Beiträge

6
April
2017
Feature

Ab sofort möglich: Upload von EPS- und PNG-Dateien.

viaprinto teilt Ihre Leidenschaft für bedruckte Produkte. Konturen und Farben, Bilder und Schriften wirken noch einmal ganz anders auf Aufklebern, Flyern, Plakaten, Beachflags oder Fahnen, als auf einem Monitor. Damit Ihr Weg zum Druck jetzt noch einfacher wird und schneller geht, ermöglichen wir unseren Kunden den Upload von EPS- und PNG-Dateien. Diese Bild- und Vektordateiformate brauchen künftig nicht extra in ein druckfähiges PDF umgewandelt werden, bevor der Druck starten kann. Denn mit viaprinto erstellen Sie Ihren Druckauftrag direkt aus Ihren Office- und Bilddateien:

 

Produkt konfigurieren, PowerPoint- oder Word-Dateien, JPEGs, EPS-, PNG-Dateien oder PDF-Dokumente hochladen, in der Vorschau prüfen und bestellen.

 

Das Druckformat können Sie in den jeweiligen Anwendungen direkt bei der Erstellung Ihrer Daten einrichten.

PNGs (Portable Network Graphics) sind geeignet für Bilddateien aller Art. Sie können Farben transparent anzeigen lassen, so dass sie sich für kleine Webgrafiken eignen. Zudem bieten sie gegenüber JPEG-Dateien erweiterte Möglichkeiten der Farbdarstellung und verlieren nicht an Qualität, wenn sie komprimiert werden.

Die klassische Vektordatei im EPS-Format (Encapsulated PostScript) eignet sich besonders für Logos oder Illustrationen etwa auf allen unseren Produkten der Werbetechnik oder Aufklebern. Deswegen empfehlen wir, ganze Seitengestaltungen für Dokumente oder Formulare nicht im EPS-Format anzulegen. Die Zeichenpfade innerhalb einer EPS-Datei können verlustlos vergrößert werden und haben somit eine hohe Bildqualität bei geringer Dateigröße.

Grundsätzlich gilt: Im Druck sollte die Auflösung verwendeter Bilder, die 300 ppi nicht unterschreiten. Bilddaten, die aus dem Internet kopiert werden, haben häufig eine unzureichende Auflösung von 100 oder 72 ppi. Ausnahme: Bei unseren Produkten der Werbetechnik wie Roll Ups oder Beachflags kann die Auflösung auch unter 300 ppi liegen. Wir empfehlen eine Mindestauflösung von 150 ppi.

30
April
2015
„Alles rund um das PDF“.

Folge 6 gibt Antworten auf die Frage: „Was ist ein Preflight?“

In unserer neuen und letzten Folge aus der Reihe „Alles rund um das PDF“ erklärt Gastautorin und Fachfrau Charlotte Erdmann, was ein Preflight ist und welche Vorteile er bietet. Wir wünschen viel Erfolg mit dem Wissen.

Ein Druck-PDF muss alles enthalten, was zum Druck wichtig ist: Schriften, Bilder, passende Farbräume. Überprüfen lässt sich all das mit Hilfe eines sogenannten Preflights oder Datenchecks. Dabei werden die Druckdaten auf Herz und Nieren geprüft und für den Druck möglicherweise problematische Inhalte angezeigt. So kann man sicher sein, dass Probleme bereits vor dem kostenintensiven Druck erkannt und schnell behoben werden.

Warum müssen Druckdaten geprüft werden?

PDF-Dateien sind – wie bereits in dieser Serie beschrieben – der beste Weg, um das erstellte Werk sicher in den Druck zu bringen. Aber selbst wenn man den PDF/X-1a-Standard, wie von viaprinto empfohlen, zum Abspeichern verwendet, können sich falsche Farbräume, Probleme mit den verwendeten Fonts oder niedrig aufgelöste Bilder in die Druckdatei eingeschlichen haben, die einen hochqualitativen Druck unmöglich machen. Sind die x-tausend Broschüren aber erst einmal gedruckt, lassen sich minderwertige Bilder nicht mehr einfach ersetzen. Um den Schaden bereits vor der Drucklegung zu erkennen, bietet sich der Preflight an, eine Art Probeflug für die Druckdaten.

Was machen Preflight-Programme?280415_Summary

Ein Preflight wird mit Hilfe eines speziellen Programms oder Plugins einer Grafiksoftware erstellt. Sie können damit fehlende oder fehlerhafte Farben, Schriften, Bilder ebenso erkennen, wie nicht gewünschte Sonderfarben, Transparenzen oder manuell eingestelltes Überfüllen. Auch Überhangtext oder Linienbeschaffenheiten werden kontrolliert. So können von Druckmaschinen oft nur bestimmte Linienstärken oder Schriftgrößen abgebildet werden, was das Preflight-Programm passend zur Druckerart überprüft.

Preflight am eigenen Rechner

Druckereien setzen dazu spezielle, kostenintensive Software ein. Einen Artikel darüber, was der kostenlose Datencheck bei viaprinto beeinhaltet, finden Sie hier. Aber bereits am eigenen Rechner lassen sich Datenchecks durchführen – und das mit den hauseigenen Mitteln beispielsweise der Adobe-Anwendungen. Noch bevor diese angewendet werden, sollten Sie sich fragen, ob die zu speichernde Datei wirklich die aktuellste Fassung ist und alle Bilder in hoher Auflösung eingebettet wurden. Platzhaltertexte müssen ebenfalls eliminiert werden – eine oft unterschätzte Fehlerquelle. Erst wenn der menschliche Faktor „Vergessen“ ausgeschlossen wurde, sollten Sie die digitale Prüfung vornehmen. In den Adobe-Anwendungen (ab CS4) wie InDesign lassen sich beispielsweise über das Menü „Fenster > Ausgabe“ Dateien im Vorfeld des Drucks überprüfen. Hier können sogar eigene Preflight-Profile erstellt werden. In einem Bedienfeld werden dann die Problembereiche aufgelistet. Auch Adobe Acrobat Professional (ab Version 6.0) beinhaltet einen „Preflight“ im Menü „Bearbeiten“ und gibt darüber Hinweise auf mögliche Fehlerquellen aus.

Preflight-Programme machen mehr

Die Adobe-Anwendungen weisen aber lediglich auf falsche Schriften oder zu niedrig aufgelöste Bilder hin. Weitaus mehr Details kann man den professionellen Preflight-Programmen entnehmen, die dafür aber auch ihren Preis haben. Produkte wie Pitstop von Enfocus, callas pdfToolbox oder Flightcheck von Markzware gehören zu den gängigsten meist in Druckereien eingesetzten Programmen. Sie haben vielfältige Möglichkeiten, u.a. das PDF direkt zu editieren. Doch diese Optionen sind meist gar nicht notwendig, wenn man selbst der Ersteller des PDFs ist. In diesem Fall genügt der Einsatz der Preflight-Tools der Grafik- und Satzprogramme wie Adobe InDesign oder QuarkXPress, bei dem der Preflight im Job Jacket zu finden ist, um potentielle Fehler vor Abgabe der Druckdatei auszuschließen. Auch bei viaprinto wird dann bei Abgabe der Datei noch einmal ein kostenloser Check durchgeführt, bei dem Beschnitt, Sonderfarben, Schriften und Transparenzen geprüft werden. Hier erfahren Sie mehr dazu und worauf Sie bei der Zusammenstellung Ihrer Datei noch achten müssen.

Charlotte Erdmann

Charlotte Erdmann (Bild: Matthias Martin)

Charlotte Erdmann (Bild: Matthias Martin)

 

Das ist das Ende der Wissensreihe „Alles rund um das PDF“.
In Kürze starten wir wieder mit einer neuen. Diesmal zu dem Thema „Layout&Satz“.

 

 

 

 

 

 

Bereits erschienen:
Was ist ein PDF?
PDF/X: Standards oder nicht in PDFs?
Den richtigen PDF-Drucker wählen.
Einstellungen für das druckfertige PDF.
Was muss ein Druck-PDF enthalten?

16
April
2015
„Alles rund um das PDF“

Das muss ein Druck-PDF enthalten. Folge 5.

Beschnitt, Marken, Linien: Was müssen Sie in einem Druck-PDF berücksichtigen? Worauf sollten Sie beim Erstellen achten? Eine neue Folge unserer Reihe „Alles rund um das PDF“ – verfasst von Gastautorin und Fachfrau Charlotte Erdmann.

In einem Druckdokument muss nicht nur das Seitenformat enthalten sein. Auch andere Angaben sind wichtig, um aus der Druckmaschine das gewünschte Druckergebnis zu erhalten. Dazu gehören unter anderem die Beschnittzugabe, die Einbettung der Schriften und vieles mehr …

Dokument einrichten: Beschnittzugabe/Anschnitt

Bereits wenn Sie eine Druckdatei anlegen, sollten Sie einige Dinge beachten. Legen Sie ein neues Dokument beispielsweise in InDesign an, fragt das Programm nicht nur die Seitenzahl und das Seitenformat ab, sondern auch die Breite der Stege, also der Seitenränder. In einem nächsten Schritt kann dann unter „Datei > Dokument einrichten“ der Anschnitt definiert werden. Dieser wird auch Beschnitt genannt. Die sogenannte Beschnittzugabe ist der Bereich, in den Bilder und Flächen mindestens außerhalb der eigentlichen gesetzten Datei ragen müssen, um später beim Beschneiden der Ränder des Druckprodukts keine weißen Ränder, sogenannte Blitzer, entstehen zu lassen. Nutzen Sie also Bilder, die bis an den Seitenrand gehen sollen, dann lassen Sie diese bitte mindestens 3 mm im Anschnitt überstehen. Richten Sie den Anschnitt in InDesign ein, wird dieser mit einem roten Rahmen um das Dokument anzeigt. Dieser Anschnittrahmen wird auch Bleed Box genannt. Arbeiten Sie mit einem anderen Programm sollten Sie auch hier die Beschnittzugaben unbedingt beachten. Lediglich in Office-Programmen ist eine solche Zugabe nicht möglich. In diesem Fall erzeugt viaprinto automatisch einen künstlichen Beschnitt, um Blitzer zu vermeiden.

Das Endformat

Neben dem Anschnitt ist das Endformat enorm wichtig. Eine am Ende DIN A5 große Broschüre sollte niemals in ein im Format DIN A4 erstelltes Dokument gesetzt werden. Denn nur wenn das Endformat richtig angegeben ist, weiß die Ausbelichtungssoftware des Druckers, wie die Broschüre am Ende auszusehen hat und erstellt den richtigen Druckbogen für die Druckmaschine. Dazu analysiert sie die einzelnen Seiten und berechnet daraus die Lage auf der Druckplatte, damit vorne und hinten auch wirklich zusammenpassen. In InDesign wird der Rahmen für das Endformat, die sogenannte Trim Box, als schwarzer Rahmen dargestellt, der nicht mitgedruckt wird und nur zur Orientierung während des Satzes dient. Bietet ein Programm derartige Hilfsmittel nicht an, sollten Sie das Endformat (beispielsweise in Photoshop) unbedingt im DIN-Format selber anlegen und auf dieser Grundfläche Ihre Inhalte montieren.

Müssen Beschnittmarken sein?

Bei viaprinto werden die Schnitt- und Falzmarken im Rahmen des Produktionsprozesses  automatisch erzeugt, so dass ein eigenes Anlegen nicht notwendig ist. So ist sichergestellt, dass der Druck einwandfrei vonstatten geht. Die Seitengröße des Dokuments inklusive Schnittmarken wird übrigens Media Box genannt. Sie beinhaltet alle Ränder, die für den Anschnitt, Druckmarken und anderes notwendig sind.

Bilder und Schriften: Inhalte der Druckdatei

Nicht zu vergessen sind neben den Ausgabeformaten auch die Inhalte einer Druckdatei: Sie müssen richtig angelegt sein, um zu einem perfekten Druckergebnis beizutragen. Beispielsweise sollten in die Datei eingefügte Bilder mindestens 300 ppi Auflösung besitzen und in CMYK umgewandelt sein. Nur so ist sichergestellt, dass die Darstellung auf dem Monitor in etwa dem entspricht, was später auf dem Papier zu sehen ist. Dünne Linien (Haarlinien) müssen zudem mindestens 0,25 pt (0,09 mm) stark sein, damit sie im Druck noch wiedergegeben werden können. Beim Speichern des PDFs sollten außerdem alle Schriften eingebettet werden, damit sie auch im Druck fehlerfrei erscheinen. In InDesign kann dies beim PDF-Export im Bereich „Erweitert“ definiert werden. Dies ist aber bei der Option „Druckausgabequalität“ bereits 150415_Summaryvoreingestellt. viaprinto prüft außerdem vor dem Druck in einem kostenfreien Datencheck, ob unter anderem alle Schriften vorhanden bzw. eingebettet sind. Eine ausführliche Checkliste für Ihre fehlerfreie Druckdatei finden Sie hier.

Was ist Überfüllen?

Zu guter Letzt wollen wir noch auf zwei weitere Begriffe eingehen, die oft im Zusammenhang mit einer Druckdatei in den Raum gestellt werden: das Überfüllen und das Überdrucken. Beide Vorgänge dienen dazu, sogenannte Blitzer im Druck zu vermeiden. Diese entstehen, wenn eine Farbe auf eine andere gedruckt wird und dafür die darunter liegende Farbe ausgespart wird. Durch leichte Ungenauigkeiten beim Druck kann es dann passieren, dass die Stellen, an denen sich beide Farben berühren, nicht genau zusammen passen – es entsteht eine unbedruckte weiße Stelle, ein Blitzer. Beim Überfüllen, auch Trapping genannt, wird nun die Fläche mit der helleren Farbe automatisch etwas breiter gemacht, um einen Blitzer zu vermeiden. Dies geschieht im Druckprozess automatisch und muss nicht manuell voreingestellt werden – auch wenn dies theoretisch möglich wäre. Moderne Druckmaschinen überfüllen die Dokumente so, dass es genau zu deren Einstellungen passt.

Überdrucken

Auch beim Überdrucken geht es um Farbverschiebungen, allerdings unter anderem im Bereich von Transparenzen. Haben Sie in Ihrem Druckdokument eine Transparenz eingestellt, kann diese naturgemäß nicht im Druck wiedergegeben werden. Stattdessen wird im Produktionsprozess der Farbanteil der Fläche so reduziert, dass der transparente Effekt erhalten bleibt. Dabei werden zwei Farben übereinander gedruckt. Das Verfahren des Überdruckens wird auch verwendet, um Blitzer zu vermeiden. Dann werden, anstatt die darunter liegende Farbe auszusparen, beide Farben übereinander gedruckt. Manchmal nutzt man das Überdrucken auch für künstlerische Effekte. Oft wird Überdrucken allerdings fälschlicherweise in den Grafikprogammen aktiviert. Dann kommt es zu einer eigentlich unerwünschten Farbmischung, die auf dem Monitor zuvor nicht ersichtlich war. Manuelles Überdrucken sollte deshalb in der genutzten Anwendung unbedingt deaktiviert werden. Um sicherzugehen, dass kein Element auf Überdrucken eingestellt ist, können Sie in InDesign, Illustrator und Acrobat die Überdrucken-Vorschau aktivieren. Sie ist standardmäßig deaktiviert, weil sie viel Rechenleistung erfordert. Aber zum Überprüfen kann sie kurz angeschaltet werden. Charlotte Erdmann

Charlotte Erdmann (Bild: Matthias Martin)

Charlotte Erdmann (Bild: Matthias Martin)

 

Lesen Sie in der kommenden Folge aus unserer Reihe „Alles rund um das PDF“: Was ist ein Preflight?

 

 

 

 

 

 

Bereits erschienen:
Was ist ein PDF?
PDF/X: Standards oder nicht in PDFs?
Den richtigen PDF-Drucker wählen.
Einstellungen für das druckfertige PDF.