Beiträge

23
Juni
2020
viaprinto Features

Ausgefallen auffallen

Print lebt – farbenfroh, exklusiv und aufmerksamkeitsstark. Und dabei lebt es nicht nur vom Design, sondern auch von den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten darüber hinaus. Raffiniert eingebaute Features geben dem Print-Produkt den entscheidenden Hauch von Eleganz und Aufmerksamkeit, können aber auch den praktischen Aspekt deutlich betonen.

Perforation


Produktbeispiel Perforation geöffnet Detailansicht

Perforationen sind nützlich – mit ihnen lassen sich einzelne Bereiche eines Dokuments abtrennen und ermöglichen es so wichtige Informationen oder Kompaktdaten auch losgelöst vom Rest nutzbar zu machen.

Möglich sind Perforationen sowohl horizontal wie auch vertikal, bei manchen Produkten sogar kombiniert. Eine Aufteilung in bis zu vier Elemente ist möglich.

Anwendungsbeispiele sind unter anderem:

  • Gutscheine oder Coupons, die ihren Platz auf einem Werbeflyer finden und anschließend einzeln genutzt werden können
  • Bestell- oder Anmeldeformulare, die abgetrennt einfach verschickt werden können. So behält der Kunde das Informationsschreiben bei sich und das Unternehmen erhält die Daten, die für eine Abwicklung notwendig sind

viaprinto ermöglicht Ihnen das Anlegen einer Perforation auf unterschiedliche Wege. Der einfachste ist die Verwendung des Perforationseditors, mit dem Sie über Schieberegler einstellen können, an welcher Stelle genau das Dokument trennbar sein soll. So müssen Sie nicht zwangsläufig ein Profi in InDesign sein, um von den Vorteilen zu profitieren.
Eine Anlage über die üblichen Layout-Programme ist natürlich trotzdem möglich.


Veredelung


Heissfolie Postkarte


Mit Veredelungen erhält Ihr Print-Produkt einen Hauch Raffinesse und Eleganz. Besonders die partiellen Veredelungen sorgen dafür, dass Teile Ihres Drucks hervorgehoben werden und exquisit wirken. Gleich drei Varianten stehen Ihnen bei viaprinto zur Verfügung:

  • Heißfolie in Silber und Gold für strahlende Effekte
  • Relieflack für ein dreidimensionales Profil, das plastisch aus dem Druck hervortritt
  • Partieller UV-Lack, der schlicht mit seinem transparenten Glanz betont

Auch vollflächige Veredelungen können die Aufmerksamkeit auf sich lenken, hier allen voran die SoftTouch-Folie, die sich daunenweich über Ihr Print-Produkt legt und die Oberfläche samtig und seidig werden lässt.


Freie Formate


Ein ganz besonderer Hingucker sind Print-Produkte im Freien Format: Ob ganz klein oder ganz groß – ausgefallene Formate stechen aus der Norm heraus und fallen sofort ins Auge. viaprinto gibt Ihnen die Format-Freiheit, damit Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.  
Das gewünschte Format können Sie einfach und präzise über die entsprechenden Kästchen zur millimetergenauen Eingabe auswählen.

10
Januar
2019
NEU: SoftTouch-Folie

Besonders samtig, besonders eindrucksvoll

Veredeln oder nicht veredeln: das ist mit der SoftTouch-Folie gar keine Frage mehr. Die hauchdünne Folienkaschierung sorgt dafür, dass Ihre Printprodukte nicht nur wertiger erscheinen, sondern auch geschützter sind.

Daunenweich legt sie sich über Ihr Produkt, lässt die Oberfläche samtig und seidig werden. Das haptische Erlebnis wird nicht nur Sie, sondern auch Ihre Kunden und Geschäftspartner begeistern. Insgesamt lassen sich 13 Produktvarianten mit der SoftTouch-Folie veredeln, darunter auch Visiten-, Post- und Grußkarten.

Visitenkarten, Postkarten, Klappvisitenkarten:

Broschüren Ringösenheftung, Hardcover, Broschüren Klebebindung:

Flyer Einbruchfalz, Flyer Plano, Flyer Zickzackfalz:

Grußkarten, Broschüren Klammerheftung, Flyer Wickelfalz, Softcover:

24
Oktober
2018
viaprinto-Wissen

„Veredelung erhöht die Lebensdauer und ist wertiger“

Druckereien bieten nicht nur den Druck an, sie veredeln das Papier auch mit Lacken und Folien. Bei viaprinto sind besonders die vollflächigen Veredelungen gefragt. Warum das so ist und worauf man bei Veredelungen von Papier achten sollte, erklärt die viaprinto-Medienfachwirtin Melanie Schürmann.

Entscheidet man sich für den professionellen Druck von Broschüren oder Visitenkarten, denken viele auch über deren Veredelung nach. Aber was darf es sein? Bestellt man sein Druckprodukt bei viaprinto, stehen einige Alternativen zur Wahl: „Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen vollflächigen und partiellen Veredelungsformen“, erläutert die bei viaprinto im 2nd Level Support tätige Medienfachwirtin Melanie Schürmann das Angebot des Druckdienstleisters. „Vollflächig gibt es als UV-Lack oder Folienkaschierung. SoftTouch wird in wenigen Wochen dazukommen. Dann haben wir die partiellen Varianten: Spot-Lack, Relieflack und Heißfolie in Gold oder Silber“, führt sie weiter aus.

Vollflächige Veredelungen besonders gefragt

Durch ihre Erfahrung weiß die Medienfachwirtin, dass insbesondere vollflächige Veredelungen oft als Option beim Druck gebucht werden. „Die kann man im Prinzip auf fast allen Produkten anwenden“, erklärt Schürmann. „Insbesondere die Umschläge von Broschüren eignen sich für die vollflächige Veredlung, denn diese wählt man einfach bei der Bestellung aus, ohne dass dazu die Daten extra aufbereitet werden müssen“, weiß Schürmann. Eine vollflächige Veredelung „erhöht auch die Lebensdauer und erscheint wertiger. Außerdem wird das Druckprodukt damit robuster gegenüber äußeren Einflüssen“, erläutert die Medienfachwirtin und ergänzt: „Das ist gut für Gastro-Artikel, Kataloge, Aufsteller.“

Visitenkarten sind Klassiker für partielle Veredlung

Bei partiellen Veredelungen hingegen müssen Profis eigene Ebenen anlegen, wozu ein Gestaltungsprogramm genutzt wird. Ein Vorgehen, das sich durchaus lohnt: „Partielle Veredelungen bieten wir bei Flyern plano, einige der Falzflyer-Varianten, auf den Gruß- und Postkarten und natürlich auf den Visitenkarten an“, zählt Schürmann auf. „Der Klassiker für die partielle Veredlung sind dabei Visitenkarten, denn die sind immer noch Aushängeschild einer Firma und sollen etwas hermachen. Da ist es schön, wenn man ein optisches und auch haptisches Erlebnis damit an den Empfänger übermittelt, etwa wenn das Logo heraussticht durch einen partiellen Lack“, beschreibt Schürmann die Wirkung. Partielle Hervorhebungen sind aber auch bei Weihnachtskarten jedes Jahr ein Highlight, da man damit die Anerkennung gegenüber seinen Geschäftspartnern zum Ausdruck bringt. Spot-Lack oder Heißfolie machen die Karte dann zu etwas Besonderem.

Grusskarte mit partieller Veredelung

Grenzen der Veredlung: Papier und Grammatur

Doch nicht alles, was schön aussehen könnte, ist auch möglich. „Die Grenzen“, so Schürmann, „liegen in den Papiersorten. Ungestrichene Papiere und Veredlung passen ebenso wenig zusammen, wie stark strukturierte Papiere. Deshalb bieten wir das im viaprinto Konfigurator auch nicht an.“ Für viaprinto ist klar, dass das Druckergebnis stimmen muss. Und das ist bei unpassenden Papier-Technik-Kombinationen nicht gegeben. „Genauso ist man in den Grammaturen eingeschränkt“, erläutert Schürmann weiter. „Bei der vollflächigen Variante bieten wir alles ab 135g an, bei den partiellen Veredelungen bieten wir nur 300g an, damit es bei der Produktion nicht zu Problemen kommt. So sind die Kunden sicher, dass es das beste Ergebnis geben wird.“

Nicht zu dünn bei partieller Lackierung

Nicht nur drucktechnisch gibt es Einschränkungen für die partielle Veredelung, wie Schürmann weiß: „Natürlich ist man auch im Layout eingeschränkt. Erst ab einer bestimmten Schriftgröße und einer gewissen Linienstärke kann Spot-Lack oder Heißfolie realisiert werden. Wir geben dazu Empfehlungen, damit unsere Kunden ein gutes Ergebnis erhalten.“ Das Problem ist einfach erklärt: Wählt man zu dünne Linien oder zu kleine Schriftgrößen aus, können die einzelnen Elemente zusammenlaufen. „Was bei durchsichtigem Lack weniger schlimm ist, weil man die dahinter gedruckte Schrift oder Linie noch sieht, kann bei Folie schlimm enden“, weiß die Medienfachwirtin. „Laufen hier nämlich die Elemente zusammen, ist das Dargestellte eventuell nicht mehr zu erkennen.“ Deshalb muss beim Anlegen der Daten bei partiellen Veredelungen „alles stimmen, um ein gutes Ergebnis zu bekommen“, so Schürmann: „Bei Folie oder Relieflack sollte man etwa nicht randabfallend arbeiten, weil sonst der Lack oder die Folie blättert. Das ist nicht nur die Herausforderung für die Druckerei, sondern auch für unsere Kunden.“

Charlotte Erdmann (Bild: Matthias Martin)

Für die Wissensreihe konnten wir die Autorin Charlotte Erdmann gewinnen. Sie hat bereits einige andere Reihen für unseren Blog verfasst. (Bild: Matthias Martin)

In dieser Reihe erschienen:
Mit Kaltfolientransfer werden Abrafaxe-Hefte zu wahren Hinguckern
„Veredelung versprüht einen Hauch von Erfolg“
Print wirkt! – Kataloge von Jako-O

11
Oktober
2018
viaprinto-Wissen

Print wirkt! – Kataloge von Jako-O verkaufen.

Hochwertige Kinderbekleidung und Spielzeug kaufen Eltern am liebsten im stationären Handel. Bei Jako-O und Haba wissen Eltern, was sie bei der Bestellung aus dem Katalog bekommen. Warum dieser gut für den Verkauf ist, erklärt Sylvia Endres von der Inhouse Werbeagentur JAKO-O.

Viele Versandhändler haben in den vergangenen Jahren die Produktion ihrer Kataloge eingestellt. Zu teuer, zu aufwändig sind sie, zu wenig genutzt werden sie – so lauten die Begründungen. Aber auch Umweltgründe werden vorgeschoben, weil zuviel Papier bedruckt und angeblich nie angesehen wird. Kosten und Nutzen stehen – so die Versandhändler – nicht mehr in Relation, schließlich bestellen die meisten Kunden über das Internet. Doch schaut man sich genauer auf dem Markt des Versandhandels um, fällt auf, dass immer noch Saisonkataloge von großen Händlern sowie Kataloge von hochwertigen Qualitätsmarken angeboten werden.

Haba-Firmenfamilie steht für Qualität

Eine dieser Marken ist Jako-o, ein Hersteller von liebevoll designten, funktionalen und haltbaren Produkten für Kinder. „Ob Kleidung, Spielzeug oder Möbel – es gibt nichts, was nicht noch ein bisschen besser sein könnte als ‚normal’”, findet Jako-o. Das Unternehmen gehört zur HABA-Firmenfamilie, die zudem Marken wie Haba, Wehrfritz oder Quiero! unter sich vereint. Bei jeder dieser Marken stehen Familien und ihre Kinder im Fokus des Handelns.

Kataloge von Jako-O verkaufen

Und jede Marke produziert weiterhin Kataloge – aus Überzeugung, wie Sylvia Endres von der Inhouse Werbeagentur JAKO-O erläutert: „Seitens Jako-o haben Tests ergeben, dass der Katalog als Teaser wunderbar funktioniert.“ Aus dieser Erfahrung heraus hat Jako-o die Katalogproduktion beibehalten und parallel online seine Produkte angeboten. Daraus entstand eine vielleicht überraschende Erkenntnis: „Abgedruckte Artikel verkaufen sich besser als nur online“, sagt Endres. Sie ist deshalb davon überzeugt: „Print wirkt! Unsere Stammkunden freuen sich auf den gedruckten Katalog und genießen diesen auch gern bei einer Tasse Kaffee.“

Kataloge werden oft in die Hand genommen

Zweimal im Jahr liefert Jako-O einen dicken Hauptkatalog aus, der durch die ganze Familie gereicht wird: „Er wird von unseren Kunden auch liebevoll ‚die Bibel’ genannt“, erzählt Endres.
Jako-O weiß, dass bei den meisten Kunden die Kataloge ein halbes Jahr bis zur nächsten Saison griffbereit liegen bleiben. Für diese Art der Beanspruchung müssen sie natürlich auch entsprechend geschützt werden:„Der Katalog hat einen Standard Dispersionslack im Umschlag, damit man keine dreckigen Finger beim in die Hand nehmen bekommt“, erklärt Endres die Veredelung, die dem Standard beim Katalogdruck entspricht und sich für den Schutz vor Abrieb bewährt hat. „Ansonsten ist dieser nicht besonders geschützt“, ergänzt sie. Muss er auch nicht, denn wichtig für einen Katalog ist es, dass er seine Angebote lange in gleichbleibender Qualität darstellt und dabei nicht abfärbt, abreibt oder ausbleicht. Das ist durch den Dispersionslack auf dem Umschlag gegeben.

Umweltbewusst und nachhaltig

Zusätzlich hat sich Jako-o aus Umweltgründen im Jahr 2017 dazu entschieden, die Kataloge offen, also ohne Folienumschlag, zu verschicken. Die Kunden schätzen dieses umweltbewusste Vorgehen des Unternehmens, denn alle Produkte der Haba-Familie werden nach dem Motto produziert: „Statt den Müllberg zu füttern, setzen wir auf nachhaltige ‚Vererb-Qualität‘“. Kleidung und Spielzeug des Herstellers aus Bad Rodach bei Coburg sind oft wahre Familienerbstücke. Sie sind dabei robust, kindgerecht und schön anzusehen. Und sie sind auf ihre ganz eigene Art edel.
Weil das so ist, nutzt Jako-o nicht nur bei Katalogen Veredelungstechniken im Druck. Auch Mailings werden – je nachdem, was sie aussagen sollen, mit Lacken und anderen Techniken veredelt. Allerdings setzt Endres hier verschiedene Arten der Veredelung ein. „Veredelungen werden bei uns immer wieder angedacht und durchgeführt bei Mailings und Katalogen“, erklärt sie und ergänzt: „Aber hierbei entscheidet immer das jeweilige Konzept.“

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Jako-O

Charlotte Erdmann (Bild: Matthias Martin)

Für die Wissensreihe konnten wir die Autorin Charlotte Erdmann gewinnen. Sie hat bereits einige andere Reihen für unseren Blog verfasst. (Bild: Matthias Martin)

Bisher in dieser Reihe erschienen:
Mit Kaltfolientransfer werden Abrafaxe-Hefte zu wahren Hinguckern
„Veredelung versprüht einen Hauch von Erfolg“

13
September
2018
VIAPRINTO-WISSEN

„Veredelung versprüht einen Hauch von Erfolg“

Seine Kunden legen Wert auf Details und suchen das Außergewöhnliche. Sie wollen ihrer Marke den passenden Auftritt verleihen. Balázs Tarsoly hilft mit seinen beiden Kreativagenturen Operation Butterfly und Branding Cuisine Unternehmen dabei, als ihr bestes Selbst aufzutreten und zu handeln. Seine Kommunikationsbotschaften unterstreicht er mit diversen Veredelungstechniken.

Kreativ, strategisch, orientiert an Markenbildung: Das ist die Berliner Kreativagentur Operation Butterfly, die als Boutique Corporate Design Agentur gegründet wurde und sich mittlerweile auf Editorial Design spezialisiert hat. „Wir betreuen Magazine der Startup-Szene wie Berlin Valley und The Hundert. Wir lieben smarte, hochwertige Kommunikation“, erzählt Gründer und CEO Balázs Tarsoly. Er ist ein leidenschaftlicher Markenentwickler. Und er liebt gastronomische Konzepte. Deshalb gründete Tarsoly vor fünf Jahren die Agentur „Branding Cuisine“, die ausschließlich systemgastronomische Marken betreut: „Wir optimieren den Auftritt unserer Gastronomiekunden und sorgen für mehr Umsatz. Wir helfen den Restaurants dabei, die Erwartungen der Gäste nicht nur zu erfüllen, sondern sie zu übertreffen“, so Tarsoly.

Ins Gespräch kommen

Die Veredelung der Druckprodukte wie Speisekarten, Jahrbücher oder Visitenkarten ist für ihn dazu ein wichtiges Instrument. „Veredelungen verleihen dem Produkt Wertigkeit und zeigen dem Gast oder Kunden, dass man auf die Details achtet“, ist Tarsoly überzeugt. „Das geschieht meist unterbewusst. Aber am Ende versprüht eine veredelte Visiten- oder Gratulationskarte immer einen Hauch von Erfolg.“ In seinen beiden Agenturen setzen die Mitarbeiter dazu bevorzugt die Heißfolienprägung ein und lassen damit besondere Cover, Visiten- oder Weihnachtskarten entstehen. Bewusst bildet der Agenturinhaber damit einen Kontrast zu digitalen Produkten, zugleich aber auch einen Kontrast zwischen dem rauen Papier und der glatten Folie. Balázs Tarsoly ist überzeugt: „Kontraste fördern das menschliche Interesse.“

Ob es ein Farbschnitt auf Visitenkarten oder Letterpress für Magazincover ist – „sowas bringt immer ein Gespräch in Gang“. Veredelungstechniken sind für ihn aber auch ein Mittel, um aus der Masse anderer Kommunikationsmittel hervorzustechen: „Gerade in einer Zeit, in der bei Druck immer mehr der Preis im Vordergrund steht.“ Die Prägung macht dabei besonderen Eindruck: „Sie verführt die Menschen, über das Produkt zu streichen und macht es zu etwas Besonderem“, so Tarsoly. „Und es bringt dem Empfänger Wertschätzung entgegen, etwa bei einer Weihnachtskarte, deren Prägung das Design noch verstärkt.“

Auf Grenzen der Veredelung achten

„Wir betreuen Magazine der Startup-Szene wie Berlin Valley und The Hundert. Wir lieben smarte, hochwertige Kommunikation“

Damit sich diese Wirkung aber bei demjenigen, der das Druckprodukt in Händen hält, auch voll entfalten kann, muss die Veredelung „handwerklich ganz sauber ausgeführt werden. Ansonsten kann sich der Effekt schnell ins Gegenteil kehren“, erklärt Tarsoly. Das betrifft nicht nur das Design, bei dem die Veredelung im Einklang mit der Gesamtgestaltung sein sollte. Auch die Auswahl des Papiers muss mit der Veredelung perfekt harmonieren. Und bei der Prägung kommt es darauf an, dass „die Schrift nicht zu klein und nicht zu fein ist“, erklärt der Creative Direktor. „Zu dünne Linien sollte man ebenso vermeiden, wie zu große Flächen.“

Geht man mit seinem Design ans Limit des Machbaren, empfiehlt Balázs Tarsoly die direkte Abstimmung mit der Produktion: „Da kommt es wirklich darauf an, dass in der Druckerei der gewünschte Effekt tatsächlich umgesetzt werden kann. Wir arbeiten deshalb immer eng mit den Druckereien zusammen und bieten unseren Kunden Produktmuster an“, erzählt der Agenturchef. „Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, die Erwartungshaltung des Kunden zu steuern, denn jede Veredelung hat auch ihre Grenzen. Und Produktmuster helfen, diese dem Kunden verständlich zu machen.“

Die Kunst der Speisekarten

Gründer und CEO der Kreativagenturen Operation Butterfly und Branding Cuisine: Balázs Tarsoly ©Balázs Tarsoly

Ein gutes Beispiel für Grenzen der Veredelung sind Speisekarten. In der Gastronomie sind sie ein wichtiges Instrument der Kundenkommunikation. Aber „es gibt eben keinen hundertprozentigen Schutz, egal welche Veredelungstechnik man einsetzt“, berichtet Tarsoly. „Sicherlich muss man eine Speisekarte feucht abwischen können, aber das Produkt kann etwa durch eine Laminierung unter Umständen billig wirken. Wir setzen deshalb vorzugsweise die Folienkaschierung matt ein, auch wenn die Speisekarte dadurch nicht komplett geschützt ist, vor allem weil die Innenseiten nicht kaschiert werden.“ Speisekarten, das weiß Tarsoly, informieren inzwischen nicht mehr nur über das Essensangebot: „Es sind Andenken, die man mitnimmt, die man gerne in die Hand nimmt, und die Geschichten erzählen. Speisekarten sind umfangreicher als früher und ein Produkt mit vielen Seiten kann man nur schwer gegen Feuchtigkeit oder Beschädigungen schützen.“

 

Die Veredelungstechnik schlechthin gibt es für den Agenturchef nicht. Stattdessen achtet Tarsoly immer darauf, dass jede von ihm genutzte Veredelung zum Anlass und zur Botschaft des Kommunikationsmittels passt: „Sie muss aber auch zum Papier und zum Design passen. Dann hat jede Veredelung nicht nur ihre Berechtigung, sondern ist ein wichtiges Instrument, um den Absender beim Empfänger in positiver Erinnerung zu behalten.“
Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von ©Branding Cuisine und ©Operation Butterfly

 

Charlotte Erdmann (Bild: Matthias Martin)

Für die Wissensreihe konnten wir die Autorin Charlotte Erdmann gewinnen. Sie hat bereits einige andere Reihen für unseren Blog verfasst. (Bild: Matthias Martin)

In der kommenden Folge berichtet ein Art Director aus dem Alltag mit Veredelung.

 

Bisher in dieser Reihe erschienen:
Mit Kaltfolientransfer werden Abrafaxe-Hefte zu wahren Hinguckern