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15
Februar
2019
viaprinto wissen

Kostenlose Online-Tutorials für Mediendesigner

Tutorials sind nützliche Gebrauchsanleitungen. Es gibt sie entweder in Form von „Schritt-für-Schritt“-Anleitungen bebildert mit Screenshots oder als Video. Diese zeigen die Aufeinanderfolge der Arbeitsschritte der jeweiligen Software. Im Folgenden listen wir Quellen im Web für die besten Online-Tutorials für Grafikprogramme wie Photoshop, Affinity Designer oder Quark-X-Press auf.

Die Art und Weise, wie man sich die Funktionen, Tipps und Tricks seines Grafikprogrammes aneignet, hat sich im Laufe der Jahre geändert. Gedruckte Handbücher für Anwenderprogramme sind weitestgehend durch Online-Varianten dieser Handbücher ersetzt worden. Dort waren immer schon kleine Tutorials bzw. Anleitungen für die Funktionen des Programmes enthalten. Wer also schnell wissen will, wie er etwa Punkte in einer Außenkontur in Adobe Illustrator einfügt oder löscht, kann das in der offiziellen Adobe-Anleitung nachschlagen. Jedoch ist die klassische Herangehensweise eines Handbuches etwa im Adobe Help-Center mehr textorientiert, was nicht immer schnell und leicht verständlich ist.

Online-Handbuch von Adobe
Oben: Die Online-Hilfe von Adobe bietet einen guten Überblick und viele Hilfestellungen. Tutorials sind aber besser verständlich weil sie detaillierter und bildorientierter arbeiten.

Tutorials der Programm-Hersteller

Hilfreicher sind da schon die Tutorials, die sich auf den Programmwebseiten der Hersteller befinden. Sie sind meist entweder ausführlicher mit Screenshots zur Bebilderung angereichert oder kommen gleich im Video-Format daher. Daneben gibt es viele Webseiten, die kostenpflichtige Schulungen, Kurse und darin Tutorials anbieten, und auch Webseiten oder etwa YouTube-Kanäle, die dies kostenlos von Nutzer zu Nutzer anbieten. Allerdings muss man bei den meisten Tutorial-Videos in den sauren Apfel beißen: sie sind in Englisch gehalten, was bei manchem die Nachvollziehbarkeit wieder verlangsamt. Hier empfiehlt es sich zum besseren Verständnis die Untertitel einzublenden. Aber Achtung: Wenn die Untertitel von YouTube automatisch generiert werden, schleichen sich gerade bei Fachbegriffen Fehler ein. Bei den Adobe-Videos kann man eigens übersetzte deutsche Untertitel in englischen Lehr-Videos einschalten. Die Adobe-Video-Tutorials sind in Art und Themenfeldabdeckung vorbildlich.

Online-Tutorials von Adobe
Oben: Adobe bieten eine Fülle an Anwendungs-Tutorials, hier zum Beispiel für Adobe Illustrator.

Nicht-kommerzielle Tutorials

Neben der Sprachproblematik ist immer auch auf die eingesetzte und besprochene Programmversion zu achten, weil es sonst zu Missverständnissen kommen kann, wenn man in einer anderen Programmversion arbeitet als die im Tutorial verwendete. Es gibt darüber hinaus Foren für Mediengestalter, die Anwenderfragen diskutieren und klären. Eine ähnliche Funktion haben Facebookgruppen.

Wie in anderen Bereichen, in denen im Web kostenloses Material für Designer angeboten wird, findet man Anbieter, die Kostenloses und Kostenpflichtiges mischen. Manche bieten einen kostenlosen Probezeitraum für die Nutzung der Tutorials an oder machen eine Registrierung vor der Tutorialnutzung zur Bedingung. Die Qualität der Video-Tutorials auf YouTube ist sehr unterschiedlich. Zum Teil muss man hier viel Zeit mitbringen, weil manche Videos zwar inhaltlich aussagekräftig und hilfreich sind aber nicht gut genug strukturiert. Sie achten zum Teil zu wenig auf stringente Zeitabläufe – dafür sind sie kostenlos und ausführlich. Übrigens bietet auch viaprinto gelegentlich Tutorials an, auch in Videoform.

Was macht ein gutes Tutorial aus?

Welches Tutorial ist am besten für mich geeignet? Diese Frage kann man sich vor allem dann stellen, wenn man die Flut an Video-Tutorials gerade auf YouTube oder auch Vimeo ansieht. Kriterien sind:

  • Aktualität: Da die Update-Zyklen vieler Programme kurz sind, veralten Tutorials schnell. Ein wichtiges Kriterium ist also als erstes das Veröffentlichungsdatum des Tutorials und die besprochene Programmversion.
  • Betriebssystem: Welches Programm für welche Plattform? Kommerzielle Programme laufen meist auf Microsoft Windows oder Apples MacOS bzw. iOS. Inzwischen sind kostenlose Unix-/Linux-Programme wie Gimp oder Scribus auch auf kommerziellen Plattformen verfügbar und werden so zu deren Konkurrenz. Wie gut ein Tutorial auf das jeweilige Betriebssystem eingeht, kann wichtig sein. Bei Linux etwa lohnt sich als erstes ein Programm-Installations-Tutorial.
  • Grundsätzliches: Gerade Einsteiger-Tutorials widmen sich weniger den Details und mehr dem großen Ganzen des Programmes. Es ist sinnvoll, zunächst über so ein Tutorial das Programm grundsätzlich kennenzulernen und danach die Details.
  • Details: Es gibt zahlreiche Kurzvideos, die Details wie einzelne Effekte oder Funktionen behandeln. Das ist praktisch, wenn man eine spezielle Frage hat.
  • Kurzweiligkeit: Man findet zahlreiche Tutorials, die zu lang sind. Professionelle Tutorials kommen schnell auf den Punkt und vergeuden keine Zeit. Andererseits ist ein nicht zu schnelles Erklärtempo gut für die Verständlichkeit.
  • Didaktik: Manche Amateurvideos sind zu unstrukturiert, andere Video-Tutorials betreiben zu viel Eigenwerbung. Positiv heben sich die Video-Tutorials von Adobe und Affinity hervor. Sie sind meist kurz, gut verständlich und höchst kompetent.

Tutorials für Gestaltungsprogramme

Adobe Illustrator

Als Zeichenprogramm-Standard für Vektorgrafik hat Adobe Illustrator eine lange Tradition, erhält aber zunehmend von Programmen wie Affinity Designer, Gimp oder Coral Draw Konkurrenz.

Adobe InDesign

Die führende Layout-, Satz- und Gestaltungssoftware für mehrseitige Projekte wie Broschüren, Zeitschriften und Bücher.

Adobe Photoshop

Photoshop gilt als Referenzklasse der Bildbearbeitung mit langer Tradition. Das Programm beherbergt inzwischen eine kaum noch überschaubare Anzahl an Funktionen.

Affinity Designer

Das vektororientierte Programm wird immer mehr ein Konkurrent von Marktführer Adobe Illustrator.

  • Tutorial „Umstieg“: zeigt den Umstieg von Adobe Illustrator zu Affinity Designer, in Englisch.
  • Tutorials „Desktop“ für Affinity Designer als Desktop-Anwendung.
  • Video-Liste: Eine Seite als Inhaltsverzeichnis zu einer umfangreichen Video-Mediathek zu fast allen Funktionen von Affinity Photo.
  • Video-Übersicht: Auch auf der Plattform „Pinterest“ gibt es Übersichten für Video-Tutorials.

Affinity Photo

Das Programm bietet für einen Einmalpreis (im Gegensatz zum Adobe-Abo-Modell) einen professionellen, großen Funktionsumfang und ist damit einer der Hauptkonkurrenten von Photoshop.

  • Video-Tutorial „Einstieg“: Gezeigt werden ein erster grundsätzlicher Einstieg ins Programm und seine Leistungsfähigkeit.
  • Video-Tutorial „Vergleich“: Hier wird ein Vergleich zur Leistungsfähigkeit von Photoshop gezeigt. Behandelt werden die vergleichende Raw-Konvertierung und Raw-Bildbearbeitung in beiden Programmen sowie der Umgang mit Ebenen.
  • Video-Liste: Eine Seite als Inhaltsverzeichnis zu einer umfangreichen Video-Mediathek zu fast allen Funktionen von Affinity Photo.

Affinity Publisher

Der Affinity Publisher als Satz- und Seitengestaltungsprogramm stellt eine Konkurrenz zu Adobe InDesign dar.

  • Video-Training: Ausführliches zweistündiges Video-Tutorial als Einführung in das Programm.
  • Video-Sammlung: Die Affinity-Webseite mit Video-Tutorials in Englisch.

Canva

Canva ist ein browserbasiertes Baukastensystem für das Online-Gestalten von Printprodukten.

Tutorial zur Nutzung von Gimp
Oben: Die Seite gimpusers.de bietet gut strukturierte Tutorials.

Corel Draw

Die Corel Draw Graphic-Suite enthält unter anderem Programme für Bildbearbeitung und Vektorgrafik.

  • Video-Kanal auf YouTube mit einer Fülle an Videos zu den verschiedenen Corel-Draw-Funktionen.
  • Video-Tutorial zu Kreisen, die aus sich verjüngenden Linien bestehen und anderen automatisierten Linienstrukturen unter Zuhilfenahme des „Wirkungs“-Tools (=“Impact“-Tool). Dies bietet faszinierende Möglichkeiten etwa für das Logo-Design und andere illustrative Zwecke.

Gimp

Kostenlose Bildbearbeitung und Vektorzeichenprogramm für alle Plattformen mit inzwischen benutzerfreundlicherem Interface.

Inkscape

Als kostenlose Konkurrenz zu Adobe Illustrator ist das Vektorgrafik- und Zeichenprogramm Inkscape für Windows, Linux und MacOS verfügbar.

Procreate

Zeichensoftware für Apples iPad, die per Stift bedient wird.

Quark-X-Press

Das Programm für professionellen Satz und Seitengestaltung war, bevor Adobe InDesign entstand, der Marktführer in seinem Bereich. Inzwischen ist es zu einer Graphic-Suite erweitert worden.

Scribus

Neben InDesign und Quark-X-Press gibt es gerade für die Unix- und Linux-Welt das kostenlose Seitengestaltungsprogramm „Scribus“. Es läuft aber auch unter MacOS, Windows und weiteren Betriebssystemen.

Seiten mit Tutorials zu unterschiedlichen Programmen

Online-Tutorials für Mediendesigner
Ralf Wasselowski
Unser Gastautor: Ralf Wasselowski. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen und ist ein Kenner der Design-, Grafik- und Werbebranche. ©Ralf Wasselowski
29
November
2017
viaprinto-Wissen

Clipart für Designer: Wo finde ich kostenlose Illustrationen im Web?

Die Illustration ist dem Foto oft voraus, weil sie Aussagen schnell auf den Punkt bringen kann und über eine unverwechselbare Handschrift verfügt. Einfache Illustrationen, die schnell aus dem Internet heruntergeladen werden, werden „Cliparts“ genannt. Welche Seiten mit umfassenden Clipart-Sammlungen lohnen einen Besuch? Eine viaprinto-Übersicht:

Der Begriff „Clipart“ meinte ursprünglich eher cartoonhafte Darstellungsweisen. Im Laufe der Zeit wurde „Clipart“ zum Synonym für glatte Vektorillustrationen. Die sind in der linearen Einfachheit ihrer Außenkonturen schnell anzufertigen. Hinzu kommt, dass ihre Datenmenge klein ist, was sowohl im Web als auch bei der Drucksachenbelichtung Zeit spart.

So schön kann kostenlose Clipart sein. Eine stilisierte Vektorgrafik von Freepik.

Bildsprache: konkret oder allgemein?
Wer etwas bebildern will, macht sich Gedanken darüber, wie konkret oder allgemein seine Bildsprache sein soll. Eine konkrete Bebilderung würde für ein Foto sprechen. Das kann aber in eine Sackgasse führen, wenn das Abgebildete klischeehaft und somit ohne akzentuierte Aussage bleibt. Hier kann eine Illustration durch das Mittel der Überzeichnung viel konkreter werden als ein zu oft in ähnlicher Form gesehenes Foto.

Anforderungen an Clipart
Im Internet gibt es zahllose Seiten, die einen Vorrat an kostenfreien Illustrationen bieten. Dabei können verschiedene Probleme auftreten. Die Cliparts…

  • …sind datenmäßig zu klein. Wenn sie Pixelgrafiken sind wie TIF oder JPG sind sie ohne Qualitätsverlust nicht zu vergrößern und damit u.U. nur für das Web verwendbar, nicht aber für hochwertige Drucksachen.
  • …sind qualitativ nicht gut genug: Entweder sind sie zu schlecht gezeichnet, aus der Mode gekommen oder zu stereotyp, das heißt, sie werden zu selten aktualisiert und bieten dem Auge daher nichts Neues.
  • …stellen den Benutzer bezüglich der Bildnutzung vor eine unklare rechtliche Situation oder sind diesbezüglich zu kompliziert.
  • …bieten zu wenig Material, sodass eine Suche zu wenig Treffer ergibt.

Thema und Stilistik der Clipart

Eine Vektorgrafik aus der „Open Clip Art Library“. Links farbig mit Füllungen und Verläufen dargestellt, rechts in Vektor-Konturen.

Empfehlenswerte große Clipart-Präsenzen sind aber qualitativ auch nicht gleichbleibend gut. Zudem verfügen die meisten Anbieter über keinen klaren inhaltlichen oder formalen Schwerpunkt, was die Suche verlängert. Um zu finden, was man sucht, sollte man sich Zeit nehmen. Dafür erhält man das Material umsonst. Man kann bei einem Anbieter wie z.B. „Open Clipart“ nicht nur nach Themen suchen, z.B. nach „Tieren“ oder „Animals“. Man kann auch nach der Stilistik der Clipart suchen, etwa indem man im Suchfeld „flat“ oder „Flatdesign“ eingibt und entsprechend Flatdesign-Clipart gezeigt bekommt.

Für jede Eventualität: Die 10 ergiebigsten Clipart-Quellen im Internet

 

 

Open Clip Art Library: Übersichtlich, umfassend, vielfältig
Die Open Clip Art Library ist eine Open-Source-Clipart-Datenbank, aus der man für die private oder kommerzielle Nutzung Cliparts herunterladen kann. Damit darf die umfangreiche Illustrationssammlung praktisch für jeden Zweck genutzt und verändert werden. Die Grafiken sind standardmäßig im Vektorformat SVG gespeichert und können damit in Inkscape, Adobe Illustrator oder anderen Vektorprogrammen auflösungsunabhängig weiter bearbeitet werden. Dateien können aber auch als PDF, PNG, WMF gedownloadet oder in einem interessanten Editor auf der Webseite verändert oder ergänzt werden. Im Editor stehen auch umfangreiche Symbolbibliotheken zur Verfügung. Suchen lässt es sich über eine Eingabemaske oder über den Punkt „Collections“ in der Hauptnavigation, der aber nur angezeigt wird, wenn man sich eingeloggt hat. Dazu muss man sich mit einem Namen und Passwort anmelden.

Vecteezy: Aufgeräumt und vektororientiert
Neben Community-Projekten gibt es zahlreiche Seiten, die kostenlose Clipart mit Bezahlangeboten koppeln. Oft werden die beiden so angeordnet, dass man unbeabsichtigt zu den Bezahl-Angeboten gelangt. Hier gilt es, sich erst zu orientieren und eher langsam und mit Bedacht zu klicken und immer genau zu lesen, ob die Grafiken etwas kosten. Vecteezy ist so eine Seite, bei der im Laufe des Suchens und Klickens immer wieder Bezahlangebote auftauchen. Auch sollte bei jedem Bild die Lizenzvereinbarung genau gelesen werden. Vecteezy etwa möchte bei Abdruck genannt werden.

WP-Clipart: Große Auswahl und illustrative Varianz
Fast 80.000 Public-Domain-Illustrationen aber auch Fotos bietet WP-Clipart. Der Download der Cliparts erfolgt in der Regel im Pixelformat, was ein Nachteil ist, denn pixelbasierte Bilder können nicht verlustfrei skaliert werden. Einige Bilder lassen sich auch als SVG herunterladen und sind damit verlustfrei skalierbar. Weitere Formate sind transparente PNG und WebP, das im Verhältnis zu JPG besser komprimierte Google-Datenformat für das Web.

Public Domain Vectors: Sehr übersichtlich und rein vektororientiert
Die Seite Public Domain Vectors stellt die Dateien in den Formaten AI/Adobe Illustrator, EPS/Encapsulated Postscript und SVG/Scalable Vector Grafics zur Verfügung. Damit sind sie ohne Umwege und unproblematisch in Vektor-Grafikprogramme zu übernehmen.

Vektorgrafik kann auch sehr vereinfacht und prägnant sein. Ein Tiersymbol von „Public Domain Vectors“ ganz ohne Verläufe.

Freepik: Große Auswahl, beste Qualität
Freepik hat eine erstaunlich große Anzahl an hochwertigen Vektorillustrationen und Icons. Auch Fotodateien – hier vor allem Strukturen, Objekte und Stillleben, die man für Texturen und Hintergründe verwenden kann oder PSD-Dateien als Composings, ganze Gestaltungen oder Webtemplates – gehören dazu. Entweder nutzt man das Material kostenlos, dann muss man die Quelle nennen. Oder man nutzt ein kostenpflichtiges Premiumabonnement und kann auf die Quellenangabe verzichten. Wichtig ist die rechtliche Einschränkung, dass Illustrationen nicht als alleiniger wesentlicher Bestandteil einer Drucksache Verwendung finden dürfen.

Pixabay: Komfortable, aktuelle Auswahl
Pixabay bietet einen riesigen Fundus an Fotos. Wenn man in die Suchmaske „Clipart“ oder „Illustration“ eingibt, findet man aber auch eine Vielzahl illustrativer Elemente.

Clipart Me: Wer suchet, der findet
Clipart Me bietet eine Menge interessanter und formal wie thematisch vielfältiger Illustrationen, Icons und Symbole. Allerdings sind kostenpflichtige und kostenlose Angebote oft unübersichtlich miteinander verschränkt, was die Navigation durch die Seite nicht gerade erleichtert. „Clipart Me“ verlangt für den Download ein Like auf Facebook oder ein „+1“ auf Google+, was nicht mit jedem Browser funktioniert.

Presentation-Magazine: Illustrative Elemente für Power Point
Manchmal braucht man nicht einfach Cliparts, sondern Illustrationen oder Illustrationshintergründe für PowerPoint-Präsentationen. Die Seite Presentation Magazine bietet eine Fülle illustrativer Start- und Folgeseiten für Präsentationen. Ähnliches ist auf der Seite Slidehunter erhältlich.

Historische „Clipart“: British Library auf Flickr, Shakespeare und Buchillustrationen
In aller Welt Sprießen historische Bildarchive aus dem Boden, die Illustrationen über das Web verfügbar machen. Die Londoner British Library ist eine der umfassendsten Bibliotheken der Welt. So hat sie eine Million Buchillustrationen aus dem 17.-19. Jahrhundert als Public Domain zu Flickr hochgeladen, die in Auszügen auch auf anderen Webseiten zu finden sind. Etwa auf :

•    Illustration Archive, wo sie nach anderen Kriterien durchsucht werden können,
•    in kleiner Anzahl auf Open Clip Art oder
•    bei Public Domain Vectors, die wenige Illustrationen in nicht immer optimaler Qualität vektorisiert haben.

Shakespeare Illustration, ist eine Seite mit 3.000 Illustrationen zu den Werken Shakespeares. Die Suche funktioniert über eine Schlagwortwolke oder in der oberen Navigation über die Namen der Illustratoren.
Ein wahre Fundgrube für Kunstinteressierte ist auch Old Book Illustrations. Allerdings mit einer gravierenden Einschränkung: Zwar erlaubt die Webseite den Download allen historischen Bildmaterials für jeden nichtkommerziellen Zweck. Aber andererseits weist sie darauf hin, dass die Rechtslage für das Publizieren des Materials unklar ist. In seinem Blog hat Old Book Illustrations bis 2016 weitere historische Illustrationen veröffentlicht.

Clipart-Kiste: Animierte GIFs als Spezialisierung
Die Clipart-Kiste listet in einer großen Übersicht alle Kategorien auf, nach denen man suchen kann. Das hat Vor- und Nachteile. In jedem Fall sieht man beim Lesen, welche Themen die Seite abdeckt – und das sind viele. Die Spezialität der „Clipart-Kiste“ sind kleine animierte GIFs für die Verwendung auf Webseiten. Das ist zwar nicht mehr up-to-date aber zum Teil so retro, dass es schon wieder interessant ist.

 

Ralf Wasselowski

Für unsere Wissensreihe „Kostenloses Gestaltungsmaterial für Designer“ konnten wir Ralf Wasselowski gewinnen. Er betreibt die Agentur Conceptbüro in Essen. ©Ralf Wasselowski

 

Gestalter und Designer finden hier die besten Tipps für Ihre Werke finden. Neben Fonts und Clipart sind auch Ideen und kreative Seiten, wie sie etwa auf Pinterest zu sehen sind ein Instrument der Gestaltung. In der nächsten Woche stellen wir kreative Webseiten als Design-Input vor.

In dieser Reihe bereits erschienen:

Type & Fonts für Designer: Wo finde ich kostenlose Schriften im Web?

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestalter greifen etwa auch für auffällige Aufkleber auf Clipart zurück. viaprinto hat die Auswahl unter quadratischen, rechteckigen, runden und ovalen Stickern.