog, in dem man die Illustrator-Programm-Version festlegt:<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_12909\" aria-describedby=\"caption-attachment-12909\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Datenformate_Adobe_Illustrator.png\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12909\" src=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Datenformate_Adobe_Illustrator.png\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"592\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-12909\" class=\"wp-caption-text\">Oben: (1.) Links im Bild ist die Dialogmaske zu sehen, in der ganz oben die Illustrator-Version ausw\u00e4hlbar ist. Dabei handelt es sich hier um Illustrator CS6. (2.) Im mittleren Bild ist das Ausklappmen\u00fc mit den verschiedenen Versionen zu sehen. (3.) Rechts das Ausklappmen\u00fc von Illustrator CC. Bevor Illustrator nur noch \u00fcber die Cloud zu bekommen war, war Illustrator CS6 das letzte auf Datentr\u00e4ger erh\u00e4ltliche Programmpaket.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zwischen Programmen kann es zu Problemen kommen, wenn eine neue Programmversion erscheint. Denn dann muss sich ein Konkurrenz-Programm u.U. erst auf das neue Format des anderen einstellen. Da das Photoshop-PSD f\u00fcr pixelorientierte Ebenendateien der Standard ist, orientieren sich neue Programme wie Affinity Photo daran.<\/p>\n<h3>Ebenen in nativen Grafik-Datenformaten<\/h3>\n<p>Speziell das Abspeichern von Ebenen und die Anwendung bestimmter Filter und Funktionen darauf ist ein Kriterium f\u00fcr native Dateiformate. Man kann meist davon ausgehen, dass es Bestandteile der gesamten Entwurfsarbeit enth\u00e4lt. So k\u00f6nnen in der nativen Datei z.B. auch Elemente enthalten sein, die ausgeblendet wurden. Auch k\u00f6nnen auf einzelne Ebenen oder Elemente z.B. Filter angewendet werden, die alle noch gel\u00f6scht oder bearbeitet werden k\u00f6nnen. Ebenen k\u00f6nnen auch in anderen Formaten wie etwa dem TIFF-Format erhalten bleiben, sofern man beim Speichern diese Option ausgew\u00e4hlt hat.<\/p>\n<h3>Reduzieren von Mehr-Ebenen-Dateien auf eine Ebene<\/h3>\n<p>Der normale Weg digitalen Gestaltens ist es, einen Entwurf im Gestaltungsprogramm erst anzulegen und ihn dann immer weiter zu verfeinern. In der Regel arbeitet man mit verschiedenen Entwurfsversionen oder mit Ebenen, die man ein- und ausblenden kann. F\u00fcr das Abspeichern einer Belichtungsdatei f\u00fcr den Vierfarb-Offsetdruck reduziert man die Ebenen sp\u00e4ter auf eine Endebene, auf der sich alle zu belichtenden Gestaltungselemente befinden. Die PSD-Arbeitsdatei in Photoshop mit den vielen Ebenen archiviert man. Vielleicht wird f\u00fcr die n\u00e4chste Auflage der Brosch\u00fcre der Schatten hinter der Schrift auf der entsprechenden Ebene korrigierend aufgehellt. Oder vielleicht hat man in InDesign auf jeder der vier angelegten Ebenen eine andere Sprachversion. Am Ende gibt man f\u00fcr den CMYK-Offsetdruck vier PDF-Dateien je zu belichtender Seite aus. Die Original-InDesign-Datei, die im Format INDD gespeichert ist, beh\u00e4lt man \u2013 bis zur n\u00e4chsten Auflage, wenn Textkorrekturen oder ganz neue Texte kommen.<br \/>\nWelche wesentlichen Programme im Alltag des Designers\/der Designerin gibt es nun und inwiefern lassen sich native oder nicht-native Dateiformate mit anderen Programmen austauschen?<\/p>\n<h3>InDesign-Datenformate und das native Dateiformat &#8222;INDD&#8220;<\/h3>\n<p>Adobe InDesign ist ein Layout- und Satzprogramm meist f\u00fcr mehrseitige Projekte wie Brosch\u00fcren, Zeitschriften oder B\u00fccher. Ein Blick auf die InDesign-Formate zeigt die Vielfalt, die auf den Einsatzzwecken der spezialisierten Unter-Dateiformate beruht:<\/p>\n<p><strong>Herk\u00f6mmliche InDesign-Formate:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>INDD:<\/strong> Normales natives Dokumentenformat<\/li>\n<li><strong>INDT:<\/strong> Template als Vorlagendatei f\u00fcr weitere Projekte<\/li>\n<li><strong>INDB:<\/strong> F\u00fcr B\u00fccher<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>InDesign-Sammelformate:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>INDL:<\/strong> Eine Containerdatei, die wie eine Bibliothek oder Zwischenablage Objekte oder Gruppen von Objekten speichert und abrufbar macht.<\/li>\n<li><strong>INDS:<\/strong> \u00c4hnlich wie INDL, nur werden die Objekte ins Dateiverzeichnis gespeichert und k\u00f6nnen von dort importiert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>InDesign-Austauschformate:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>INX\/IDML:<\/strong> INX (=InDesign Interchange Dokument) ist das Austausch- und Reparaturformat der fr\u00fchen InDesign-Versionen bis Version CS3. IDML (=InDesign Markup Language) ersetzte es ab Version CS4. Das aktuelle QuarkXPress kann IDML-Dateien \u00f6ffnen.<\/li>\n<li><strong>XFL:<\/strong> Ein Austauschformat mit Adobe Flash<\/li>\n<li><strong>ICML, INCX, INCD:<\/strong> Austauschformate f\u00fcr verschiedene InDesign-Versionen in Zusammenarbeit mit dem Redaktionssystem InCopy.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man sieht an dieser Auflistung, dass InDesign-Dokumente in Dateiformaten f\u00fcr sehr unterschiedliche Einsatzzwecke zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Das herk\u00f6mmliche native Arbeitsformat ist aber &#8222;INDD&#8220;. Aus ihm kann man die anderen Formate abspeichern.<br \/>\nImportiert man in InDesign PSD-Dateien aus Photoshop, werden Pfade, Masken oder Alphakan\u00e4le erkannt. Sie sind nutzbar, um Fotomotive etwa fig\u00fcrlich freizustellen oder f\u00fcr die Konturenf\u00fchrung von Text um Fotomotive herum. Dar\u00fcber hinaus kann InDesign QuarkXPress-Dateien per Plug-In von Markzware \u00f6ffnen.<\/p>\n<h3>QuarkXPress und die nativen Dateiformate &#8222;QXP&#8220; bzw. &#8222;QXD&#8220;<\/h3>\n<p>Wo Adobe eine breite Palette an Programmen f\u00fcr verschiedenste Einsatzzwecke vorh\u00e4lt, geht QuarkXPress einen anderen Weg. Das Programm vereinigt in sich eine F\u00fclle an Funktionen und wird so zu einer m\u00e4chtigen Anwendung, die im deutschsprachigen Raum aber viel Boden an den Konkurrenten InDesign verloren hat. Neben Printprojekten k\u00f6nnen auch Webseiten gestaltet oder E-Book-Formate exportiert werden. Au\u00dferdem verf\u00fcgt QuarkXPress \u00fcber Vektor-Zeichenfunktionen. Ein kurzer \u00dcberblick:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>Native QuarkXPress-Objekte:<\/strong> QuarkXPress kann importierte Dateien in sogenannte \u201enative QuarkXPress-Objekte\u201c umwandeln. Dabei werden verschiedenste Dateiformate in QuarkXPress-eigene Daten umgewandelt. Das gilt f\u00fcr so unterschiedliche Datenformate wie: InDesign, Illustrator, PDF, EPS, WMF, PowerPoint und Excel. Diese Formate k\u00f6nnen dann in X-Press weiter bearbeitet werden.<\/li>\n<li><strong>PDF:<\/strong> QuarkXPress kann PDF-Daten ohne Acrobat Destiller f\u00fcr den Offsetdruck exportieren: PDF\/X-1a und PDF\/X-3, die aktuellen X-Press-Programm-Versionen auch PDF\/X-4. Au\u00dferdem speichert X-Press auch im Langzeit-Archivierungsformat PDF\/A ab, das einige Spezifikationen erf\u00fcllen muss, z.B: Schriften und Bilder m\u00fcssen eingebettet sein, Java-Script, Transparenzen oder LZW-Komprimierung werden nicht unterst\u00fctzt.<\/li>\n<li><\/li>\n<li><strong>PostScript:<\/strong> Au\u00dferdem k\u00f6nnen EPS-Files (Encapsulated PostScript) und PS-Dateien (PostScript) exportiert werden.<\/li>\n<li><strong>Eingebettete Pfade<\/strong> von EPS-, BMP-, JPEG- und PICT-Dateien kann Quark-X-Press lesen. Bei TIFF- und PSD-Dateien k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich die Alphakan\u00e4le gelesen werden. InDesign-Dokumente werden \u00fcber das oben genannte IDML-Format importiert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das urspr\u00fcngliche native QuarkXPress-Format hie\u00df QXD und stand f\u00fcr \u201eQuarkXPress Document\u201c-Format. Ab Version 6 wurde es in QXP (=\u201eQuarkXPress Project\u201c-Format) ge\u00e4ndert. Neuere X-Press-Versionen k\u00f6nnen die Dateiversionen vor X-Press 9 nicht mehr lesen. Man ben\u00f6tigt daf\u00fcr als Erweiterung den \u201eDocument Converter\u201c.<\/p>\n<h3>Scribus und das native Datenformat &#8222;SLA&#8220;<\/h3>\n<p>Scribus ist eine unkommerzielle Software f\u00fcr Seitengestaltung wie Adobe InDesign oder QuarkXPress. Sein natives Datenformat \u201e\u00b4&#8220;SLA&#8220; ist ein XML-Format, was viel Flexibilit\u00e4t im Austausch mit anderen Datenformaten bringt. Das Programm hat vier Besonderheiten:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>Offenheit:<\/strong> F\u00fcr ein kostenloses Programm hat es einen gro\u00dfen Funktionsumfang und ist im Datenaustausch flexibel und offen.<\/li>\n<li><strong>Betriebssysteme:<\/strong> Es wird bereits seit 2001 entwickelt und l\u00e4uft auf ungew\u00f6hnlich vielen Betriebssystemen.<\/li>\n<li><strong>Kompatibilit\u00e4t:<\/strong> Immer mehr Dateien anderer Layout- und Satz-Programme k\u00f6nnen in Scribus ge\u00f6ffnet werden, wie Apple Pages, VivaDesigner, QuarkXPress 3\/4 und ZonerDraw Vector. Mittels des InDesign-Austauschformates IDML ist es m\u00f6glich, in Scribus InDesign-Dokumente zu \u00f6ffnen. Die Dateien sind editierbar, nicht immer wird aber alles so konvertiert, wie es sein sollte.<\/li>\n<li><strong>Spezialfunktionen:<\/strong> Hochwertiger Formelsatz und Notensatz sind unter Einbindung externer Anwendungen m\u00f6glich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Pixelgrafiken inklusive PSD k\u00f6nnen importiert werden, ebenso Vektorgrafikformate wie AI, EPS, PDF, PostScript, SVG oder WMF, die auch weiter bearbeitet werden k\u00f6nnen.<br \/>\nAuch der Export von PDF\/X-1a, PDF\/X-3 und PDF\/X-4 wird unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h3>Adobe Photoshop und das native Dateiformat &#8222;PSD&#8220;<\/h3>\n<p>\u00c4hnlich wie InDesign verf\u00fcgt Photoshop \u00fcber eine Reihe verschiedener Speicher- und Exportformate. Die Photoshop-eigenen Formate f\u00fcr verschiedene Verwendungszwecke sind:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>PSD<\/strong> (Photoshop-Datei), als native Ebenendatei bis zu 2 GB Gr\u00f6\u00dfe<\/li>\n<li><strong>PSB<\/strong> (Photoshop Big\/Gro\u00dfes Dokumentformat), native Ebenendatei bis zu 4 GB<\/li>\n<li><strong>Photoshop RAW<\/strong>, Austauschformat f\u00fcr CMYK, RGB und Graustufen mit Alphakan\u00e4len sowie Lab-Bilder ohne Alphakan\u00e4le<\/li>\n<li><strong>Photoshop EPS<\/strong>, ein belichtungsf\u00e4higes Exportformat<\/li>\n<li><strong>Photoshop PDF<\/strong>, f\u00fcr kleinere Dateigr\u00f6\u00dfen und als Austauschdatei<\/li>\n<li><strong>Photoshop DCS 1.0<\/strong> (Desktop Color Separations), farbseparierte Auszugsdateien f\u00fcr CMYK plus ggf. Graustufen oder unseparierte 5. Farbe<\/li>\n<li><strong>Photoshop DCS 2.0<\/strong>, farbseparierte Auszugsdateien f\u00fcr Volltonfarben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Exportformate werden <a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/2018\/11\/dateiformat_bitmap_pixel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> erl\u00e4utert.<br \/>\nAuf welchen Wegen PSD-Dateien ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen, steht <a href=\"https:\/\/www.makeuseof.com\/tag\/the-best-ways-to-open-a-psd-file-without-photoshop\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<br \/>\nPhotoshop kann auch das native Format von Corel Photo-Paint, CPT, lesen. Umgekehrt liest Photopaint Photoshops PSD-Dateien.<\/p>\n<h3>Affinity Photo und das native Dateiformat &#8222;AFPHOTO&#8220;<\/h3>\n<p>Affinity ist dabei, eine eigene leistungsf\u00e4hige Grafik-Software-Suite aufzubauen.<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>Affinity Photo<\/strong> macht als pixelorientiertes Programm Adobe Photoshop Konkurrenz.<\/li>\n<li><strong>Affinity Designer<\/strong> ist die vektororientierte Konkurrenz zu Adobe Illustrator.<\/li>\n<li><strong>Affinity Publisher<\/strong> soll als Layout- und Satzprogramm der Gegenpart zu Adobe InDesign werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bildbearbeitung Affinity Photo \u00f6ffnet, bearbeitet und schreibt PSD-Dateien. Alle drei Programme haben eigene native Formate, sind aber nach allen Seiten hin offen f\u00fcr den Daten-Import und -Export. Das native Datenformat des noch in der Entwicklung befindlichen Affinity Publisher ist \u201eAFPUB\u201c. Affinity Photo kann g\u00e4ngige Pixel-Dateiformate wie TIFF, PNG, JPG, SVG, EPS, EXR (ein HDR-Format), HDRI, RAW und PDF \u00f6ffnen, bearbeiten und speichern.<\/p>\n<h3>Affinity Designer und das native Dateiformat &#8222;AFDESIGN&#8220;<\/h3>\n<p>Der Affinity Designer als vektor-orientiertes Programm unterst\u00fctzt wie Adobe Illustrator <a href=\"https:\/\/www.vektorgarten.de\/affinity-designer-pdf.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF\/X<\/a> in CMYK. Er kann die Versionen PDF\/X-1a, PDF\/X-3 und PDF\/X-4 \u00f6ffnen und exportieren, au\u00dferdem eine gro\u00dfe Zahl weiterer Vektor- und Pixelformate. Dazu geh\u00f6ren PSD- und PDF-Dateien, SVG, Adobe Illustrator AI-Dateien und selbst Adobe Freehand in den letzten drei Programm-Versionen 9 bis 11. Speziell bei der Version 10 hatte Freehand seinen gr\u00f6\u00dften Verbreitungsgrad.<\/p>\n<h3>Adobe Illustrator und das native Dateiformat &#8222;AI&#8220;<\/h3>\n<p>In der Adobe Illustrator Creative-Cloud-Version kann man folgende Vektor-Formate abspeichern und \u00f6ffnen:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>AI<\/strong> (Adobe Illustrator): Natives Format<\/li>\n<li><strong>PDF<\/strong> (Portable Document Format): Wenn die Illustrator-Datei im PDF-Dialog unter der Vorgabe \u201eIllustrator-Standard\u201c abgespeichert wird, bleiben in dieser Datei die Daten der Illustrator-Datei erhalten. Die Datei kann sp\u00e4ter von Illustrator wie eine AI-Datei ge\u00f6ffnet werden.<\/li>\n<li><strong>EPS<\/strong> (Encapsulated PostScript\/ Exportformat f\u00fcr den Datenaustausch)<\/li>\n<li><strong>AIT<\/strong> (Illustrator Template\/Vorlagenformat)<\/li>\n<li><strong>SVG<\/strong> (Scalable Vector Graphics unkomprimiert\/Vektorgrafik f\u00fcr das Web)<\/li>\n<li><strong>SVGZ<\/strong> (Scalable Vector Graphics komprimiert\/ Vektorgrafik f\u00fcr das Web f\u00fcr kleinere Dateigr\u00f6\u00dfen)<\/li>\n<li><strong>FXG<\/strong> (Flash Exchange Graphic) In Illustrator CS6 war noch das FXG f\u00fcr interaktive Inhalte enthalten, was inzwischen nicht mehr angeboten wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/helpx.adobe.com\/de\/illustrator\/using\/saving-artwork.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a> sind weitere Informationen f\u00fcr das Abspeichern von Adobe-Illustrator-Dateien aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12908\" aria-describedby=\"caption-attachment-12908\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Adobe_Photoshop_native_Datenformate.png\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12908\" src=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Adobe_Photoshop_native_Datenformate.png\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"268\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-12908\" class=\"wp-caption-text\">Oben: Ein Beispiel f\u00fcr unterschiedliche Datenformate in verschiedenen Programmversionen. Links sind die Vektorformate zu sehen, die man aus Adobe Illustrator abspeichern konnte. In Illustrator CS6 aus 2012 war noch das Dateiformat FXG (=Flash Exchange Graphic) enthalten, mit dem man interaktive Dateien f\u00fcr Adobe Flex abspeichern konnte. Im rechten Men\u00fc eines aktuellen Illustrator CC ist FXG weggefallen. Adobe selbst entwickelt Flex nicht mehr weiter.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Corel Draw und das native Dateiformat &#8222;CDR&#8220; bzw. &#8222;CDT&#8220;<\/h3>\n<p>CorelDraw ist als Teil der CorelDraw Graphics Suite ein vektororientiertes Zeichenprogramm. \u00c4hnlich wie Adobe Illustrator aber auf einem niedrigeren funktionalen Niveau kann man darin zeichnen, gestalten sowie Pixelbilder importieren und bearbeiten.<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li>Das native Format ist <strong>CDR<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>CDT<\/strong> (=Corel Draw Templates) ist eine Vorlagendateiart.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dem Tool &#8222;libcdr&#8220; k\u00f6nnen Inkscape, das Linux-Gestaltungsprogramm Scribus oder Libre-Office-Draw das CDR-Format \u00f6ffnen. Aber auch bei CorelDraw spielen die jeweiligen Programm-Versionen eine gro\u00dfe Rolle:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li>Adobe Illustrator \u00f6ffnet komfortabel Versionen bis CorelDraw 10.<\/li>\n<li>Die Versionen X4\/X5 wiederum sind nur bis Version 7 r\u00fcckw\u00e4rtskompatibel.<\/li>\n<li>Inkscape kommt gut mit den CorelDraw-Versionen V7 bis X3 zurecht.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Gimp Bildbearbeitung und das native Dateiformat &#8222;XCF&#8220;<\/h3>\n<p>Gimp ist das K\u00fcrzel f\u00fcr &#8222;GNU Image Manipulation Program&#8220; \u2013 wobei &#8222;GNU&#8220; der Name eines Betriebssystem ist. Das native Format der freien und kostenlosen Bildbearbeitung Gimp ist XCF (= Experimental Computing Facility). Darin enthalten sein k\u00f6nnen wie bei Photoshop Ebenen mit Pfaden, Text und weiteren Elementen. Gimp ist mit der Leistungsf\u00e4higkeit von Photoshop nicht vergleichbar, daf\u00fcr ist es kostenlos nicht nur unter Windows und MacOS verf\u00fcgbar sondern auch unter Linux. XCF ist kaum von anderen Programmen lesbar und sollte deshalb als internes Speicherformat nur f\u00fcr Gimp verstanden werden. Photoshop-PSD-Dateien kann Gimp \u00f6ffnen, allerdings nicht immer zuverl\u00e4ssig. Daf\u00fcr kann Gimp zahlreiche Formate speichern oder exportieren. F\u00fcr das XCF-Format gibt es ein Online-Konvertier-Tool hin zu JPEG und PDF. SVG kann importiert und exportiert werden. Gimp kann seine Dateien in JPEG, PNG, BMG, TIFF und PSD exportieren.<\/p>\n<h3>Inkscape und das native Vektor-Dateiformat &#8222;SVG&#8220;<\/h3>\n<p>Das besondere an Inkscape: es ist eine leistungsf\u00e4hige, freie und kostenlose Software, die auf den Plattformen MacOS, Windows und Linux l\u00e4uft. Speziell unter Linux sind anwenderfreundliche und leistungsf\u00e4hige Grafikprogramme selten. Das native Format des vektororientierten Zeichen-Programmes ist SVG, ein Web-Vektorformat, das per Code in Webseiten einf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;\"><strong>Native Arbeitsformate:<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;\">SVG und SVGZ<\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;\"><strong>Weitere Speicherformate u.a.:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"margin-left: 60px;\">\n<li>PDF (Portable Document Format)<\/li>\n<li>PS (Postscript)<\/li>\n<li>EPS (Encapsulated Postscript)<\/li>\n<li>EPSI (Encapsulated Postscript Interchange), w\u00e4hrend das normale EPS-File bei Platzierung nur einen Kasten zeigt, bildet das EPSI eine niedrig aufgel\u00f6ste Voransicht zur Orientierung.<\/li>\n<li>AI (Adobe Illustrator)<\/li>\n<li>TEX (LaTeX), ein hochwertiges Satzprogramm f\u00fcr Formelsatz<\/li>\n<li>PNG<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-left: 30px;\">Der Schwachpunkt von Inkscape ist der CMYK-Export. Daf\u00fcr ben\u00f6tigt man eine Erweiterung wie \u201eExport to PDF in CMYK\u201c, die Vektor-PDFs speichern kann.<\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px;\"><strong>Ge\u00f6ffnet und importiert werden k\u00f6nnen:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"margin-left: 60px;\">\n<li><strong>Rastergrafik-Formate:<\/strong> JPG, PNG, GIF, TIF u.a.<\/li>\n<li><strong>PostScript-Formate:<\/strong> PDF (Portable Document Format, AI (Adobe Illustrator), CDR (CorelDRAW), VSD (Microsoft Visio Drawing), EPS (Encapsulated PostScript) und PS (PostScript) \u00fcber das Plug-In Ghostscript<\/li>\n<\/ul>\n<h3>PDF-X-Datenformate: Standards f\u00fcr die Druckvorstufe<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Druckvorstufe, das hei\u00dft die Belichtung der Druckplatten, ist das <a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/2015\/02\/pdfx\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF-X-Format der Standard<\/a>. PDFs kann man aus allen ma\u00dfgeblichen Programmen erzeugen. F\u00fcr Nicht-Grafikprogramme sind manchmal Hilfstools notwendig. Office-Programme wie Textverarbeitungen erm\u00f6glichen in der Regel den Export einfacher PDF-Dateien, allerdings ohne dass man wichtige Voreinstellungen z.B. bez\u00fcglich Anschnitt oder Farbraum vornehmen k\u00f6nnte. Grunds\u00e4tzlich kann man auch von herk\u00f6mmlichen PDF-Dateien belichten, das \u201eX\u201c steht aber f\u00fcr ein professionelleres Datenformat, das etwa CMYK als Farbstandard ausgew\u00e4hlt und bestimmte Voreinstellungen integriert, die die Datei Offsetdruckkompatibel macht. Wie unterscheiden sich die PDF-Formate voneinander?<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>PDF\/X-1a:<\/strong> Ein Format, das sich auf den Einsatz f\u00fcr CMYK und Sonderfarben beschr\u00e4nkt.<\/li>\n<li><strong>PDF\/X-3:<\/strong> Neben CMYK und Sonderfarben sind andere Farbr\u00e4ume wie RGB oder Lab m\u00f6glich, die genauer in ICC-Farbprofilen definiert werden m\u00fcssen. ICC kommt von \u201eInternational Color Consortium\u201c. Ein ICC-Profil ist eine Datei, die den Farbraum eines Eingabe- oder Ausgabeger\u00e4tes definiert. Z.B. den einer Kamera, eines Scanners, eines Druckers oder einer Druckmaschine. Es wird benutzt, um die bestm\u00f6gliche Farbwiedergabe zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<li><strong>PDF\/X-4:<\/strong> Neben dem, was PDF\/X-3 kann, k\u00f6nnen Graustufen, Transparenzen, OpenType-Fonts und andere Bildformate genutzt werden.<\/li>\n<li><strong>PDF\/X-5:<\/strong> F\u00fcr den Druckbereich weist das PDF\/X-5-Format vor allem die M\u00f6glichkeit auf ICC-Profile f\u00fcr mehr als 4 Druckfarben anzulegen, sogenannte Mehrkanal-ICC-Profile.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>FAZIT<\/h3>\n<p>Wirklich leistungsf\u00e4hig sind Programme nicht nur durch die Anzahl ihrer Gestaltungswerkzeuge oder die Benutzerf\u00fchrung. Auch wie flexibel und gleichzeitig robust sie mit anderen Datenformaten umgehen k\u00f6nnen, spielt eine Rolle. Die nativen Grafikprogramm-Formate bed\u00fcrfen oft eines zweiten Blickes bez\u00fcglich all ihrer M\u00f6glichkeiten. Zu bedenken ist auch, dass ein Abspeichern im falschen Format, Datenbest\u00e4nde reduzieren und damit den Originalzustand zerst\u00f6ren kann.<br \/>\nIm Print-Grafik-Design haben sich drei gro\u00dfe Datei-Standards etabliert:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>PSD:<\/strong> F\u00fcr die Bildbearbeitung von Pixeldaten PSD von Adobe Photoshop.<\/li>\n<li><strong>AI\/SVG:<\/strong> F\u00fcr die Vektorgrafik AI und SVG, wobei Adobe Illustrator sowohl von der freien Software Inkscape als auch von der kommerziellen Konkurrenz Affinity Designer Konkurrenz bekommen hat.<\/li>\n<li><strong>PDF:<\/strong> Als Austauschformat ist PDF\/X ein unangefochtener Standard. In vergangenen Tagen war das EPS das wichtigste Austauschformat zwischen Designer und Druckerei. Obwohl EPS im Zusammenspiel mit der Druckvorstufe eine zunehmend kleinere Rolle spielt, ist es immer noch ein wichtiges Format im Austausch zwischen vektororientierten Programmen und Programmversionen unterschiedlicher Betriebssysteme.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Bereich Layout- und Satzsoftware f\u00fcr das Desktop-Publishing ist Adobe InDesign in Deutschland f\u00fchrend. Dies liegt auch an seiner Integration in die Adobe Creative-Cloud-Suite vor allem im Zusammenspiel mit Photoshop und Illustrator. Allerdings sind starke Konkurrenten vorhanden:<\/p>\n<ul style=\"margin-left: 50px;\">\n<li><strong>Scribus<\/strong> als kostenlose Software f\u00fcr alle Betriebssysteme inkl. Linux<\/li>\n<li><strong>QuarkXPress<\/strong> als professionelle Anwendung und m\u00e4chtiges Werkzeug<\/li>\n<li><strong>Affinity Publisher<\/strong> als kommende Konkurrenz zum g\u00fcnstigen Preis<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\">F\u00fcr Sie zusammengefasst als Infografik:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/grafikprogramm_datenformate.png\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><strong>Dateiformate im Grafikprogramm<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/grafikprogramm_datenformate.png\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-12376 size-full\" src=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/grafikprogramm_datenformate.png\" alt=\"\" width=\"1419\" height=\"4906\"><\/a><\/p>\n<p>[av_button label=&#8217;PDF-Download der Infografik&#8216; link=&#8217;manually,https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/datenformate_grafikprogramme.pdf&#8216; link_target=&#8217;_blank&#8216; size=&#8217;medium&#8216; position=&#8217;center&#8216; icon_select=&#8217;no&#8216; icon=&#8217;ue800&#8242; font=&#8217;entypo-fontello&#8216; color=&#8217;theme-color&#8216; custom_bg=&#8217;#444444&#8242; custom_font=&#8217;#ffffff&#8216;]<\/p>\n<figure id=\"attachment_8750\" aria-describedby=\"caption-attachment-8750\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/autor.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8750\" data-rel=\"lightbox-image-5\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8750 size-medium\" src=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/autor-200x300.jpg\" alt=\"Ralf Wasselowski\" width=\"200\" height=\"300\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8750\" class=\"wp-caption-text\">Unser Gastautor: Ralf Wasselowski. Er betreibt die Agentur Conceptb\u00fcro in Essen und ist ein Kenner der Design-, Grafik- und Werbebranche. \u00a9Ralf Wasselowski<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bisher in der Reihe &#8222;Datenformate&#8220; erschienen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/2018\/11\/dateiformat_bitmap_pixel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Von Pixel- und Bitmap-Bildern<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/2018\/11\/datenformat_komprimierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klein aber oho &#8211; Bild-Komprimierung und -Qualit\u00e4t<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.viaprinto.de\/blog\/2018\/12\/vektor-dateien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vektor-Dateien f\u00fcr Illustrationen, Icons und Piktogramme<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der heutigen Folge geht es um Grafikprogramm-Datenformate. 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